Multiple Sklerose
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Die Mutiple Sklerose (=MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des
zentralen Nervensystems (=Gehirn und Rückenmark), die mit der Zerstörung der Schutzschicht der Nervenzellfortsätze
(=Myelinscheide) einhergeht, was eine Schädigung der Nervenzellfortsätze nach sich ziehen kann. Sie ist eine der
häufigsten Nervenerkrankungen, die im jungen Erwachsenenalter beginnt (ca. 15.-40. Lebensjahr).
Die entzündlichen Entmarkungsherde können im gesamten zentralen Nervensystem vorkommen und lösen
je nach Lokalisation die unterschiedlichsten Symptome aus. Häufig sind erste Zeichen vorübergehende Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen, Taubheitsgefühle, Muskelschmerzen
oder Gangstörungen. Anfänglich bilden sich die Symptome nach Ablauf eines Schubes vollständig zurück,
später können neurologische Störungen bleiben, die sich dann unter anderem in Lähmungen,
Sprachstörungen, Inkontinenz und Potenzstörungen äußern können.
Die genaue Ursache für die Entstehung der MS ist in der Schulmedizin noch nicht hinreichend
geklärt. Vermutet wird eine autoimmune Schädigung der Myelinscheiden (=das körpereigene Immunsystem greift die
Myelinscheiden an) durch genetische und/oder Umweltfaktoren. Auch Viruserkrankungen (u.a. das Epstein Barr Virus) sollen für MS verantwortlich sein. Damit zählt die MS für mich
eigentlich eindeutig zu den Autoimmunerkrankungen.
Die MS verläuft bei jedem Patienten in unterschiedlicher Form. Typisch ist das Auftreten in
Schüben, d.h. dass immer wieder neue oder bereits bekannte neurologische Symptome auftreten, die mindestens 24
Stunden anhalten und dann nach einigen Tagen bis wenigen Wochen wieder zurückgehen.
Bisher war und ist man immer noch der Meinung, dass die MS um eine Krankheit handelt, die nun mal
unterschiedliche Vrelaufsformen hat - wie ich das ja auch eben beschrieben habe.
Professor Dr. Wolfgang Brück, Neuropathologe an der Berliner Charité und der Universität
Göttingen, sieht das aber mittlerweile anders: Seiner Auffassung nach handelt es sich bei der MS um
verschiedene Krankheiten mit jeweils einer spezifischen Ursache, die fälschlicherweise unter
einem Namen gehandelt werden.
Gemeinsam mit Kollegen der Universität Wien und der renommierten Majo-Klinik in den USA hatte Prof. Dr.
Brück Gewebeproben von über 400 Kindern und Erwachsenen untersucht. Dabei zeigte sich, dass die durch MS
verursachten Gewebeschäden verschiedener Patienten unter dem Mikroskop ganz unterschiedlich aussahen. Prof. Brück
ist der Meinung, dass dies auf unterschiedliche Krankheiten hindeutet.
Die bisher gültige Lehrmeinung der Schulmedizin basiert immer noch auf der Theorie, dass das Immunsystem
möglicherweise gegen bestimmte Viren Antikörper bildet, die dann wiederum die Myelinscheiden der
Nerven angreifen, weil sich die Proteine der Viren und die Struktur der Myelinscheide sehr ähnlich
seien. Die Antikörper wären also Opfer einer Täuschung, wenn sie Bestandteile der Myelinscheide angreifen und
zerstören.
"Diese These erklärt aber nicht unsere Beobachtung, dass bei manchen Patienten statt des Myelins das Axon
zerstört wird", sagt Brück. Hier vermuten die Forscher jetzt an Stelle eines Antikörper-Angriffes einen
degenerativen Prozess, eine Art Selbstzerstörung des Axons. Das steht im Gegensatz zur bisherigen Annahme, dass das
Axon in Folge der fortschreitenden Krankheit zerstört wird. Daneben erkannten die Forscher, dass in anderen Fällen
die Myelinscheiden löchrig werden, weil der Stoffwechsel der Oligodendrozyten gestört ist, die die Isolierung
bilden. "Als Ursache könnte hier ein Gendefekt zu Grunde liegen", vermutet Brück.
Die Vorstellung, dass die MS verschiedene Ursachen hat, sehen die Forscher dadurch bestätigt, dass nur ein
Drittel der Patienten auf die gängige Behandlung mit Interferon anspricht. Interferon moduliert die Immunreaktion
und wirkt damit antientzündlich. Sind aber Stoffwechselstörungen in der
Myelinscheide die Ursache, muss diese Therapie erfolglos bleiben.
vgl. hierzu: http://pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=medizin2_39_2002

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
Multiple Sklerose helfen können.
|
AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
|
Diese
Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der
Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
|
|
Bachblüten
|
Liegen
körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde können Bachblüten helfen. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung
zusammen stellen.
|
|
Ernährung
|
Mehrfach habe ich von Zusammenhängen zwischen Milch und MS gelesen. Ich bin sowieso
kein Freund der pasteurisierten und homogenisierten Milch. Generell empfehle ich den Patienten langfristig auf Rohkost umzusteigen, bzw. es einmal zu versuchen. Wer dies nicht möchte, dem
empfehle ich wenigstens die Ernährungsempfehlungen wie bei Entzündugen zu befolgen.
|
|
HILDEGARD VON BINGEN
|
Gerstenbad:
Kochen Sie 1 kg Gerste 20 Minuten lang in 4 Liter Wasser. Den Extrakt geben Sie ins Badewasser.
Baden Sie 2-3 mal wöchentlich 20 Minuten lang bei 38ºC.
|
|
Homöopathie
|
Gelsemium D4
Causticum Hahnmanni D4
Argentu, metallicum D12
|
|
Orthomolekular-Medizin
|
Eine Haarmineralanalyse deckt Mineralstoffmängel auf. Durch Dr. Hans Nieper wurde ich auf das Calcium EAP
aufmerksam.
|
|
Säure-Basen-Haushalt
|
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten
und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
|
|
Zahnstörfeld
|
Die Zahnstörfelder spielen meiner Erfahrung nach die wichtigste
Rolle. Sowohl tote Zähne, Zahnzysten, Stiftzähne, Amalgam, Paladium usw. können Probleme bereiten.
Ohne eine Totalsanierung der Zähne ist die MS m.E. nicht zu heilen.
|
|
Sonstiges
|
Buchtipp:
Barbara Zaruba: Diagnose MS - Wie ich meine Hoffnung wiederfand. Verlag Nymphenburger 2000, ISBN
3-485-00841-9
|
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.07.2011 aktualisiert.

|