Unangenehme Druckstelle: Hühneraugen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Ein Hühnerauge (Clavus) ist eine Verdickung der obersten Hautschicht (Hornschicht), die einige Zentimeter Größe erreichen kann und in der Mitte der Veränderung einen bis in die tieferen Hautschichten reichenden Zapfen hat.

Diese Hornhautschwiele ist meist schmerzhaft und kann das beschwerdefreie Gehen unmöglich machen.

Hühneraugen entstehen bei chronischer Druckbelastung (z.B. durch zu enges Schuhwerk) auf Haut, unter der sich direkt Knochen befindet.

Grundsätzlich finden sich Hühneraugen fast ausschließlich am Fuß, besonders häufig sind Hühneraugen auf der Vorderfläche des kleinen Zehs.

Auch bei Fußveränderungen (z.B. Senkfuß, Spreizfuß) finden sich Hühneraugen, die auch an der Fußsohle lokalisiert sein können.

Neben den Schmerzen kann es bei Begleiterkrankungen (z.B. Diabetes mellitus mit resultierender Nervenschädigung) zu schlecht abheilenden Geschwüren kommen (Malum perforans pedis).

Besteht eine schmerzhafte Veränderung der Hornschicht am Fuß, die einem Hühnerauge ähnelt, kann es sich auch um eine durch Viren verursachte Warze (z.B. Dornwarze) handeln.

Dornwarzen kommen ebenso am häufigsten an Druckstellen vor und wachsen ähnlich schmerzhaft bis in tiefere Hautschichten vor.

Behandlungsmethoden von Hühneraugen

Als allererstes sollten Sie kontrollieren, ob Ihre Schuhe zu eng sind. Denn, wie oben beschrieben, ist dies die häufigste Ursache für die Entstehung von Hühneraugen. Am besten zeichnen Sie den Umriss Ihres nackten Fußes auf ein Stück Papier, schneiden dies aus und legen es in den Schuh. So können Sie leicht feststellen, ob das Schuhwerk passt oder nicht. Mit dieser Kontrolle können Sie Hühneraugen vorbeugen. Sind die schmerzhaften Schwielen allerdings erst einmal da, so genügt es meist nicht, andere Schuhe zu benutzen, um sie wieder loszuwerden.

Sind Fußfehlstellungen der Grund für die Hühneraugen, so bilden individuell angepasste Einlagen die beste Möglichkeit, um die Bildung von Hühneraugen zu verhindern. Manchmal sind auch orthopädische Schuhe nötig. Chirurgische Eingriffe, um die Fehlstellung zu beheben, können in schwerwiegenden Fällen sinnvoll sein.

Sehr bekannt sind Hühneraugen-Pflaster, die auf die betroffene Stelle aufgeklebt werden. Die Pflaster enthalten Salicylsäure oder ähnliche Substanzen, die die Hornhaut aufweichen und ablösen soll. Doch diese Säure, die als Hormon Pflanzen vor Krankheitserregern schützt, wirkt sich auch gewebeschädigend und reizend auf die umliegende Haut aus.

Da die Pflaster oft verrutschen und sich kaum exakt über dem Hühnerauge platzieren lassen, warnen Fachleute vor den Pflastern. Schließlich kann es durch die Verätzung der gesunden Haut zu zahlreichen Infektionen kommen.

Auch wer seinen Hühneraugen mit Feile oder Schere auf den Leib rückt, kann sich Infektionen einhandeln. Daher sollten Sie immer auch die behandelten Bereiche gründlich desinfizieren und die Haut möglichst nicht verletzen! Außerdem lässt sich der Zapfen im Innern der Hühneraugen mit diesem Verfahren nicht beseitigen. Und dabei ist ja genau dieser Bereich es, der vornehmlich für die Schmerzen verantwortlich ist.

Die medizinische Fußpflege gilt als die beste Möglichkeit, um Hühneraugen gezielt und problemlos zu beseitigen – und anschließend wieder beschwerdefrei laufen zu können. Hierbei wird die verdickte Hornhaut mit speziellen Werkzeugen (Fräse, Hohlmeißel und Skalpell) bearbeitet. Auch der Zapfen im Innern der Hautschichten lässt sich so herauslösen. Die Behandlung, die unter sterilen Bedingungen stattfindet, ist nicht schmerzhaft.

Bewährt hat es sich außerdem, die Hühneraugen mit kleinen Silikon- oder Schaumstoffpolstern zu entlasten. Die Hühneraugen bleiben zwar bestehen, aber das Gehen fällt deutlich leichter.

Druckschutzringe, die manchmal gegen Hühneraugen angeboten werden, sind, laut Experten, nur bedingt geeignet. Denn es kann passieren, dass der Druck falsch verteilt wird, was die Bildung von Hühneraugen sogar begünstigt.

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Hausmittel gegen Hühneraugen

Natürlich gibt es auch zahlreiche alte Hausmittel gegen Hühneraugen.
So gelten vor allem Zwiebeln als äußerst hilfreich. Bewährt hat es sich, eine Zwiebelscheibe (oder viele winzige Zwiebelstückchen) mit Salz zu bestreuen und diese mithilfe eines Heftpflasters auf dem Hühnerauge zu platzieren. Dies sollte man mehrere Tage mit frischen Zwiebeln wiederholen. Anschließend lässt sich das Hühnerauge leicht entfernen. Um die Wirkung zu verbessern, kann die Zwiebel zuvor in Essig oder Zitronensaft eingelegt werden.

Auch Rosinen scheinen bei Hühneraugen zu helfen. Eine halbe Rosine muss dazu mit einem Heftpflaster auf dem Hühnerauge befestigt werden. Nach mehreren Tagen (die halbe Rosine täglich wechseln!) färbt sich das Hühnerauge weiß und kann leicht entfernt werden.

Mischt man einen Teelöffel Zitronensaft mit einer zerdrückten Knoblauchzehe und einem Teelöffel Kamillentee, so kann man das Hühnerauge „austrocknen“. Dazu die Mischung mehrmals auf die Hornhaut auftragen.

Um Hühneraugen vorzubeugen, ist ein wöchentliches Fußbad mit Salz aus dem Toten Meer sehr gut geeignet. So bleibt das Gewebe elastisch. Nach dem Fußbad sollte die Hornhaut mit einer Feile abgerubbelt und anschließend mit einer Salbe (mindestens zehn Prozent Harnstoff und Aloe Vera) eingerieben werden. Achten Sie darauf, die Hornhaut mit der Feile nicht zu verletzen.

siehe auch: Ekzeme - Hautprobleme - Hautpilze - Juckreiz - Leberflecke - Nagelbettentzündung - wildes Fleisch - Wundheilung

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 28.08.2012 aktualisiert.