Angina Pectoris
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Der Begriff Angina pectoris kennzeichnet ein Symptom, welches auf eine Störung im Organismus
mit Beteiligung des Herzens hindeutet und bei dem es zu starken Schmerzen im Brustbereich kommt. Das Symptom gilt
häufig als Vorbote eines drohenden Herzinfarktes.
Bedingt durch einen Sauerstoffmangel des Herzens wird der Herzmuskel
geschädigt, wobei sich ein schmerzhaftes Druckgefühl bildet, welches in Brust und angrenzende Bereiche
ausstrahlt.
Hauptverursacher ist die Koronare Herzkrankheit (KHK, siehe auch: Herzkrankheiten), die zu den häufigsten Erkrankungen in Industrienationen
zählt und führend in der Statistik für Todesursachen ist.
Als Auslöser einer KHK gilt nach konventioneller Ansicht vor allem die Arteriosklerose („Verkalkung“ von Gefäßen), deren Entstehung besonders durch Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck,
Bewegungsmangel, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Hypercholesterinämie (erhöhter
Cholesterinspiegel), Alkoholabusus (erhöhter Alkoholkonsum, Missbrauch), erbliche
Faktoren, psychische und physische Belastung (Stress!) sowie einige Entzündungsformen
(Entzündungen) begünstigt werden kann.
Die typische Angina pectoris zeigt sich anfallartig und tritt bevorzugt während bzw. nach körperlicher Aktivität
auf. Daneben fördern u.a. auch ausgiebige, besonders fettreiche Mahlzeiten oder große Aufregung die Entstehung der
typischen Symptome.
Die Betroffenen klagen über einen dumpfen Druck im Bereich des Brustbeins, der sich bis zum Schmerz steigern
kann. Zusätzlich strahlt dieser Schmerz in eine Oberkörperhälfte aus, meist Arm, Nacken und Hals. Die Symptome
verbleiben nur kurz (einige Minuten bis maximal eine halbe Stunde), um dann vollständig abzuklingen. Bedingt durch
den plötzlich auftretenden Schmerz kommt es häufig zusätzlich zu einem Angstgefühl (Todesangst). Es bildet sich
vermehrt Schweiß auf der Stirn, der Betroffene wirkt müde, körperlich schwach, die Atmung fällt schwer.
Nicht immer macht sich eine Fehlfunktion des Herzens direkt bemerkbar, einige Anfälle bleiben unbemerkt, die
Gefahr eines daraus resultierenden Herzinfarktes bleibt weiter bestehen und wird z.T.
erst verspätet diagnostiziert.
Die Medizin unterscheidet verschiedene Angina pectoris-Formen
Die stumme Angina pectoris ist gekennzeichnet durch ihre Symptomarmut. Neben einem
leichten Druckgefühl in der Brust und einer akuten, aber gering ausgeprägten Leistungsschwäche zeigen sich keine
weiteren Anzeichen. Diese Form gilt als besonders gefährlich, da ein Herzinfarkt ohne Vorwarnung eintreten kann.
Besonders ältere Menschen und Diabetes mellitus-Erkrankte sind hiervon häufiger betroffen.
Die stabile Angina pectoris entsteht während der körperlichen Aktivität, die Symptome
sind bei jeder Leistungssteigerung wiederkehrend ohne Zunahme an Intensität.
Bei körperlicher Ruhe ist der Organismus beschwerdefrei.
Die akute (instabile) Angina pectoris zeigt sich anfallartig, weist dabei das typische
klinische Bild auf und ist eine Indikation zur sofortigen Therapie, um einem Herzinfarkt direkt entgegenwirken zu
können.
Eine sehr seltene Form der Angina wird mit der Prinzmetal-Angina beschrieben, bei der
es, im Unterschied zu den anderen Formen, besonders in der Nacht und während Ruhephasen zu einem plötzlichen
Verkrampfen von Herzkranzgefäßen und somit zum typischen Symptom des Brustschmerzes kommt.
Prognose und Therapie der Erkrankung richten sich nach dem Ausprägungsgrad der KHK. Je mehr Herzkranzgefäße
verengt sind, umso höher liegt das Risiko eines letalen (tödlichen) Ausgangs.
Ebenso verhält es sich mit der Angina pectoris. Je häufiger es zu einem Anfall kommt, desto größer ist die
Gefahr eines Herzinfarktes.
Eine naturheilkundliche Therapie zielt vornehmlich auf eine Umstellung der Lebensgewohnheiten sowie der
Ernährung ab, was einer Verengung von Gefäßen und Ablagerungen entgegenwirken
kann.
Die operative Therapie (z.B. Bypass-OP, Stent) wird immer dann gewählt, wenn konservative und medikamentöse
Methoden nicht die gewünschte Wirkung erzielen.
Achtung: Bevor Sie Mittel gegen Cholesterin
nehmen, lesen Sie meinen Artikel zur Cholesterin Lüge!
verwandte Themen: Depression - Durchblutungsprobleme - Schaufensterkrankheit - Schlaganfall
Die Sprache der
Symptome
Mein Kollege der Naturarzt Hermann Kaufmann beschrieb es einmal so:
"Die Ruhephase, die Sie Ihrem Körper im allgemeinen und Ihrem Herzen im speziellen, nicht
gönnen, holt sich der Körper von selbst. Dann müssen Sie endlich liegen. Und glauben Sie mir, Ihr Körper
und Ihre Seele sind stärker als Ihr Ego und werden gewinnen. Schlussendlich überlebt die
Seele."
Dem kann ich mich nur
anschließen.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Angina Pectoris in
Frage kommen.
| Blütenessenzen |
Rescue Remedy Notfalltropfen
|
| Ernährung |
Eine Ernährungsumstellung auf eine "gesunde Ernährung" halte ich für unerläßlich.
Vermeiden Sie vor allem Gebratenes und schränken Sie tierisches Eiweiß ein; Fisch ist in Maßen
sinnvoll.
|
Urtinktur
(Frischpflanzentropfen) |
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
Je 20 ml Weissdorn, Arnika, Herzgespann, Königin der Nacht und
je 10 ml Melisse und Rosmarin.
|
| Gemmo-Therapie |
Stündlich 1-2 Stösse Mammutbaum-Knospenmazerat in den Mund
sprayen.
|
| Homöopathie |
Bei Angina Pectoris haben sich die sog. "Goldtropfen" bewährt, eine Mischung aus folgenden
Mitteln:
Crataegus (Urtinktur), Cactus D1 und Veratrum Album D3 (jeweils zu gleichen Teilen). Davon nimmt
man im akuten Fall alle 15 Minuten 5 bis 10 Tropfen.
Als Einzelmittel kommen auch in Frage: Arnica, Glonoinum, Oleander, Lachesis, Spigelia und Pulsatilla.
|
| Heilpflanzen |
Jeden Tag eine ganze Knoblauchzehe
essen. Generell: Weissdorn, Myrrhe, Schafgarbe.
|
| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen
akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
Im akuten Anfall sofort alkalisieren mit einem Basenpulver.
|
| Sanum Therapie |
Im akuten Anfall sofort Mucokehl D3 Zäpfchen, alle 30 Minuten zwei Zäpfchen; danach für wenigstens drei
Wochen noch jeweils zweimal täglich ein Zäpfchen, sowie Leptospermusan 3 mal täglich 5 bis 10
Tropfen. Die weitere Therapie sollte ein erfahrener Therapeut übernehmen.
|
| Schüssler-Salze |
Calcium phosphoricum D 6, Magnesium phosphoricum D 6, Kalium phosphoricum D 6
|
| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen können problematisch sein. Sie sollten sie durch einen in
diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
|
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 07.02.2012 aktualisiert.

|