Naturheilkunde und Alternative Medizin

Darmdivertikel

von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Normalerweise ist die Darmwand aussen fast spiegelglatt. Bei einer Divertikelerkrankung bildet die äussere Darmwand kleine, bläschenartige Ausstülpungen. Am häufigsten findet man die Divertikel im so genannten Sigma, dem linken Unterbauch.

Divertikel sind in unserer Gesellschaft ein recht häufiges Leiden. Die Ausstülpung kann keine eigene Muskulatur, deshalb kann sie sich auch nicht selbst entleeren. Die Folge davon ist, dass der Inhalt (Kot) sich verhärtet, was eine bakterielle Entzündung (Divertikulitis) verursachen kann.

Wenn man mehrere dieser Divertikel hat, die sich entzünden, dann hat man grosse Bauchbeschwerden. Wer also über längere Zeit Bauchkrämpfe und vielleicht sogar Blut im Stuhl hat, sollte dies von einem Arzt abklären lassen.

verwandte Themen: Darmbeschwerden - Reizdarm - Blähungen - Colitis Ulcerosa - Morbus Crohn   

Mögliche Ursachen

Chronische Verstopfung, Spannungszustände (auch seelische). Ballaststoffarme Ernährung braucht für die Darmpassage erheblich mehr Zeit und mehr Innendruck als pflanzliche Nahrung.

Dies begünstigt natürlich die Entstehung von Divertikeln. Auch Diäten bei Abmagerungs-Kuren begünstigen Darmdivertikel.

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Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Darmdivertikeln in Frage kommen.

Ernährung

Ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Salate, Obst, Kartoffeln muss eingehalten werden. Hierbei spielt die sogenannte "Resistente Stärke" eine Rolle.

Vermeiden Sie aber starke Abführmittel, die wiederum zu Entzündungen führen können. Besser sind gedörrte, eingeweichte Zwetschgen mehrmals täglich oder Feigensirup, Milchzucker und Kleie.

Scharfe Gewürze und Kochsalz sollten Sie meiden, würzen Sie mit Fenchelsamen, Dill, Oregano, Kümmel und Majoran. Meiden Sie auch blähendes Gemüse.

Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
Je 20 ml Fenchel, Kamille, Ringelblume, Wallwurz, Faulbaum.

Gemmo-Therapie Bis zur Besserung stündlich 1-2 Stösse Hagebutten-Knospenmazerat in den Mund sprayen.

Medizinische Massagen Eine Manuelle Lymphdrainage am Bauch entspannt die Därme und fördert die Peristaltik.

Orthomolekular-Medizin Eine Kur mit Teebaumöl wird sehr hilfreich sein.  

Empfohlene Tagesdosis:

Vitamin C: 2-3 g

Zieht Wasser in den Darm und macht den Stuhl weich. Beginnen Sie mit 500 mg pro Tag und erhöhen Sie bis Sie bei der Dosis angelangt sind, wo der Stuhl weich wird. Dies ist Ihr täglicher Bedarf.

 

Vitamin B-Komplex

Sollte 0,4-0,8 mg Folsäure enthalten. Folsäure-Mangel kann Verstopfung verursachen.

 

Pantothensäure: 250 mg

 

Kann die Darmtätigkeit anregen. 

Magnesium: 400 mg

Kann die Darmtätigkeit anregen.

 

Nahrungsfasern
10 - 30 g

Wenn Ihr Stuhl mit obigen Massnahmen weich geworden ist, fangen Sie an, vermehrt faserreiche Kost zu essen. Bis sich der Körper daran gewöhnt hat, können Blähungen und Bauchbeschwerden auftreten, gehen Sie also behutsam vor. 

Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.

Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.

Sonstiges

Eine Colon-Hydro-Therapie ist hier sehr angezeigt.

Eine homöopathische Entgiftungskur der Firma PHÖNIX Laboratorien GmbH, D-71149 Bondorf, würde ich Ihnen dringend raten. Die Kur ist in der Apotheke erhältlich und setzt sich aus 4 Komponenten zusammen.

Zum Aufbau und Stabilisierung der Darmflora gibt es verschiedene Probiotika, die eine gute Wirkung zeigen.

 Dieser Beitrag wurde letztmalig am 10.9.2011 aktualisiert.

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