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Eiter (=Pus) ist eine
Flüssigkeit, die bei eitrigen Entzündungen
abgesondert wird. Er enthält Eiterkörperchen
(=weiße Blutkörperchen der Immunabwehr),
Mikroorganismen (vor allem die Auslöser der
Entzündung), andere Zellen, Fibrin (=Endprodukt
der Blutgerinnung) und eingeschmolzenes
Gewebe.
Die auslösenden
Mikroorganismen sind meist Staphylo- und
Streptokokken und Escherichia coli; meist
treten Mischinfektionen auf.
Eiter kommt in Abszessen,
Empyemen oder Phlegmonen vor.
Abszesse sind Vereiterungen
in einem vorher nicht dagewesenen durch
Gewebeuntergang entstandenen Hohlraum. Sie
entstehen meist auf der Körperoberfläche (z.B.
Schweißdrüsenabszess, Analabszess), können aber
auch im Körper (z.B. Lunge, Gehirn, Leber)
vorkommen.
Ein Empyem ist eine
Vereiterung in einer schon vorher dagewesenen
natürlichen Körperhöhle. Häufig hier ist die
Eiteransammlung im Appendix (=Blinddarm) bei
der Appendizitis, in der Galle, den Gelenken,
im Lungenraum oder der Kieferhöhle. Empyeme
können sich auch in den Nasennebenhöhlen
(=Sinusitis) oder im Mittelohr (=Otitis media)
bilden.
Ein Phlegmone ist eine
diffuse Vereiterung, meist im
Bindegewebe. Es kann unter der Haut, am
oder im Muskelgewebe, im Knochenmark, in der
Darmwand oder hinter dem Bauchfell gelegen
sein.
siehe auch:
Abszess - Furunkel - Entzündungen
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