Die Angina oder Tonsillitis:
Mandelentzündung
Die Mandeln gehören wie die Schleimhäute von Gaumen und Rachen zu den lymphatischen Organen.
Sie produzieren wichtige Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger, die durch Mund und Nase eindringen
können.
Der Mensch besitzt 4 große Tonsillen, die für Mund und Rachen einen Abwehrring bilden: die
paarigen Gaumenmandeln, die unpaarigen Rachenmandeln, die Zungenmandeln und der Seitenstrang an der
Rachenwand.
von: René Gräber, Heilpraktiker und
Gesundheitspädagoge
Eine Mandelentzündung (auch Tonsillitis oder Angina tonsillaris genannt)
ist eine akute Entzündung vor allem der Gaumenmandeln (Gewebe der
Körperabwehr als Teile des lymphatischen Rachenrings).
Als häufigste Ursache einer Mandelentzündung gilt in der Schulmedizin
die Streptokokkeninfektion. Diese "Mandelinfektion" wird ausgelöst
und "übertragen" durch Tröpfcheninfektion (z.B. durch Husten oder
Niesen).
In selteneren Fällen wird die Angina tonsillaris durch Pneumokokken, Staphylokokken oder Viren
verursacht.
Eine Mandelentzündung hat meist einen sehr akuten Beginn mit Fieber und Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und einem schweren Krankheitsgefühl.
Leitsymptome sind starke Schmerzen beim Schlucken (die bis in die Ohren
ausstrahlen können) und ein vermehrter Speichelfluss.
Die Mandeln (Tonsillen) zeigen sich gerötet und geschwollen, im Verlauf kann man Beläge auf
ihnen erkennen.
Tritt eine eitrige Tonsillitis häufiger als dreimal auf, spricht man von einer chronischen
Mandelentzündung.
Ähnliche Beschwerden wie bei der Angina tonsillaris können bei einer
Scharlach-Angina, der Rachen-Diphtherie (grauen, schmutzigen Belag der Mandeln, mit eitrigen, süßlichem
Geruch), der Herpangina, bei der infektiösen Mononukleose (Pfeiffersches Drüsenfieber) oder der Plaut-Vincent-Angina
auftreten.
Komplikationen (z.B. Mittelohrentzündung,
Nasennebenhöhlenentzündung oder ein Abszess) sind bei einer konsequenten Therapie
selten.
Siehe auch: Infektionen - Rekonvaleszenz
Sprache der Symptome
Haben Sie das Gefühl, nicht länger etwas Belastendes schlucken zu können? Oder wollten Sie
schon lange jemandem etwas sagen, schlucken es aber laufend wieder? Haben Sie das Gefühl von einem Kloß im Hals?
Die Mandeln sind wie ein Filter, der das Falsche absorbiert - dieser Filter ist im Falle der
Entzündung nun voll. Voll von Sachen, die man als falsch bewertet und
nun zum Ausdruck kommt.
Die Mandeln entzünden sich auch, wenn man sich unverstanden fühlt und dazu nichts sagt, weil's
ja ohnehin keinen Sinn hat. Unsere Aufgabe ist es, unser "Sosein" zum Ausdruck zu bringen. Die
Mandelentzündung als Hinweis darauf ist dann nicht mehr nötig.
Mögliche Ursachen
Abwehrschwäche, Diphterie, Scarlatina, paratuberkulinische
Schwäche
Mögliche Folgen
Rötung und Schwellung, weiße bis gelbliche Beläge auf den Mandeln. Fieber bis 40oC. Kopfschmerzen,
Abgeschlagenheit. Geschwollene Lymphknoten am Hals, belegte Zunge,
starker und übler Mundgeruch sind wahrnehmbar.
Bei chronischer Angina können sich die Erreger an Herzklappen
(Endokarditis), Gelenken (rheumatisches Fieber) und in den Nieren (Nephritis) ansiedeln und zu weiteren
Störungen führen. Deshalb sollte eine Mandelentzündung zum Abklingen gebracht werden.
Späte Komplikationen einer Mandelentzündung kommen in seltenen Fällen
vor z.B.: akutes rheumatisches Fieber, Polyarthritis, Pankarditis, Chorea minor oder Glomerulonephritis. Da
heutzutage aber alle Arten einer Infektion fast immer mit Antibiotika behandelt werden, sieht man diese Komplikationen nicht
mehr.
Bei Gelenkentzündungen stelle ich aber immer noch regelmäßig die Frage, ob der Patient in den
letzten Wochen eine Halsentzündung, bzw. Mandelentzündung hatte.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei
einer Angina in Frage kommen können.
| Ernährung |
Meiden Sie Zucker, Weißmehl und
Schweinefleisch, bis die Angina abgeklungen ist.
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Urtinktur
(Frischpflanzentropfen) |
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
30 ml Sonnenhut (Echinacea), je 20 ml Salbei, Thymian, Pappel und 10 ml
Arnika.
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| Gemmo-Therapie |
Stündlich 1-2 Stösse Johannisbeer-Knospenmazerat in den Mund sprayen.
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| Orthomolekular-Medizin |
Empfohlene Tagesdosis:
1 - 2 g Vitamin C
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| Heilpflanzen |
Gurgeln mit Salbeitee.
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| Homöopathie |
zu Beginn: Aconitum D30
im Verlauf (klopfende, pulsierende Schmerzen, Fieber): Belladonna D30
Kälte und kalte Getränke bessern: Apis mellifica D30
Seitenstranangina: Phyolacca D4 oder
Lachesis D12
beginnende Eiterung: Belladonna D30 und Mercurius solubilis Hahnemanni D6 alle 2 Std. im Wechsel
Ausheilung: Silicea D6
Abszeß: Myristica sebifera D4 stündl. 5 Tropfen
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Säure-Basen-Haushalt
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Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen
akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Schüssler-Salze |
Ferrum phosphoricum Nr. 3, Kalium chloratum Nr. 4, Natrium phos. Nr. 9, Silicea Nr. 11
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Zahnstörfeld
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Bei einer chronischen Mandelentzündung
sollte man an Störfelder denken. Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen können problematisch sein. Sie sollten sie durch einen in diesen
Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
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| Sonstiges |
Kalter Wickel um
den Hals, um die Hitze abzuleiten und Schmerzen der Mandelentzündung zu lindern. Mit
Holunderblütentee und Lindenblütentee das Schwitzen fördern.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 9.8.2012 aktualisiert.

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