Eierstockzysten
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Eierstockzysten (Ovarialzysten) sind an den Eierstöcken gebildete mit Flüssigkeit gefüllte
Hohlräume. Die Flüssigkeiten in der Zyste sind von unterschiedlicher Konsistenz.
Zysten, die von Millimetern bis zu 30cm groß sein können, sind in der Regel gutartig, können aber
in einigen Fällen Schmerzen oder Zyklusstörungen verursachen.
Am häufigsten treten sogenannte funktionelle Zysten auf. Sie entstehen durch die normalen
hormonellen Veränderungen im Laufe des monatlichen Zyklus bei der geschlechtsreifen Frau. Sie können aber genauso
bei einem gestörten Hormonhaushalt oder einer Hormontherapie vorkommen. Meist gehen sie von allein zurück oder
zerplatzen und heilen dann ab.
Häufige funktionelle Zysten sind die Follikelzyste (= Auftreibung eines Eibläschens nach
Ausbleiben des Eisprungs), die Corpus-luteum-Zyste (= meist durch Einbluten in einen bestehenden Gelbkörper) und
die Luteinzyste (= Follikelzyste mit Blasenmole oder unter Hormontherapie).
Beim polyzystischen Ovarialsyndrom, das als eigenes Krankheitsbild behandelt wird, gibt es
zahlreiche Zysten an beiden Eierstöcken, die in den Hormonhaushalt eingreifen.
Weiterhin gibt es am Eierstock Endometriosezysten (= Schokoladenzysten; ausgelöst durch eine
vorbestehende Endometriose) und Dermoidzysten (= entwicklungsgeschichtlich mit Haut ausgekleidet).
Seltener kommen durch Sekretverhalte Retentionszysten vor.
Etwas mehr zu den unterschiedlichen Zystenformen, Symptomen, Komplikationen und der möglichen schulmedizinischen
Therapie lesen Sie im Beitrag Eierstockzyste: Ursachen, Diagnose, Therapie auf dem Yamedo-Portal.
Sprache der Symptome
Dazu eine Fallgeschichte meines Kollegen Hermann Kaufmann:
Eine Frau von etwa 30 Jahren kam in meine Praxis. Die Diagnose lautete: eine etwa Hühnerei große Zyste
am rechten Eierstock. Probleme an den Sexualorganen deuten meines Erachtens auf Probleme mit der Sexualität
hin. Also frage ich die Patientin, ob sie Probleme, vor allem auch sexueller Natur, mit ihrem Partner habe.
Erstaunt bestätigt sie das. Darauf hin sage ich ihr, sie könne natürlich diese Zyste herausschneiden lassen.
Aber wenn sie nichts an der Situation ändert, wäre es eine Frage der Zeit, bis die nächste wächst, oder halt
ein anderes Symptom. Oder aber, sie wechselt den Partner. Sie hat mir gesagt, dass sie sich das schon lange
überlege, aber jetzt wisse sie, was zu tun sei. Bei der nächsten Untersuchung beim Gynäkologen, drei Monate
später, ist die Zyste verschwunden! Was der Körper bildet, kann er auch zurückbilden.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei einer Eierstockzyste in Frage kommen.
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 12.07.2011 aktualisiert.

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