Muskelschmerzen nach Sport oder Training

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Der menschliche Körper verfügt über mehr als 600 verschiedene Muskeln, und alle haben eine individuelle Größe und Funktion und sich unterschiedlich gut trainiert. Grundsätzlich kann jeder einzelne dieser Muskeln schmerzen.

 

Grundsätzliche Ursachen

Für Schmerzen in den Muskeln gibt es sehr viele unterschiedliche Ursachen. die wohl bekannteste ist der Muskelkater, der auf eine Überanstrengung der Muskulatur zurückzuführen ist. Aber auch Muskelkrämpfe und Zerrungen können harmlose und leicht behandelbare Ursachen für Schmerzen an der Muskulatur nach dem Sport sein.

Klar sollte auch sein: Ist ein Unfall im Training passiert, kann es auch eine größere Verletzung sein: Muskelbündelrisse, Sehnenabrisse, Muskelabrisse, Knochenbrüche, Bänderisse.

Wenn es jedoch immer wieder zu starken Schmerzen nach sportlicher Aktivität kommt, sollte der Betroffene sich therapeutischen Rat einholen. Denn es gibt auch schwere Erkrankungen am Muskel- und/oder Nervensystem, auf die solche Schmerzen zurückzuführen sind. Für den Betroffenen ist die Unterscheidung von Schmerzen, die die Muskeln betreffen zu Schmerzen in Gelenken oder Nerven sehr schwer zu unterscheiden. Hier kann nur eine Untersuchung (evtl. mit Blutanalyse) Klarheit verschaffen.

Häufige Ursachen bei immer wiederkehrenden Muskelschmerzen

Muskelkater

  • Verspannungen und Fehlstellungen von Gelenken
  • Fibromyalgie (ein akuter Schub bei bestehender Vorerkrankung)
  • das Myofasziales Schmerzsyndrom und die
  • Einnahme von Medikamenten oder Gifte sein

Zum Muskelkater selbst und den Theorien warum dieser entsteht habe ich ausführlicher im Artikel: http://www.der-fitnessberater.de/muskelkater.html

Verspannungen und Fehlstellungen von Gelenken

Intensives Training (v.a. Krafttraining ) chronisch verspannter Muskulatur führt meiner Erfahrung nach immer zu verstärkten Beschwerden im betroffenen Bereich.

Für die Betroffenen ist eigentlich nur ein leichtes Kraftausdauertraining möglich. Ebenso „chronisch“ blockierte Gelenke. „Chronisch blockiert“ ist etwas flappsig formuliert: es beschreibt den Umstand, dass kein optimales Gelenkfunktionsspiel vorhanden ist. Die Lösung ist aus meiner Sicht eine entsprechende Therapie (Massage, Manuelle Therapie, eventuell auch Vitalstoffe und Ernährungsberatung oder siehe: http://www.naturheilt.com/Inhalt/Therapien.htm). Das Training sollte danach dann so ausgerichtet werden, dass die optimale Beweglichkeit sichergestellt wird. Leider kenne ich nur wenige Therapeuten (egal ob Sportlehrer oder Sportphsiotherapeuten), die jeden Sportler hierzu effektiv beraten können.

Die Fibromyalgie

Bei dieser Erkrankung treten Muskelschmerzen am ganzen Körper auf. Festzustellen ist diese Erkrankung dadurch, dass Betroffene in der Regel an typischen Schmerzen an allen Körperstellen, an denen Sehnen oder Muskeln ansetzen, sogenannte Tender Points empfinden. Diese Schmerzen können so stark sein, dass sie den Betroffenen im alltäglichen Leben erheblich einschränkt. Die Behandlung ist meist schwierig, da aus meiner Sicht mehrere Maßnahmen notwendig sind. Durch die ständigen Schmerzen entstehen bei der Fibromyalgie auch noch psychosomatische oder psychische Begleiterkrankungen hinzu, wie Depressionen, Verdauungsschwierigkeiten oder Schlafstörungen.

Das Myofasziales Schmerzsyndrom (Myo= Muskel, Faszial=Bindegewebe)

Auch bei dieser Erkrankung reagiert die Muskulatur sehr stark auf äußere Reize. Der Druck auf bestimmte Stellen des Körpers ist bei schlimmen Verläufen schier unerträglich und die betroffenen Muskeln beginnen manchmal sogar bei Druck zu zucken. Oft zeigt sich das Myofasziale Schmerzsyndrom nach Überlastungen wie Sport, bzw. einem schweren Training auf. Mehr zur Bedeutung der Faszien in der Schmerztherapie und im Training, habe ich hier beschrieben: http://www.der-fitnessberater.de/faszien-bedeutung-schmerztherapie-training.html

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Medikamente und Giftstoffe (Alkohol etc.)

Nicht nur der Leber, sondern auch der Muskulatur schadet der übermäßige Genuss von Alkohol. Diese reagieren mit Schmerzen oder/und Krämpfen, bei regelmäßigem Abusus kann es sogar zum Muskelabbau kommen. Ich erwähne dies vor allem der Vollständigkeit halber.

Drogen wie Heroin oder Kokain haben übrigens denselben Effekt. Viele Arzneimittel, darunter Penicillin, Interferon-alpha, Cimetidin, Levounddopa und weitere können Entzündungen in der Muskulatur oder Muskelkrämpfe auslösen. Daher ist es beim Anamnesegespräch oberste Priorität, den behandelnden Therapeuten über die Einnahme aller Medikamente (auch die Einnahme der letzten 4 Wochen) zu informieren. Nur so kann eine richtige Diagnose gestellt und ggf. die Medikation umgestellt werden.

Über weitere mögliche Schmerzsyndrome habe ich hier geschrieben: http://www.yamedo.de/symptome/schmerzen.html

Sowie zu möglichen anderen Ursachen:
http://www.yamedo.de/symptome/schmerzen-ursachen.html

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 18.07.2013aktualisiert.