Osteoporose

von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Die Osteoporose ist eine Erkrankung des gesamten Skelettsystems, bei der durch eine verminderte Knochenmasse und einen veränderten Knochenaufbau eine erhöhte Gefahr für Knochenbrüche besteht.

Es kann dann schon bei geringen Einwirkungen (z.B. ebenerdiger Sturz) eine Fraktur auftreten.

Von einer manifesten Osteoporose spricht man, wenn bereits eine Fraktur aufgetreten ist (z.B. Oberschenkelhalsfraktur).

Bei der präklinischen Osteoporose lässt sich ohne eingetretende Fraktur eine verminderte Knochenmasse feststellen (durch die Densitometrie = Knochendichtemessung).

Man kann die Osteoporose in eine primäre Osteoporose (es liegt keine andere Erkrankung zugrunde) und eine sekundäre Osteoporose (eine Grunderkrankung hat die Osteoporose ausgelöst) einteilen.

Die häufigste Form der primären Osteoporose ist die sog. postmenopausale Osteoporose der Frau, die durch einen Mangel des Sexualhormons Östrogen verursacht werden soll.

Eine sekundäre Osteoporose kommt bei hormonellen Erkrankungen (z.B. Cushing-Syndrom, Schilddrüsenüberfunktion), bei Magenerkrankungen Darmerkrankungen (z.B. Zöliakie, Morbus Crohn), bei entzündlichen Erkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis) oder bei länger andauernder Bettlägerigkeit, chronischem Alkoholmissbrauch oder einer Cortison-Therapie vor.

Neben osteoporosebedingten Frakturen kommt es durch den Knochendichteverlust auch zu einer Verformung der Wirbelsäule mit Größenabnahme und einem Rundrücken.

Diese Veränderungen können durch Muskelverspannungen zu chronischen Schmerzen führen.

Bei pathologischen Frakturen muss immer eine Tumorerkrankung (Krebsleiden) mit Tochtergeschwülsten in den Knochen (Knochenmetastasen) ausgeschlossen werden.

Mögliche Folgen

Brüchigkeit der Knochen. Der sehr häufige Oberschenkelhals-Bruch der alten Leute ist in der Regel eine Folge von Osteoporose.

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Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei einer Osteoporose in Frage kommen.

Milch trinken zur Verhinderung der Osteoporose ist ein Werbegag der Milchwirtschaft.

Milch ist für Säuglinge und Kälber, nicht für erwachsene Menschen. In Ländern, wo man Milch als Nahrungsmittel nicht kennt, kennt man auch die Osteoporose nicht.

Osteoporose entsteht auch nicht deshalb, weil Sie zu wenig der viel umworbenen Mineralwässer trinken.

Orthomolekular-Medizin

Vitamin D: 10-20 µg; die Kalziumresorption wird erhöht und die Knochendichte bleibt erhalten.

 

Vitamin C: 1 g; wird für die Proteinsynthese in den Knochen gebraucht. Bereits ein geringfügiger Mangel kann zu einem Knochenverlust beitragen.

  

Kalzium: 1 g, für Frauen nach den Wechseljahren: 1,5 g; kalziumreiche Nahrungsmittel sollten täglich gegessen werden. Infolge mangelnder Magensäure sollten ältere Personen Kalziumzitrat, Kalziumglukonat oder Kalziumlaktat einnehmen, da dafür keine Magensäure für die Resorption nötig ist.

 

Magnesium: 500 mg; aktiviert Enzyme, die für die Knochenbildung unerlässlich sind.

 

Multimineral-Präparat : sollte reichlich Magnesium, Silizium, Zink und Kupfer enthalten. Diese Spurenelemente sind wichtig für die Aufrechterhaltung der Knochendichte.

 

 

Homöopathie

In Frage kommende Mittel wären:

Calcium carbonicum
Hahnemanni D6 / D12
 

Heilpflanzen  Für das Helmkraut liegen positive Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor.
 

Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.


Achten Sie peinlich genau auf Ihren Säure-Basen-Haushalt, damit der Körper die basischen Salze nicht brauchen muss, um Säure zu neutralisieren.

Schüssler Salze

Siehe auch: Gelenkbeschwerden
Knochenaufbau: Calcium fluoratum D 12, Calcium phosphoricum D 6, Magnesium phosphoricum D 6
Knochenauswüchse: Calcium fluoratum D 12 + Silicea D 12
brüchige Knochen: Calcium fluoratum D 12, Calcium phosphoricum D 6, Magnesium phosphoricum D 6
Deformierung der Knochen: Calcium fluoratum D 12

Zahnstörfeld

Lassen Sie sich von einem dafür ausgebildeten Zahnarzt auf Infektionen an Zähnen, tote Zähne (Zähne mit Wurzelfüllungen), sowie auf Zahnherde (Granulome und Zysten) untersuchen.
Auch Amalgam - Füllungen können problematisch sein.

Sonstiges

Eines hilft ganz sicher nicht, auch wenn es die Werbung verspricht: Milch trinken wegen des Kalziums



Dieser Beitrag wurde letztmalig am 06.09.2011 aktualisiert.

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