Multiple Sklerose - Therapie und Heilung

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Lassen Sie es mich gleich vorweg sagen: Ich halte die Multiple Sklerose für heilbar. Naja, nicht ganz heilbar. Aber dennoch so, dass die Patienten beschwerdefrei Leben können und keine Symptome mehr zeigen. Im Prinzip ist es ganz einfach, aber nicht leicht. Denn es gibt einiges zu tun.

Doch bevor ich auf Details eingehe, beginnen wir mit ein paar allgemeinen "Fakten".

Multiple Sklerose - Was ist das?

Die Mutiple Sklerose (=MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (=Gehirn und Rückenmark), die mit der Zerstörung der Schutzschicht der Nervenzellfortsätze (=Myelinscheide) einhergeht, was eine Schädigung der Nervenzellfortsätze nach sich ziehen kann. Sie ist eine der häufigsten Nervenerkrankungen, die im jungen Erwachsenenalter beginnt (ca. 15.-40. Lebensjahr).

Die entzündlichen Entmarkungsherde können im gesamten zentralen Nervensystem vorkommen und lösen je nach Lokalisation die unterschiedlichsten Symptome aus. Häufig sind erste Zeichen vorübergehende Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen, Taubheitsgefühle, Muskelschmerzen oder Gangstörungen. Anfänglich bilden sich die Symptome nach Ablauf eines Schubes vollständig zurück, später können neurologische Störungen bleiben, die sich dann unter anderem in Lähmungen, Sprachstörungen, Inkontinenz und Potenzstörungen äußern können.

Ursachen der MS

Die genaue Ursache für die Entstehung der MS ist in der Schulmedizin noch nicht hinreichend geklärt. Vermutet wird eine autoimmune Schädigung der Myelinscheiden (das heißt, das körpereigene Immunsystem greift die Myelinscheiden an) durch genetische und/oder Umweltfaktoren, wie in folgender Abbildung veranschaulicht (Bild: fotolia - designua)

Autoimmunschädigung der Nerven bei Multipler Sklerose 

Auch Viruserkrankungen (u.a. das Epstein Barr Virus, Herpesviren oder die Mumpsviren) werden für MS verantwortlich gemacht.

So kontrollierten Forscher die Blutproben von 25 MS-Patienten, die diese in den Jahren vor Ausbruch der Krankheit gespendet hatten. Im Vergleich zu gesunden Personen zeigte sich eine deutlich erhöhte Immunantwort gegen das Epstein Barr Virus. Bereits drei Jahre, bevor die ersten MS-Symptome auftraten, ließ sich diese verstärkte Immunantwort nachweisen.

Risikofaktor Vitamin D-Mangel

Anhand der gleichen Blutproben ließ sich außerdem feststellen, dass etwa zwei Jahre vor Ausbruch der Multiple Sklerose die Vitamin-D-Werte bei etwa 50 nmol pro Liter Blut – im Gegensatz zu über 80 nmol bei den gesunden Kontrollpersonen – lagen. Bisher ist nicht klar, was diese niedrigen Vitamin-D-Werte mit Multiple Sklerose zu tun haben. Es gibt aber Hinweise darauf, dass ein Vitamin-D-Mangel ein Risikofaktor für MS ist.

Einige Ärzte sind sich sicher, dass hochdosiertes Vitamin D 3 den fortschreitenden Verlauf der MS verlangsamen kann. Eine Studie der University of California in San Francisco konnte einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Spiegel und den zerebralen Schäden nachweisen. Bei 469 der untersuchten Patienten zeigte sich eine Abnahme der neuronalen Degeneration mit zunehmender Vitamin-D-Konzentration im Blutserum. Jede Erhöhung um 10 Nanogramm 25-Hydroxyvitamin D reduzierte die Entmarkung des Gehirns bei MS um 15 %.

Das Coimbra-Protokoll

Der brasilianische Neurologe Dr. Coimbra hat auf der Grundlage solcher Erkenntnisse eine Therapie zur Behandlung der Multiplen Sklerose entwickelt. Eckpfeiler der Medikation ist eine hohe Dosis Vitamin D 3. Individuell auf jeden Patienten abgestimmt beträgt die verabreichte Menge 40.000 IE bis 200.000 IE Vitamin D 3 täglich. Das entspricht 1 bis 5 Milligramm des Vitalstoffes. Neben dem Calciferol sind in Coimbras Präparaten weitere Vitamine und Spurenelemente enthalten (siehe unten). Bekannt geworden ist diese Behandlungsform als Coimbra-Protokoll (http://www.vitamindprotocol.com/dr.-coimbra-s-ms-protocol.html). Von einer Selbst-Medikation muss jedoch abgeraten werden, weil während der Therapie einige Stoffwechsel-Parameter überwacht werden müssen. Vor allem der Spiegel des Parathormons aus der Nebenschilddrüse bestimmt der Arzt, um die Resorption von Vitamin D 3 zu quantifizieren.

Calciferol hemmt die Ausschüttung des Botenstoffes, der auch eine Funktion im Calcium-Stoffwechsel hat. Calcium bremst die Sezernierung des Parathormons ebenfalls, hingegen steigert Vitamin D die Aufnahme des Minerals. Daher muss auch die Calcium-Konzentration im Blut kontrolliert werden, um Nierenschäden zu vermeiden. Gegebenenfalls muss die Vitamin-Dosis angepasst werden. Grundsätzlich sollen die Patienten bis zu 2 Liter Wasser täglich trinken, um überschüssiges Calcium auszuspülen. Die individuellen Variationen der Bioverfügbarkeit von Vitamin D sind offensichtlich genetisch bedingt.

Plausibel erscheint die Therapie deswegen, weil umgekehrt eine Hypovitaminose des Calciferols ein Risiko-Faktor für MS darstellt Ein weiterer Marker für eine erhöhte MS-Gefahr ist die Immunantwort gegen das Epstein-Barr-Virus, noch nicht an einer größeren Kontrollgruppe verifiziert (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22888143).

Doch wurden diese Daten, ebenso wie die zur Immunantwort gegen das Epstein-Barr-Virus, noch nicht an einer größeren Kontrollgruppe verifiziert (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22888143).

Wenn sich die Hypothese aber auch bei größeren Fallzahlen bestätigt, können die Blutwerte möglicherweise zur Früherkennung von Multiple Sklerose herangezogen werden.

Da das mit dem Vitamin D anscheinend immer interessanter wird, wird durch immer mehr Berichte bestätigt. Illeana Howard von der Universität Washington fordert zum Beispiel regelmäßige Vitamin D Gaben für Parkinson Patienten, denn ein Vitamin D-Mangel (wie er häufig aufgrund von zu wenig Aufenthalten in der Sonne beziehungsweise im Freien auftritt), könnte der Auslöser von verschiedenen neuromuskulären Krankheiten wie beispielsweise Parkinson, Myasthenia gravis oder eben auch Multiple Sklerose sein. Ihrer Meinung nach gehen viele neuromuskuläre Erkrankungen und neurologische Störungen mit einem Vitamin D-Mangel einher. Zwar gestalteten sich die Zusammenhänge sehr komplex, doch drängt sie darauf, dass Ärzte bei Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern stärker den Vitamin D-Wert in den Fokus rücken und ihnen gegebenenfalls entsprechende Ergänzungsmittel verordnen sollten (Quelle: Sciencedaily)

Das Ganze zeigt mal wieder: Gerade ältere Patienten und Patienten mit chronischen Erkrankungen sind viel zu selten Draußen! Und auch zu wenig in der Sonne. Das ist natürlich ein Dilemma, auf das ich in meinem kurzen Buch zur Vitamin-D-Therapie ausführlicher eingehe, siehe: http://renegraeber.de/vitamin-d-therapie.html

Zu viel Salz?

In einer internationalen Studie (Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23467095) stellte sich kürzlich ein weiterer möglicher Risikofaktor für Multiple Sklerose heraus: In einer Versuchsreihe mit Mäusen führte eine Erhöhung von Kochsalz zu verstärktem Vorkommen verschiedener Autoimmunkrankheiten, unter anderem von MS.

Eine zu salzhaltige Ernährung könnte demnach die Krankheit fördern. Eine gesicherte Aussage darüber, ob die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, kann im Moment aber noch nicht getroffen werden.

Verlauf und Formen der MS

Die MS verläuft bei jedem Patienten in unterschiedlicher Form. Typisch ist das Auftreten in Schüben, d.h. dass immer wieder neue oder bereits bekannte neurologische Symptome auftreten, die mindestens 24 Stunden anhalten und dann nach einigen Tagen bis wenigen Wochen wieder zurückgehen.

Bisher war und ist man immer noch der Meinung, dass es sich bei MS um eine Krankheit handelt, die nun mal unterschiedliche Verlaufsformen hat - wie ich das ja auch eben beschrieben habe.

Professor Dr. Wolfgang Brück, Neuropathologe an der Berliner Charité und der Universität Göttingen, sieht das aber mittlerweile anders: Seiner Auffassung nach handelt es sich bei der MS um verschiedene Krankheiten mit jeweils einer spezifischen Ursache, die fälschlicherweise unter einem Namen gehandelt werden.

Gemeinsam mit Kollegen der Universität Wien und der renommierten Majo-Klinik in den USA hatte Prof. Dr. Brück Gewebeproben von über 400 Kindern und Erwachsenen untersucht. Dabei zeigte sich, dass die durch MS verursachten Gewebeschäden verschiedener Patienten unter dem Mikroskop ganz unterschiedlich aussahen. Prof. Brück ist der Meinung, dass dies auf unterschiedliche Krankheiten hindeutet.

Die bisher gültige Lehrmeinung der Schulmedizin basiert immer noch auf der Theorie, dass das Immunsystem möglicherweise gegen bestimmte Viren Antikörper bildet, die dann wiederum die Myelinscheiden der Nerven angreifen, weil sich die Proteine der Viren und die Struktur der Myelinscheide sehr ähnlich seien. Die Antikörper wären also Opfer einer Täuschung, wenn sie Bestandteile der Myelinscheide angreifen und zerstören.

"Diese These erklärt aber nicht unsere Beobachtung, dass bei manchen Patienten statt des Myelins das Axon zerstört wird", sagt Brück. Hier vermuten die Forscher jetzt an Stelle eines Antikörper-Angriffes einen degenerativen Prozess, eine Art Selbstzerstörung des Axons. Das steht im Gegensatz zur bisherigen Annahme, dass das Axon in Folge der fortschreitenden Krankheit zerstört wird. Daneben erkannten die Forscher, dass in anderen Fällen die Myelinscheiden löchrig werden, weil der Stoffwechsel der Oligodendrozyten gestört ist, die die Isolierung bilden. "Als Ursache könnte hier ein Gendefekt zu Grunde liegen", vermutet Brück.

Die Vorstellung, dass die MS verschiedene Ursachen hat, sehen die Forscher dadurch bestätigt, dass nur ein Drittel der Patienten auf die gängige Behandlung mit Interferon anspricht. Interferon moduliert die Immunreaktion und wirkt damit antientzündlich. Sind aber Stoffwechselstörungen in der Myelinscheide die Ursache, muss diese Therapie erfolglos bleiben. vgl. hierzu: http://pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=medizin2_39_2002

Fest steht anscheinend, dass bestimmte Immunzellen, die so genannten T-Zellen, bei MS-Patienten die Blut-Hirn-Schranke überwinden können. Normalerweise verhindert diese natürliche Barriere das Eindringen verschiedener Zellen und Giftstoffe ins Gehirn.

Die Sache mit den T-Zellen

Doch bei einer Entwicklung von Multiple Sklerose werden die T-Zellen möglicherweise in der Lunge auf die Einwanderung programmiert. Sind diese abgewandelten T-Zellen erst einmal in die Lunge eingedrungen, so können sie hier außerdem als „schlafende“ immunologische Gedächtniszellen verweilen. Eine Infektion der Atemorgane oder sonstige Irritationen (beispielsweise Rauchen) können später einen weiteren Schub auslösen, indem die Zellen aktiviert werden, ebenfalls ins Gehirn einzuwandern. Möglicherweise können die T-Zellen aber auch in anderen Organen in die potentiell gefährliche Form umprogrammiert werden.

Doch was geschieht bei der Umwandlung der vorher völlig intakten T-Zellen? Laut einer Göttinger Studie, die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde, richten sich die Immunzellen in einem langandauernden Lernprozess völlig neu aus. Sie vermehren sich nicht mehr und reduzieren die Produktion von entzündungsfördernden Substanzen, die sie für die Abwehr von Krankheitserregern normalerweise benötigen. Stattdessen bilden sie auf ihrer Oberfläche Rezeptoren aus, mit deren Hilfe sie sich bei ihrer Wanderung ins Gehirn orientieren und festhaften können. Ein bis dahin unbekannter Rezeptor Ninjurin-1 scheint für die Überwindung der Blut-Hirn-Schranke nötig zu sein. Gelangen die so veränderten T-Zellen von der Lunge über den Blutkreislauf ins Gehirn, so werden sie wieder reaktiviert und produzieren die hirnschädigenden Entzündungsstoffe. (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22914092).

Autoimmunerkrankung oder "natürliche" Entzündungsreaktion?

Vielleicht halten Sie diese Fakten einfach nur für "akademisch". Aber es spielt eine enorme Rolle für die Therapie.

Die MS gilt ja als Autoimmunerkrankung, woran nicht nur ich erhebliche Zweifel habe. Die Frage ist doch: Sind die Nerven angegriffen, weil der Körper diese plötzlich für "Fremdmaterial" hält? Oder sind die Immunzellen an den Nerven tätig, weil diese dort (was auch immer) "aufräumen" müssen?

Wenn ich mir die "wissenschaftlichen" Ergebnisse derzeit so ansehe, kann ich nur zur Überzeugung kommen, dass man anscheinend noch gar nichts wirklich verstanden hat.

Auch die Frage, wodurch ein Schub ausgelöst wird, ist bisher ebenfalls noch nicht hinreichend erklärt. Allerdings zeigt sich bei einer ersten Kontrollstudie, dass MS-Patientinnen, die sich aufgrund einer Kinderwunschbehandlung einer Hormontherapie unterzogen, ein siebenfach erhöhtes Risiko hatten, einen Schub zu erleiden.

Wie genau die Follikel-stimulierenden Hormone sich auf die Erkrankung auswirken, ist zwar noch nicht klar, doch zeigte sich bei Aufnahmen des Gehirns, dass bei den Probandinnen auch die Krankheitsaktivität um das Neunfache erhöht war. Mithilfe verschiedener Modelle bewiesen die Wissenschaftler, dass die Hormonbehandlung das Eindringen der veränderten T-Zellen zu begünstigen scheint. Ob dies mit einer verstärkten Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke oder mit anderen Faktoren zusammenhängt, muss in weiteren Untersuchungen geklärt werden. Auch lässt die Studie keine Rückschlüsse darüber zu, wie sich die kurzfristige Verschlechterung des Gesundheitszustandes langfristig auf die Erkrankung auswirkt (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23034952). Da aber bei immerhin 57 Prozent der untersuchten Frauen ein Schub innerhalb von drei Monaten nach der Hormonbehandlung auftrat, sollten MS-Patientinnen vor der Therapie die Chancen und die Risiken genau abwägen.

Das Geschäft mit der MS

Sie sehen schon: die MS bietet viel Stoff für Fachdiskussionen. Diese "medizinischen Diskussionen" führen meines Erachtens immer weniger dazu, den MS-Patienten zu einer wirklichen Heilung zu verhelfen, sondern eher dazu, um Medikamente zu entwickeln, mit denen man sich einen Milliardenmarkt erschließen kann. Das könnte man natürlich (wieder) als krude Theorie eines Naturheilkundlers abtun, aber zu welchen Schlüssen soll man denn kommen, wenn man z.B. die "Merkwürdigkeiten" rund um das Medikament Tecfidera ® betrachtet? (siehe: Multiple Sklerose – Das neue Milliardengeschäft)

Weitere Ursachen

Es bleibt also (erst einmal) nur festzustellen, dass wir eine Vielzahl von Theorien haben, warum eine MS auftritt: Viren und Sonnenmangel habe ich ja bereits erwähnt. Darüberhinaus werden weitere Faktoren diskutiert:

Es lässt sich einfach nicht "DIE Ursache" ausmachen. Nach meiner Meinung ist es viel wahrscheinlicher, dass wir es mit mehreren Faktoren zu tun haben, die sich gegenseitig bedingen.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie doch einfach meinen kostenlosen Praxis-Newsletter an:

Therapie: Naturheilkunde, Naturheilmittel und Alternativmedizin

Im Folgenden finden Sie einige naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Multiple Sklerose helfen können.

Da wir es also mit verschiedenen Ursachen zu tun haben, erscheint die Therapie auch fast beliebig zu sein. Und man wird im Internet auch unglaublich "fündig". Doch ACHTUNG: ich werde den Verdacht nicht los, dass wir es im Internet auch Vielfach mit "bezahlten" Beiträgen zu tun haben, auch in entsprechenden Foren! Vergessen wir nicht: Die Multiple Sklerose ist ein riesiger Markt. Ein Markt mit Dauerpatienten, die einem 20 - 40 Jahre "erhalten" bleiben.

Und man erkennt das auch gut im Internet. Wenn sich Firmen die Mühe machen zu diesem Thema eigene Webseiten zu erstellen (die man gar nicht auf den ersten Blick als "Pharma-Webseite erkennt), lässt das aufhorchen. Beispiele gefällig?

Aktiv-mit-MS.de - Teva Pharma GmbH (ja, das sind die, die Copaxane herstellen)

MSundICH.de - Motto: Richtig gut informiert bei MS. Mit freundlichen Grüßen von... (TUSCH, TARA...) - Novartis Pharma GmbH.

MS-Gateway.de - ein "Service" von Bayer Vital GmbH. Weiter unten erfahren wir: Die Bayer Vital GmbH ist eine deutsche Vertriebstochter der Bayer HealthCare AG.

Leben-mit-MS.de - Merck Serono GmbH, wär hätte es gedacht?

MS-Begleiter.de - Genzyme GmbH (Biotech) und Atlantis Healthcare, der Auskunft der Webseite nach "ein weltweiter führender Anbieter von Patientenunterstützungsprogrammen, die dafür sorgen, dass der Patient durch Therapietreue ein besseres Behandlungsergebnis erzielt."

Ja, da sollen wir also "begeleitet" werden, für bessere "Therapietreue". Übrigens: Alle eben genannten Webseiten wurden von mir das letzte Mal am 29.4.2015 geprüft.

Anmerkung: An dieser Stelle werden manche Leser vielleicht einwenden, dass ich ja auch in der Therapie sei und an Kranken "verdiene" oder hier auf meinen Webseiten auch das ein oder andere Buch verkaufen möchte. Das stimmt durchaus. Ich freue mich, wenn jemand ein Buch bestellt (Link: http://renegraeber.de/Buecher.html); das ist immer eine besondere Ehre. Ansonsten verweise ich gerne auch auf meine Beiträge: Über Mich und 5 Schritte zur Gesundheit.

Übrigens: Auch auf Youtube etc. muss man aufpassen, WER die Sendung produziert hat!

Kommen wir wieder zurück zur Therapie. Vorab vielleicht noch ein Wort zu den sogenannten "Medizinischen Leitlinien für die MS", weil ich das auch immer wieder einmal gefragt werde. Was ich von den Leitlinien grundsätzlich halte, habe ich im Beitrag: Medizinische Leitlinien - Gefährliche Leitplanken im Medizinverkehr zum Ausdruck gebracht.

Jetzt aber zu den Alternativen Methoden bzw. Alternative Therapie der MS

Ohne Ernährungsumstellung geht es meiner Meinung nach nicht wirklich. Meist ist auch eine Darmsanierung ratsam. Das Thema "Umweltgifte" muss ebenso geprüft werden (Wohnraum etc.), wie mögliche Vergiftungen durch Schwermetalle (Amalgam!) und andere Chemikalien (siehe auch: Entgiftung). Im Bereich der Vitalstoffe sollte ebenfalls gründlich "saniert" werden (Enzyme, Vitamine, Vitaminoide, Pflanzenstoffe). Eine Bewegungstherapie (moderater Sport) ist ergänzend hilfreich, sowie auch ergänzend eine Psychotherapie.

Zur Linderung von bestimmten Symptomen rate ich zu Akupunktur, Osteopathie und anderen "Faszialtechniken", sowie auch zur Homöopathie.

Mit diesem "Gesamtpaket" sind nach meiner Erfahrung beste Ergebnisse zu erzielen. Ich will hier nicht von "Heilung" sprechen, aber auf jeden Fall von einem (weitgehend) "normalen" Leben. Natürlich kommt es auch darauf an, in welchem Stadium sich die MS befindet. Deswegen halte ich es für bedeutsam, sich so früh wie möglich mit dem Thema Naturheilkunde / Naturheilmittel usw. zu beschäftigen.

Im Folgenden noch eine Übersicht zu verschiedenen Verfahren: 

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel

Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.

Ernährung

Mehrfach habe ich von Zusammenhängen zwischen Milch und MS gelesen. Ich bin sowieso kein Freund der pasteurisierten und homogenisierten Milch. Gerade während einer Vitamin-D-3-Supplementierung nach Dr. Coimbra sollen Milch und alle Milch-Produkte komplett gemieden werden. Calcium-Supplementierungen müssen strikt unterbleiben und alle Lebensmittel mit hohem Calcium-Gehalt (z. B. Bananen) dürfen nicht verzehrt werden. Fleisch ist aufgrund des hohen Gehaltes an heterocyclischen Aminen zu reduzieren.

Generell empfehle ich den Patienten langfristig auf Rohkost umzusteigen, bzw. es einmal zu versuchen. Wer dies nicht möchte, dem empfehle ich wenigstens die Ernährungsempfehlungen wie bei Entzündugen zu befolgen.

Günstig wirken sich hier Omega-3-Fettsäuren aus, die beispielsweise in Krill-Öl reichlich enthalten sind.

Die Arachidonsäure, die fast ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln vorhanden ist (vor allem in Schweinefleisch!), wirken entzündungsfördernd, weshalb die Betroffenen unbedingt darauf verzichten sollten.

Auch an Glutenunverträglichkeiten sollte gedacht werden. Ein im New England Journal der Medizin erschienener Beitrag zählt 55 Erkrankungen auf, bei denen Gluten eine Rolle spielt. Dazu gehört auch die MS. Mehr zum "Glutenproblem" finden Sie in meinem Beitrag zur Zöliakie und zur Glutenintoleranz.

Wie bereits beschrieben, steht auch ein Übermaß an Salz im Verdacht, MS zu fördern. Besonders in Fast Food und Fertiggerichten ist häufig viel zu viel Salz enthalten. Nicht nur aus diesem Grund empfehle ich dringend, auf diese industriell gefertigten Produkte zu verzichten.

Aus den oben genannten Gründen halte ich es deshalb für absolut angebracht, eine Heilfastenkur bei MS-Patienten anzudenken. Mehr dazu finden Sie in meinem Beitrag: Heilfasten bei Multipler Sklerose.

Und dann habe ich noch eine interessante Variante: Ketogene Ernährung und Multiple Sklerose


HILDEGARD VON BINGEN

Gerstenbad: Kochen Sie 1 kg Gerste 20 Minuten lang in 4 Liter Wasser. Den Extrakt geben Sie ins Badewasser. Baden Sie 2-3 mal wöchentlich 20 Minuten lang bei 38ºC.

Homöopathie

Eine erfolgreiche Behandlung der MS erfordert Geduld und oftmals verschiedene Mittel im Wechsel. Als Hauptmittel denken wir sicher an Gelsemium oder Natrium Muriaticum. Je nach Beschwerden und Stadium der Erkrankung auch an: Causticum Hahnmanni, Argentum metallicum, Cocculus, Kresol, Plumbum metallicum;

Als "Zwischenmittel" können auch die Nosoden: Tuberculinum, Medorrhinum oder Luesinum relevant werden.

Orthomolekular-Medizin

Eine Haarmineralanalyse deckt Mineralstoffmängel auf. Durch Dr. Hans Nieper wurde ich auf das Calcium EAP aufmerksam, dass ich immer in Betracht ziehe.

Ich kann MS Patienten nur dazu raten eine qualitativ wertvolle Versorgung mit Vitalstoffen sicherzustellen. Hierzu gehören natürlich vor allem auch die Vitamine und Mineralstoffe.

Darüberhinaus kommen auf jeden Fall folgende Mittel in Frage: OPC (400-600mg), Vitamin B Komplex, Vitamin C, Omega 3 Fettsäuren, Nachtkerzenöl, sowie verschiedene Enzympräparate.

Gemäß dem Coimbra-Protokoll  sollen  2 mg – 5 mg Vitamin D aufgenommen werden und zwar in Kombination mit Vitamin B 2, Vitamin B 12 und Cholin. Supplementiert werden soll laut Coimbra auch Magnesium als Magnesium-Glycinat und Magnesiumchlorid. Die Spurenelemente Bor und Chrom sind ebenfalls Teil des Coimbra-Protokolls. Während  dieser Therapie muss der Arzt einige Stoffwechsel-Parameter überwachen (Parathormon, Calcium, Kreatin, Harnstoff und weitere). Der Patient muss 2 bis 2,5 Liter Wasser am Tag trinken, um Nierenschäden zu vermeiden!

Viele weitere Vitalstoffe spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für MS-Patienten. Ich werde in Zukunft sicher mehr dazu schreiben und berichten. Fordern Sie daher unbedingt meinen kostenlosen Newsletter an...

Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" können bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.

Zahnstörfeld

Die Zahnstörfelder spielen meiner Erfahrung nach die wichtigste Rolle. Tote Zähne, Zahnzysten, Stiftzähne, Amalgam, Paladium usw. können Probleme bereiten. Ohne eine Totalsanierung der Zähne ist die MS meines Erachtens nicht zu heilen. Das ist natürlich nicht billig - klar. Auf die Zusammenhänge wies bereits Dr. Nieper hin.

Bewegungstherapie und Sport

Körperliche Bewegung hilft den Patienten im Alltag besser zurechtzukommen. Trotzdem treiben nur wenige Sport. Einer Umfrage von Kersten (Sportwissenschaftliches Institut der Uni Saarbrücken), zeigt: Bewegung wirkt sich günstig aus und erhöht die Mobilität der Patienten. Erschreckend war für mich auch: Zwei Drittel der Ärzte und Physiotherapeuten wussten nichts über die günstigen Effekte von Sport bei MS. Teilweise kursieren auch noch Fehlinformationen, dass Sport die Multiple Sklerose verschlimmere. Beim Sport ist aber darauf zu achten, dass Sie sich nicht überanstrengen.

Aus dem Bereich der Bewegungstherapien / Sport / Fitness halte ich u.a. eine gezielte Gymnastik, Medizinische Trainingstherapie und vor allem auch das Vibrationstraining für hilfreich.

Der kostenlose Gesundheits-Newsletter von Heilpraktiker René Gräber

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 12.6.2017 aktualisiert.