Nervenschwäche - Neurasthenie: Definition, Symptome,
Behandlung
Die Nervenschwäche. In der heutigen Schulmedizin gibt es diesen Begriff eigentlich so gar nicht
mehr.
Vor etwas 100 Jahren war "Nervenschwäche" eine sehr verbreiteter Begriff. Damals bedeutete dies: Überreizung des
Nervensystems, die mit einer Überlastung durch geistige Tätigkeiten verbunden wurde. Diese Definition ist ungefähr
das, was heute auf neuhochdeutsch mit "Burn Out" bezeichnet wird.
In der Naturheilkunde gebrauchen
wir diesen Begriff auch noch genau so.
In der Schulmedizin wird die "Nervenschwäche" heute als
Neurasthenie bezeichnet. Diese gilt als "psychische Störung", die mit zahlreichen Symptomen
einhergehen kann:
Die Neurasthenie (Nervenschwäche) ist die häufigste Form von Neurosen. Sie gilt als Sonderform der
Somatisierungsstörungen (seelische Probleme, die zu sicht- und spürbaren Störungen von Körperfunktionen führen).
Die Nervenschwäche bildet sich vor allem nach einer langen Krankheit, einer starken seelischen Anspannung, nach
hohen Konzentrationsphasen oder emotionalen Störungen aus und führt bei betroffenen Personen vor allem zu einer
andauernden Müdigkeit bzw. Erschöpfung, die sie in ihrem alltäglichen Leben stark
einschränkt.
Die Neurasthenie ist durch ein vielfältiges Erkrankungsmuster gekennzeichnet, welches zum Teil vollständig zur
Ausprägung kommt und über einen längeren Zeitraum verbleibt (mindestens drei Monate). Dabei sind sich die
Betroffenen der daraus resultierenden Problematik durchaus bewusst, weisen ihr Umfeld zum Teil vermehrt darauf hin
oder suchen sogar den Rückzug in diese Symptome als Flucht vor der Realität (z.B. bei einer ernsthaften inneren
Erkrankung).
Bedingt durch den Symptomkomplex gestaltet sich die richtige Diagnose häufig schwierig oder langwierig.
Menschen, die unter einer Neurasthenie leiden, leiden auch an einer gewissen Nervosität. Die Patienten sind besonders unruhig (zum Teil zittrig) und reizbar. Sie
reagieren ihrem Umfeld gegenüber mit erhöhtem Misstrauen und sind leicht depressiv verstimmt.
Als wesentliche Leitsymptome können verschieden stark ausgeprägte Schlafstörungen, vor allem zu Beginn und in der mittleren Erkrankungsphase, sowie die
rasche Ermüdbarkeit nach geistiger oder körperlicher Anstrengung gewertet werden. Zum Teil kommt es zu wirren
Träumen, einer starken Konzentrationsschwäche, einer Mattigkeit (die zum Teil auch
einer Benommenheit ähnelt), Demotivation oder auch einer Gleichgültigkeit.
Magenprobleme und Darmprobleme treten auf, die
sich in Form von häufigem Aufstoßen, Übelkeit, Blähungen,
Gasansammlungen in Magen und Darm, einer erhöhten Defäkation und in vermehrten Miktionen äußern. Zusätzlich
entstehen Kopfschmerzen (meist Spannungskopfschmerzen), Herzprobleme (z.B. starkes Herzklopfen, "Herzneurose") oder es bildet sich eine Muskelschwäche aus (mit akuten oder chronischen
Muskelschmerzen). Die Selbstwahrnehmung als Mann oder Frau führt unter anderem zu
einer Störung der Libido, zu Menstruationsstörungen, Frigidität, einer vorzeitigen
Ejakulation oder auch einer Impotenz.
Die betroffenen Personen wirken auf ihr Umfeld deutlich wesensverändert. Dabei kommt es zu starken Schwankungen
der Stimmungslage, mit plötzlichen Wechseln von übermäßiger Freude in Schwermut, Kummer oder Trauer. Eine eben noch
sichtbare Ausgelassenheit und Weltoffenheit schlägt um in Panik oder Angst.
Diese ganzen Symptome weisen eine hohe Ähnlichkeit zu anderen Erkrankungen auf.
Deswegen ist die Stellung einer vernünftigen Diagnose schwierig - vor allem im Zeitalter der
"Drei-Minuten-Medizin".
Andere Erkrankungen an die man denken sollte sind z.B. das Chronic Fatique Syndrom (CFS, wurde Jahrzehnte mit
der Neurasthenie als eine Krankheit gesehen), die Fibromyalgie (FMS) oder auch schlicht "nur" Depressionen.
Daneben besteht vielfach die Gefahr, dass das Erkrankungsmuster der Hypochondrie (eingebildete Krankheiten)
zugeschrieben wird.
Die nach einer Erkrankung oder psychischen Belastung auftretende Erschöpfung des gesamten Organismus weist eine
Prävalenz von ca. 20 Prozent auf. Dabei lässt sich bei gut einem Prozent der Betroffenen eine Neurasthenie
nachweisen.
Bedingt durch die körperliche Symptomatik wird der erste Weg von Betroffenen meist erst zum Allgemeinmediziner
führen. Ist dieser in psychosomatischen Störungen geschult, kann er rasch an einen Facharzt bzw. Spezialisten
verweisen. Hier setzt man vermehrt auf traditionelle und auch alternative Methoden, die unter anderem Homöopathie, verschiedene Ansätze der Psychotherapie und auch Akupunktur sowie Akupressur
beinhalten.
Meine Meinung: wenn einem nichts weiter einfällt, kann man bei ganz vielen Patienten die
Diagnose Neurasthenie stellen. Man weiß dann zwar, dass es sich bei diesem Patienten um einen sehr großen
Symptomenkomplex handelt - wirklich geholfen ist dem Patienten deswegen noch nicht.
Begriffe und Krankheiten die mit der Neurasthenie verwechselt werden sind zum Beispiel: Neurologie - Neuralgie

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei einer Nervenschwäche in Frage kommen können.
AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel |
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie
basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
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| Aromatherapie |
Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet
werden.
Nervenschwäche: Basilikum.
Nervensystem ausgleichend: Majoran, Rosmarin, Zypresse.
Nervenkrise: Kamille, Lavendel,
Thymian
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| Bachblüten |
Oft liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde. Bachblüten lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen
und bringen sie einer Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung
zusammen stellen.
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| Ernährung |
Jedes Jahr kommt mindestens eine neue Diät auf den Markt. Warum? Weil keine hält,
was sie verspricht. Es gibt aber eine Kostform (keine Diät!), die seit 30 Jahren besteht. Warum?
Weil sie tatsächlich funktioniert. Es ist die Schaub-Kost, die der Verfasser selbst seit
Jahren befolgt.
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Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen) |
Lavendel
(Lavandula angustifolia) Ø 1 - 3 mal tägl. 2 - 5 Tropfen mit etwas Wasser.
Folgende Mischung aus Urtinkturen kann helfen:
Je 20 ml Johanniskraut,
Melissen, Lavendel, Hopfen und
Königin der Nacht.
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| Gemmo-Therapie |
Mammutbaum-Knospenmazerat bis zur
Besserung stündlich 1-2 Stösse in den Mund sprayen.
Feigenbaum, Sommerlinde
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| Medizinische Massagen |
Sofern Sie keine Sensibilitätsstörungen
haben , kann eine gute Massage nur empfohlen werden. Sie beruhigt sehr und bringt Körper und
Seele ins Gleichgewicht.
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| Orthomolekular-Medizin |
Vitamin B1 (Thiamin) tägl. Bedarf: 1- 1,5 mg
Zuviel Kalium und Mangan verursachen Störungen des Nervensystems. Eine Haarmineralanalyse bringt Klarheit.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Schüssler-Salze |
Calcium phosphoricum Nr. 2, Kalium phosphoricum Nr. 5, Magnesium phos. Nr. 7,
Natium chloratum Nr. 8
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| Spagyrik |
Baldrian, Mistel, Melisse, Hopfen.
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| Wirbelsäulensegmente |
Für Nervenprobleme kann kein bestimmter
Wirbelkörper genannt werden. Vielmehr muss die gesamte Wirbelsäule auf Fehlstellungen abgetastet
werden. Am besten geschieht das nach der Dorn-Breuss
Methode.
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen
können bedenklich sein. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren
lassen.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.07.2011 aktualisiert.

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