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Die Mutiple Sklerose (=MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des
zentralen Nervensystems (=Gehirn und Rückenmark), die mit der Zerstörung der Schutzschicht der
Nervenzellfortsätze (=Myelinscheide) einhergeht, was eine Schädigung der Nervenzellfortsätze nach
sich ziehen kann.
Sie ist eine der häufigsten Nervenerkrankungen, die im jungen Erwachsenenalter beginnt (ca. 15.-40.
Lebensjahr).
Die entzündlichen Entmarkungsherde können im gesamten zentralen Nervensystem
vorkommen und lösen je nach Lokalisation die unterschiedlichsten Symptome aus. Häufig sind erste
Zeichen vorübergehende Seh- und Sensibilitätsstörungen. Anfänglich bilden sich die Symptome nach
Ablauf eines Schubes vollständig zurück, später können neurologische Störungen bleiben.
Die genaue Ursache für die Entstehung der MS ist in der Schulmedizin noch nicht
hinreichend geklärt. Vermutet wird eine autoimmune Schädigung der Myelinscheiden (=das körpereigene
Immunsystem greift die Myelinscheiden an) durch genetische und/oder Umweltfaktoren.
Die MS verläuft bei jedem Patienten in unterschiedlicher Form. Typisch ist das
Auftreten in Schüben, d.h. dass immer wieder neue oder bereits bekannte neurologische Symptome
auftreten, die mindestens 24 Stunden anhalten und dann nach einigen Tagen bis wenigen Wochen wieder
zurückgehen.
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