|
Milben sind kleine Spinnentiere
mit kugeligem Körperbau. Es gibt
unterschiedlichen Arten; man teilt sie in
vier für den Menschen relevante Gruppen
ein: Hautparasiten, Hausstaubmilben,
Vorratsmilben und Krankheitsüberträger
(=Ratten-, Mäuse- und
Vogelmilben).
Die häufigsten Hautparasiten
sind die Krätzmilbe und die
Haarbalgmilbe. Die Krätzmilbe verursacht
die Krätze, eine Erkrankung, bei der sich
die Milben Hautgänge bohren und bei der
sich die Haut entzündet. Die Krätze
verursacht starken Juckreiz, bei genauer
Beobachtung kann man die Milbengänge an
den befallenen Stellen unter der Haut
erkennen. Die Haarbalgmilbe lebt bei
jedem Menschen in den Haarbälgen und ist
wichtig für das Hautgleichgewicht.
Eventuell verursacht sie aber auch
Rosacea (=akneähnliche
Hauterkrankung).
Hausstaubmilben kommen überall
im Haus, vor allem im Bett und Staub vor.
Sie leben von Hautschuppen und Haaren der
Bewohner. Ihr Kot kann erhebliche
allergische Reaktionen bis hin zum Asthma
bronchiale auslösen.
Vorratsmilben kommen auf Milch-
und Mehlprodukten sowie auf getrockneten
Früchten vor. Ihr Kot kann ebenso
Inhalationsallergien auslösen. Die
Zeitschrift "Vital" berichtet, dass der
Aachener Professor Dr. Hans F.
Merck festgestellt hat, dass sich
Vorrats-Milben am liebsten in
Frischbackwaren aufhalten. Er fand
heraus, dass weder die Temperatur beim
Vorbacken noch die Temperatur beim
Aufbacken reicht, um sie wirkungsvoll
abzutöten. Menschen mit einer
Milbenallergie sollten deshalb
Frischbackwaren meiden.
Die krankheitsübertragenden
Milben kommen in Deutschland fast nicht
vor.
|