Fersenschmerzen - Erst die Ursachen finden, dann die Therapie

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Für plötzlich auftretende oder andauernde Schmerzen im Bereich der Ferse gibt es viel verschiedene Ursachen. Der menschliche Fuß setzt sich aus 26 Knochen zusammen, von denen das Fersenbein (Calcaneus, Kalkaneus) der größte ist. Zusätzlich finden sich Gelenke, Bänder, Muskeln und Sehnen, die zusammen die Stabilität und Beweglichkeit des Fußes garantieren.

Biomechanische Veränderungen im Bereich des Fersenbeins entstehen meist durch eine Fehl- bzw. Überbelastung. Es bildet sich ein dornartiger Knochenauswuchs (Exostose) an disponierter Stelle, der zu Entzündungen und Schmerzen neigt. Hier können Übergewicht, stehende Tätigkeiten und Sport als Hauptauslöser genannt werden. Auch falsches Schuhwerk (z.B. zu enge oder zu hohe Schuhe), rheumatische Erkrankungen sowie Fehlstellungen (Senkfuß, Knick-Senk- oder Senk-Spreizfuß) können zur Bildung eines sog. Fersensporns führen.

Neben dem Fersensporn kommen weitere Erkrankungen und Störungen im Bereich des Fußes als Schmerzauslöser in Betracht, so z.B. die Fraktur (z.B. Fersenbeinbruch) oder eine Verletzung oder Fehlstellung im Gelenk (Luxation). Bei den allgemeinen Entzündungen können die Periostitis calcanei (Knochenhautentzündung des Fersenbeins), das Reiter-Syndrom (bakterieller Infekt mit ausgeprägter Symptomatik, u.a. Entzündungen an verschiedenen Körperstellen) und die Achillobursitis (Schleimbeutelentzündung im Bereich der Achillessehne) genannt werden. Die Achillodynie beschreibt einen Fersenschmerz, der wie bei der Achillobursitis vom Schleimbeutel ausgeht und sich vermehrt nach dauerhafter Belastung der unteren Extremität zeigt.

Der Fersenschmerz gilt auch als Frühsymptom des Morbus Bechterew, bei dem es langfristig zu einer Versteifung und Verkrümmung der Wirbelsäle kommt.

Durch Verschmelzung angrenzender Knochen mit dem Fersenbein treten ebenfalls vermehrt Schmerzen in diesem Bereich auf. Hierzu zählen u.a. die Coalitio calcaneonaviculare (Fusion mit dem Kahnbein) sowie die Coalitio talonaviculare (Fusion mit Sprung- und Kahnbein).

Während der normalen Ausbildung der Knochen kommt es zu einer Verschmelzung des ursprünglich paarig angelegten Fersenbeins (besitzt zwei Ossifikationskerne, Ossifikation = Verknöcherung). Durch bestimmte Erkrankungen oder genetische Veränderungen (z.B. beim Down-Syndrom) bleibt diese Fusion aus, der zweigeteilte Knochen (Calcaneus bifidus) ist anfälliger für Reize und Entzündungen und neigt zu Schmerzen.

Schmerzen im Bereich des Fersenbeins weisen unterschiedliche Qualitäten auf (u.a. spitz, dumpf, drückend, klopfend, lokal begrenzt oder ausstrahlend). Der Schmerz zeigt sich vermehrt bei Belastung, beim Laufen oder Stehen auf hartem Untergrund und ist gemindert im Liegen.

Die schulmedizinische Therapie zielt auf eine Linderung der Schmerzen ab. Daher steht die genaue Diagnose im Vordergrund. Meist reichen weiche Einlagen, Gelkissen, Massagen, physikalische Therapien und Entlastungsstrategien aus. Bei fehlgeschlagener Therapie kommen medikamentöse Schmerztherapien oder operative Verfahren (z.B. Entfernung der Exostose, Lösen einer knöchernen Verbindung) zum Einsatz.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie doch einfach meinen kostenlosen Praxis-Newsletter an:

Was tun?

Ich bin dabei, dafür ein spezielles Programm gegen Fersenschmerzen auszuarbeiten, mit dem man sich selbst helfen kann. Wenn Sie dazu auf dem laufenden gehalten werden wollen, dann fordern Sie doch meinen kostenlosen Gesundheits-Newsletter an.

Der kostenlose Gesundheits-Newsletter von Heilpraktiker René Gräber

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 07.07.2011 aktualisiert.