Milben: Krätzmilbe - Haarbalgmilbe - Hausstaubmilbe - Vorratsmilbe & Co.
Milben sind kleine Spinnentiere mit kugeligem Körperbau. Es gibt unterschiedlichen
Arten; man teilt sie in vier für den Menschen relevante Gruppen ein: Hautparasiten, Hausstaubmilben,
Vorratsmilben und Krankheitsüberträger (=Ratten-, Mäuse- und Vogelmilben).
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Die häufigsten Hautparasiten sind die Krätzmilbe und die Haarbalgmilbe. Die Krätzmilbe
verursacht die Krätze, eine Erkrankung, bei der sich die Milben Hautgänge bohren und bei der sich die Haut
entzündet. Die Krätze verursacht starken Juckreiz, bei genauer Beobachtung kann man die Milbengänge an den
befallenen Stellen unter der Haut erkennen. Die Haarbalgmilbe lebt bei jedem Menschen in den Haarbälgen und
ist wichtig für das Hautgleichgewicht. Eventuell verursacht sie aber auch Rosacea (=akneähnliche
Hauterkrankung).
Hausstaubmilben kommen überall im Haus, vor allem im Bett und Staub vor. Sie leben von
Hautschuppen und Haaren der Bewohner. Ihr Kot kann erhebliche allergische Reaktionen bis hin zum Asthma
bronchiale auslösen.
Vorratsmilben kommen auf Milch- und Mehlprodukten sowie auf getrockneten Früchten vor. Ihr Kot
kann ebenso Inhalationsallergien auslösen. Die Zeitschrift "Vital" berichtet, dass der Aachener Professor
Dr. Hans F. Merck festgestellt hat, dass sich Vorrats-Milben am liebsten in Frischbackwaren aufhalten.
Er fand heraus, dass weder die Temperatur beim Vorbacken noch die Temperatur beim Aufbacken reicht, um sie
wirkungsvoll abzutöten. Menschen mit einer Milbenallergie sollten deshalb Frischbackwaren
meiden.
Die krankheitsübertragenden Milben kommen in Deutschland fast nicht vor.
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 07.07.2011 aktualisiert.

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