Herzbeschwerden (Herzneurose)
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Das Herz als treibende Kraft sorgt durch seine rhythmischen Kontraktionen für einen gleichbleibenden Strom in
allen Gefäßen. Hierdurch wird der gesamte Organismus mit Blut, den darin enthaltenen Nährstoffen und dem
lebensnotwendigen Sauerstoff versorgt.
Unregelmäßigkeiten in der Schlagfrequenz oder andere Befindlichkeitsstörungen in der Herzregion gelten als
Alarmsignal und verursachen daher bei den Betroffenen beängstigende bzw. lebensbedrohliche Gefühle, die meist mit
einem Herzinfarkt in Verbindung gebracht werden.
Bevor wir uns den Beschwerden zuwenden, schauen wir doch einmal auf das Herz selbst.
Das Herz
Das Herz schlägt in Ruhe ca. 70 Mal pro Minute, abhängig vor allem vom Alter, der Konstitution und von
körperlichen Anstrengungen. Neugeborene und Kleinkinder weisen eine nahezu doppelt so hohe Schlagfrequenz auf. Im
hohen Alter sinkt dieser Takt erheblich und kann dabei auch (physiologische = normale) Werte unterhalb von 70
aufweisen.
Symptome
Herzbeschwerden können sich auf unterschiedlichste Art und Weise bemerkbar machen. Sie zählen zu den häufigsten
Beschwerden des Körpers (zeigen sich bei bis zu 25 Prozent der Bevölkerung), wobei nicht immer eine organische
Ursache diagnostiziert werden kann (= funktionelle Herzbeschwerden, bei mehr als der Hälfte der Betroffenen).
Während das gesunde Herz einen gleichbleibenden Rhythmus aufweist, können sich Unregelmäßigkeiten in Form von
Schmerzen oder einem Engegefühl in der Brust, einem Herzrasen, einem starken Klopfen, Aussetzern oder Herzstolpern
sowie dem Gefühl von Atemnot bzw. Kurzatmigkeit äußern.
Unter dem Begriff Angina pectoris wird ein Beschwerdekomplex
zusammengefasst, der die meisten dieser Symptome beinhaltet und von den Betroffenen zu Beginn vielfach nicht mit
dem Herzen in Verbindung gebracht wird. Der auftretende Schmerz zeigt sich vornehmlich im linken Arm, der Schulter,
dem Hals oder sogar dem Bauch, tritt plötzlich unter Belastung auf und geht rasch bei körperlicher Ruhe wieder.
Begleitend zu den allgemeinen Herzproblemen können Kreislaufprobleme mit Schwindelattacken, Bewusstseinsstörungen, Übelkeit, vermehrtes Schwitzen, eine Pulserhöhung, kurze Ohnmachtsanfälle oder auch ein plötzlicher
Herzstillstand auftreten.
Die sich äußernden Beschwerden sollten immer ärztlich abgeklärt werden. In über 50 Prozent
lassen sich zwar keine organisch bedingten Ursachen feststellen, doch kann durch die intensive Diagnostik vielfach
die Angst vor einem drohenden Herzinfarkt genommen werden. Zu den die Herzfrequenz beeinflussenden, harmlosen
Faktoren zählen z.B. kurzfristiger physischer oder psychischer Stress (z.B.
Aufregung, Ärger, Wut, Trauer, schwere körperliche Arbeit), der Genuss von Kaffee oder koffeinhaltigen Getränken
sowie auch verschiedene Speisen (z.B. besonders heiß oder scharf). Daneben kommt es vermehrt in den Wechseljahren zu Herzbeschwerden, die sich jedoch meist auf sanfte Weise behandeln
lassen.
Negativen Einfluss auf die Herzfrequenz haben vor allem Bluthochdruck (ein
deutlich schwankender oder andauernd erhöhter Druck), Gefäßerkrankungen (z.B. Ablagerungen, die das Lumen der Gefäße verkleinern), starkes
Übergewicht, ein erhöhter Cholesterinspiegel, der Genuss von Nikotin sowie Diabetes mellitus.
In Abhängigkeit von den verschiedenen Faktoren lässt sich so vor allem die Koronare Herzkrankheit (KHK, häufigste
Todesursache in Industrienationen) als auslösender Faktor diagnostizieren. Daneben kommen unter anderem auch
Herzklappenfehler, Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) und Herzbeutelenzündungen (Perikarditis) in Betracht. Sie
alle sorgen für eine verminderte Leistungsfähigkeit (Insuffizienz) des Herzens mit den daraus resultierenden
Symptomen.
Der aufgesuchte schulmedizinische Arzt wird die gängigen Methoden zur Diagnostik nutzen. Dies sind nach der
Anamnese, körperlichen Inspektion und Laborauswertung vor allem das EKG (auch als Langzeituntersuchung), die
Blutdruckkontrolle, Belastungstests mit gleichzeitiger Lungenfunktionsprüfung, eine Röntgenaufnahme vom Thorax, die
Sonographie der Organe sowie die Herzkatheteruntersuchung (zur Ermittlung von Engstellen und Unterbrechungen der
Blutversorgung).
Um Beschwerden am Herzen gering zu halten bzw. sie zu vermeiden reichen vielfach einfache Maßnahmen aus. Hierzu
zählen der Verzicht auf Nikotin und Alkohol, die Reduzierung von Übergewicht, die Meidung von Stresssituationen und
eine ausgewogene, fettarme Ernährung. Auch regelmäßige Spaziergänge, eine leichte körperliche Ertüchtigung und das
Einhalten regelmäßiger Ruhephasen können dazu beitragen, das Herz in einem gleichmäßigen Takt zu halten.
Liegen ernsthafte gesundheitliche Probleme vor, ist das Herz bereits vorgeschädigt oder droht ein Herzinfarkt,
sind nach Meinung der Schulmedizin zum Teil aufwändige Behandlungen notwendig, die von der Medikamenteneinnahme
über die Einlage von Stents oder der Anlage von Bypässen bis hin zum Ersatz des Organs reichen.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Herzbeschwerden in Frage kommen.
AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel |
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie
basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
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| Aromatherapie |
Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet
werden. Bei Herzschwäche: Anis, Borneol, Knoblauch, Rosmarin.
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| Bachblüten |
Oft liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde. Bachblüten lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen
und bringen sie einer Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung
zusammen stellen.
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| Entspannungsverfahren |
Autogenes Training
oder eine andere Ent-Spannungs-Methode sind dringend nötig. Ausgleichend wirken auch
verschiedene Therapienverfahren wie die 5 Tibeter, Atemtherapie, Fußreflexzonenmassage, Kneipptherapie, Tai Chi oder Yoga.
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| Ernährung |
Verzichten Sie auf Schweinefleisch, Weißmehlprodukte, Süßigkeiten und Zucker.
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Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen) |
Folgende Urtinkturen können unterstützend wirken:40 ml Herzgespannkraut, je 20 ml Weissdorn und Königin der Nacht, je
10 ml Melisse und
Hopfen.
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hildegard von bingen
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Hildegard von Bingen schlägt eine Kur mit Wasserlinsen-Elixier vor. Diese Kur
dauert über 6 Flaschen, nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen je ein Likörglas (20ml)
einnehmen.
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| Heilpflanzen |
Für folgende Pflanzen liegen positive Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor:
(nervöse Herzbeschwerden) Adoniskraut, Campher, Herzgespannkraut, Maiglöckchenkraut,
Meerzwiebel
Gute Erfahrungen liegen auch mit folgenden Heilpflanzen vor: Königin der Nacht Blüten,
Weißdornblätter und Blätter.
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| Lebensstil-Programm nach Dean
Ornish |
Der Mediziner und gebürtige Texaner Dean Ornish begreift die hergebrachte Schulmedizin
als letztes Mittel der Wahl, wenn es darum geht, dem Herzinfarktrisiko wirksam den Kampf
anzusagen.
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| Orthomolekular-Medizin |
Kalium, Magnesium |
| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt ist für die Gesundheit entscheidend. Wenn das
Gleichgewicht gestört ist kann es zu einer Übersäuerung (Azidose) kommen, sowohl bei chronischen Krankheiten, als auch
bei akuten Erkrankungen.
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind
gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen. Vor
allem Zahnfleischentzündungen sollten beseitigt
werden.
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| Sonstiges |
Schlaflosigkeit: Zu
wenig Schlaf und / oder eine nicht ausreichende Schlafqualität können sich negativ auf Ihre
Herzgesundheit auswirken - vor allem bezüglich einer Arteriosklerose und Bluthochdruck.
Verschiedene Studien zeigen immer wieder einen deutlichen Zusammenhang. Zu
wenig Schlaf kann letztlich - so weitere amerikanische Studien - auch zu Herzinfarkt, Depressionen, Übergewicht, Gedächtnisverlust und Diabetes führen.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 30.9.2011 aktualisiert.

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