Die Entgiftung nach Dr. Klinghardt

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Wer sich schon einmal mit dem Thema Schwermetallvergiftungen im menschlichen Körper beschäftigt hat, wird von Dr. Klinghardt gehört haben. Er ist einer der größten Experten auf diesem Gebiet und hat erforscht, auf welche Weise die Vergiftungen, die beispielsweise durch Amalgam-Zahnfüllungen unbemerkt entstehen, bekämpft bzw. die Ablagerungen der giftigen Stoffe aus dem Körper geleitet werden können. Diese Methode der Entgiftung ist von renommierten Neurologie-Instituten wie dem Stuttgarter Institut für Neurobiologie anerkannt.

Welche Symptome mit Schwermetallvergiftungen einhergehen und wie die Stoffe, die die Beschwerden verursachen können, ausgeleitet werden können, soll im Folgenden erläutert werden.

Metalle im Körper und Symptome einer Schwermetallvergiftung

Vor allem dann, wenn der Mineralstoffspeicher des Körpers nicht ausreichend gefüllt ist, können sich Schwermetalle mit den Nervenenden verbinden und dabei Körpervorgänge wie den Nährstofftransport, die Zellatmung oder auch die DNA-Transkription unterbinden bzw. behindern.

Im menschlichen Körper kommt vor allem das Schwermetall Quecksilber vor, das entweder unbemerkt aus den Amalgamfüllungen der Zähne entweicht und sich in Gehirn, Nervenzellen oder Bindegewebe ablagert bzw. während der Schwangerschaft über die Amalgamfüllungen der Mutter in den Körper des ungeborenen Kindes gelangt, wo es unbemerkt gespeichert wird.

Neben Quecksilber können auch Kadmium, Aluminium und Blei vorkommen - die Speicherung der letztgenannten Metalle wird jedoch durch das Vorhandensein von Quecksilber wesentlich begünstigt. Eine Ausleitung von Quecksilber führt daher dazu, dass auch die anderen Metalle wesentlich besser ausgeleitet werden können. Die Beschwerden, die die Vergiftung mit Metallen wie Quecksilber hervorrufen kann, sind meist unspezifisch und beinhalten Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Übelkeit, aber auch eine Verschlechterung der Gedächtnisleistung, wovon insbesondere das Kurzzeitgedächtnis betroffen ist.

Was ist zu beachten, bevor mit der Entgiftung begonnen werden kann?

Eine ausgewogene Ernährung spielt vor, während und nach der Entgiftung eine wichtige Rolle, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu mobilisieren. Vor allem die Speicher von Selen, Zink, Kalium, Mangan und Magnesium sollten gut gefüllt sein. Eine Kombination von Gemüsesorten wie Broccoli, Spinat oder Rosenkohl mit Fisch, Geflügel, Milchprodukten und Eiern ist ideal, um schwefelhaltige Aminosäuren wie Cystein mit Glycin bzw. Glutamin zu verbinden und so die Herstellung des körpereigenen Antixodians Glutathion zu ermöglichen. Glutathion kann Blei, Quecksilber und Kadmium bis zu einem gewissen Maße unschädlich machen, was jedoch nur die Ablagerungen im Bindegewebe betrifft. Die Ablagerungen in den Gehirnzellen und Nervenzellen können mit diesem Antioxidans nicht ausgeschieden werden.

Bevor eine Entgiftung begonnen werden kann, ist zunächst einmal die Quelle des Giftes zu entfernen. Eine Entgiftung bringt keinen Erfolg, wenn z.B. Amalgam-Plomben im Mundraum verbleiben. Diese sind also vor Beginn der Ausleitungstherapie in jedem Fall unter Schutzvorkehrungen zu entfernen. Schon zu diesem Zeitpunkt sollten gewisse Nahrungsmittel, die bei der endgültigen Ausleitung eine Schlüsselfunktion haben, eingenommen werden, um zu verhindern, dass das Quecksilber, das sich aus den Plomben löst, wiederum im Bindegewebe gespeichert wird.

Diagnose einer Vergiftung mit Schwermetallen

Wer den Verdacht hat, unter einer Schwermetallvergiftung zu leiden, sollte diese schnellstmöglich von einem Experten diagnostizieren lassen. Eine gründliche Anamnese, in der unter anderem zur Sprache kommt, wie viele Amalgamfüllungen der Betroffene hat bzw. wie viel Quecksilber während der Schwangerschaft durch die Mutter übertragen worden sein könnte, steht im Vordergrund. Sofern merkwürdiges Empfinden in den Extremitäten und Schwierigkeiten mit dem Kurzzeitgedächtnis aufgetreten sind oder regelmäßig auftreten, erhärtet sich der Verdacht. Die Diagnose selbst wird aufgrund klinischer Befunde gestellt. So können beispielsweise Haar- oder Stuhlproben ebenso wie eine Biopsie des Fettgewebes wertvolle Hinweise auf die Schwermetallvergiftung geben.

Die Entgiftung sollte am besten unter Beobachtung eines Experten geschehen - sofern derjenige, der die Diagnose stellt, in der Behandlung nicht qualifiziert ist, kann er sicher jemanden mit den geeigneten Qualifikationen empfehlen.

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Die Entgiftung

Für die Entgiftung reichen gewisse Nahrungsmittel, wie sie in der Natur vorkommen, völlig aus. Eine besondere Rolle spielen dabei die Chlorella-Algen sowie Bärlauch und Koriander. Darüber hinaus können Matrix-Elektrolyten, entgiftende Fußbäder und Massagen sowie die Einnahme von Zink- und Knoblauchkapseln sowie ausreichend Proteinen die körpereigenen Abwehrkräfte optimal unterstützen, damit Schwermetalle wie Quecksilber nicht nur effektiv freigesetzt, sondern auch ausgeschieden werden können.

Chlorella und Bärlauch sollten von Anfang an zum Einsatz kommen, Koriander darf erst dann eingesetzt werden, wenn die Plomben auch wirklich entfernt sind. Bärlauch kann Quecksilber mithilfe seiner Schwefelverbindungen aus dem Bindegewebe entfernen, so dass es über die Nieren ausgeschieden werden kann. Er kann entweder in frischer Form, als Tinktur oder als Pesto eingesetzt werden.

Bevor die Plomben entfernt werden, sollte auch Chlorella bereits zum Einsatz kommen. Die Einnahme sollte mindestens zwei Tage vor dem Termin der Plomben-Entfernung beginnen, indem etwa 2-4 Gramm pro Mahlzeit oder auf die Mahlzeiten verteilt eingenommen werden. Wer diese Algenart nicht gut verträgt, kann zusätzlich das Enzym Cellulase einnehmen. Dieses ist in verschiedenen Bio-Gechäften erhältlich und kann die Verträglichkeit von Chlorella deutlich verbessern. Natürlich sollte Chlorella auch am Tag der Plombenentfernung und etwa zwei bis fünf Tage danach eingenommen werden. Generell gilt: Je mehr Amalgam-Plomben vorhanden waren, desto länger sollte die Einnahme nach der Plombenentfernung andauern.

Wenn die Plomben als Quecksilber-Quellen entfernt wurden, kann es daran gehen, auch die in Nerven- und Gehirnzellen sowie die im Bindegewebe gespeicherten Schwermetalle auszuleiten. Dazu sollten zunächst Chlorella und Bärlauch zu den Mahlzeiten eingenommen werden (Bärlauchtinktur oder -pesto kann man übrigens auch prima ins Essen mischen). Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass Vitamin C nicht zeitgleich, sondern möglichst in großem zeitlichen Abstand zum Essen zu sich genommen wird, um die entgiftende Wirkung nicht zu beeinträchtigen.

Zusätzlich zu Chlorella und Bärlauch sollte, sofern die Ablagerungen aus dem Bindegewebe bereits entfernt wurden, Koriandertinktur eingenommen werden. Koriander kann Quecksilber, Kadmium, Blei und Aluminium aus dem zentralen Nervensystem und aus den Knochen entfernen.

Es kann passieren, dass die Symptome durch die Einnahme von Koriandertinktur erst einmal schlimmer werden - das liegt daran, dass das in Nerven- und Gehirnzellen gespeicherte Quecksilber durch die Ausleitung aus den Zellen den Körper vergiften kann, weil es in größerer Menge freigesetzt wird, als Koriander allein ausleiten kann. Deshalb sollten parallel weiterhin Chlorella und Bärlauch zum Einsatz kommen, damit die Gifte aus dem Körper geleitet werden können. Die Dosis der Koriandertinktur sollte von 2-3 Tropfen täglich zu den Mahlzeiten über 3 mal 10 bis hin zu 3 mal 30 gesteigert werden. Da Koriander auch eine entwässernde Wirkung hat, sollte der entgiftende Patient seine Flüssigkeitsaufnahme steigern.

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Weitere nützliche Maßnahmen

Es gibt noch einige weitere Maßnahmen bzw. Nahrungsmittel, die die Ausschleusung von Schwermetallen unterstützen können. Knoblauch mit seinen Schwefelverbindungen oxidiert die Schwermetalle und macht sie somit wasserlöslich. Das in Knoblauch enthaltene Selen, das im Mineralhaushalt des Körpers eine wichtige Rolle spielt, ist außerdem für den Organismus sehr gut zu verwerten.

Die Einnahme von ein bis drei Kapseln gefriergetrockneten Knoblauch nach jeder Mahlzeit kann bei der Ausleitung von Schwermetallen also sehr gut helfen. Auch Zinkkapseln können sinnvollerweise eingesetzt werden, denn Zink ist so etwas wie der natürliche Gegenspieler des Quecksilbers.

Die Kapseln sollten am besten abends und auf leeren Magen eingenommen werden, um optimal zu wirken. Auch Fischöl wird von Dr. Klinghardt empfohlen, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu mobilisieren - es ist jedoch darauf zu achten, dass das Öl von Fischen stammt, die nicht selbst mit Schwermetallen belastet sind.

Es hat sich außerdem herausgestellt, dass anti-toxische Fußbäder nicht nur angenehm sind, sondern die orale Therapie mit Chlorella, Bärlauch und Koriander zusätzlich unterstützen können.

Therapeutische Begleitung

Die Ausleitung von Schwermetallen sollte stets nur unter Aufsicht eines erfahrenen Therapeuten erfolgen, der die Vorgehensweise der Entgiftung nach Klinghardt sehr genau kennt.

Er sollte die Dosis der eingesetzten Nahrungsmittel (zumindest Chlorella, Bärlauch- und Koriandertinktur) festlegen und immer Ansprechpartner sein, wenn sich die Symptome verschlimmern. Er ist auch derjenige, der den Therapieerfolg anhand von Labortests feststellt und Entwarnung gibt, wenn der Körper ausreichend entgiftet ist.

Fazit

Dass Amalgam, Schimmelpilze und alle Arten von Umweltgiften negative Auswirkungen auf unseren Körper haben könnten, ist vielen Menschen bewusst.

Die Langzeitfolgen sind jedoch bisher viel zu wenig erforscht. Umso positiver ist es, dass ausgewiesene Experten wie Dr. Klinghardt Methoden entwickeln, wie Schwermetalle und andere giftige Stoffe ohne jegliche Zuhilfenahme von Chemie oder Medikamenten aus dem Körper geleitet werden können.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 18.07.2013 aktualisiert