Die Parkinsonsche Krankheit
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Morbus Parkinson (Schüttellähmung) kennzeichnet eine Störung im Gehirn, die dazu führt, dass
der Transmitter (Botenstoff) Dopamin nicht mehr ausreichend gebildet wird. Dopamin ist für den flüssigen
Bewegungsablauf des Menschen unabdingbar. Ein Verlust der Dopamin-produzierenden Zellen führt somit zu
weitreichenden Veränderungen.
Morbus Parkinson tritt vornehmlich zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr auf und zählt damit zu den häufigsten
neurologischen Erkrankungen des fortgeschrittenen Alters. Ca. ein Prozent der über
60-Jährigen leiden an Parkinson, die Erkrankungsrate steigt mit zunehmendem Alter. Die Inzidenz liegt zwischen
150 und 200 pro 100.000 Einwohner.
Ursachen
Die Ursachen für Morbus Parkinson sind in der Schulmedizin noch nicht vollständig geklärt. Stichhaltig scheinen
aber Untersuchungen zu sein, denen zu Folge es sich um eine zellbiologische Entgfitungsstörung handelt. Auch die Hinweise, dass Pestizide das Parkinson-Risiko erhöhen halte ich für stichhaltig.
Hauptsächlich liegt die idiopathische Form vor, bei der es durch bisher unbekannte
Ursachen zu einem langsamen Absterben der speziellen Nervenzellen in der Substantia nigra (schwarze Substanz)
kommt. Anders übersetzt: "Idiopathisch" heißt in der Medizin "ohne ersichtlichen Grund" - oder anders: "Ich habe
keine Ahnung".
Daneben zeigt sich eine genetisch bedingte Variante (Paralysis agitans), bei der das Erbgut verändert ist und
autosomal dominant an die Nachkommen übertragen wird.
Das sekundäre Parkinson-Syndrom (selten) entwickelt sich durch exogene Faktoren wie z.B.
Umweltgifte (z.B. Kohlenmonoxid) oder Medikamente (= Parkinsonoid, vor allem nach der Gabe von Neuroleptika). Diese
führen, ähnlich der idiopathischen Form, zu einem langsamen Verlust der Dopaminproduzenten.
Zu den mit Parkinson-Symptomen einhergehenden Erkrankungen zählen unter anderem Morbus Wilson, Tumore des
Gehirns, arteriosklerotische Veränderungen im Gehirn (verminderte Gehirndurchblutung), postenzephalitischer
Parkinson (kann während einer Enzephalitis oder erst Jahre danach auftreten) sowie der vor allem bei Boxern,
verursacht durch wiederkehrende Schläge und Erschütterungen am Kopf (Commotio oder Contusio cerebri), beobachtbare
Boxerparkinson.
Symptome
Die Kardinalssymptome des Morbus Parkinson sind:
- Akinese (hochgradige Bewegungsarmut)
- Rigor (Starrheit, vor allem Muskelstarrheit) und
- Tremor (Zittern)
Diese Symptome entwickeln sich meist erst spät und dann stetig zunehmend.
Zu Beginn leiden Betroffene unter unspezifischen Beschwerden wie z.B. Muskelverspannungen, Müdigkeit, rascher
Erschöpfung, innerer Unruhe, Obstipationen (Verstopfungen), depressiven Verstimmungen, plötzlich einsetzende Schweißausbrüche (Hyperhidrosis, vermehrt nachts) sowie leichtem Zittern der Glieder.
Im Verlauf nehmen diese Anzeichen (zuerst meist einseitig) zu, dabei steigert sich das Zittern
(Tremor) derart, dass Bewegungen unkontrolliert werden und feinmotorische Abläufe kaum mehr möglich
sind. Der Tremor ist auch im Ruhezustand beobachtbar.
Trotz des andauernden Zitterns wirken die Muskeln steif und ungelenk (Rigor). Rigor und Tremor
verursachen zum Teil auch vermehrt Schmerzen im Skelett- und Muskelbereich.
Das Gesicht weist eine abnehmende Fähigkeit zur Mimik auf und ist zuletzt wie eingefroren
(Maskengesicht).
Insgesamt sind Bewegungen verlangsamt (Hypokinese) und führen zur vollständigen Unfähigkeit
bestimmter Bewegungsmuster (Akinese).
Auch seelische Abläufe sind verzögert (Bradyphrenie), der Betroffene wirkt dement oder
psychisch verstimmt.
In einigen Fällen können die Kontrolle von Blasen- und Schließmuskelfunktion gestört sein (= Inkontinenz), sowie Potenzstörungen auftreten.
Orthostatische Dysregulationen werden ebenfalls beobachtet, diese können zu
unkontrollierten Stürzen durch Bewusstseinsverlust führen.
Im Endstadium ist ein sicherer Gang kaum mehr möglich, die Füße scheinen am Boden zu "kleben". Dies zeigt sich
auch bei Aktivitäten des täglichen Lebens (z.B. Essen, Schreiben, Ankleiden). Es kommt zur Bettlägerigkeit mit
vollständiger Hilfsbedürftigkeit.
Diagnose
Neben Anamnese, Inspektion, körperlicher Untersuchung und einer Laborauswertung dienen vor allem die sichtbaren
Anzeichen der Diagnose.
Bei dem L-Dopa-Test wird Dopamin verabreicht, welches bei vorliegender Parkinson-Erkrankung zu einer Besserung
der Symptome führt.
Veränderungen im Gehirn lassen sich teilweise durch CT oder MRT darstellen.
Schulmedizinische Therapie
Die Erkrankung gilt in der Schulmedizin als nicht heilbar, jedoch lassen sich viele Symptome lindern.
Durch geeignete Medikamente (z.B. L-Dopa) kann der Dopaminverlust zum Teil ausgeglichen werden. Da es zu
"Gewöhnungseffekten" kommt muss die Dosierung immer weiter gesteigert werden, was auch meist mit gesteigerten
Nebenwirkungen einher geht.
Die Mobilität wird durch Physiotherapien (z.B. Sport, Wandern, Bewegungsübungen) gestärkt.
Der Verlauf ist langsam. Bis zur vollständigen Hilfsbedürftigkeit können mehr als 20 Jahre vergehen.
Ein frühzeitiges Lebensende kommt hier weniger durch die Erkrankung, sondern durch Begleiterkrankungen wie z.B.
Lungenentzündung, andere Infektionen oder
Schluckstörungen zustande. Ebenso durch die Folge von Stürzen (z.B. Oberschenkelhalsbruch).

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Parkinson in Frage kommen.
AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel |
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie
basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
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| Ernährung |
Auf eine ausreichende Ernährung und Flüssigkeitszufuhr geachtet werden (vor
allem bei Pflegebedürftigkeit).
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| Orthomolekular-Medizin |
| Vitamin E: 2-3 g |
Antioxydantien schützen vor Zellenabbau.
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| Selen: 200-400 µg |
Sollte mit Vitamin C genommen werden.
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| Vitamin C: 3-4 g |
Mildert die Symptome, vor allem, wenn es als Begleitmassnahme zur
Behandlung mit L-Dopa genommen wird.
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| Vitamin B-Komplex |
sollte mind. 0,4mg Folsäure, 50 mg Niacin und 50mg Vitamin B6
enthalten. Vorsicht: auf keinen Fall mehr als 50mg Vitamin B6 nehmen, wenn Sie
L-Dopa nehmen.
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Gamma-Linolensäure
GLS 2-4 g |
Besonders wirksam zur Verminderung des Zitterns.
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| L-Tyrosin: 100mg pro kg Körpergewicht |
Kann ins Gehirn gelangen und dort in Dopamin umgewandelt werden.
Eine gute Alternative, wenn L-Dopa unerwünschte Nebenwirkungen zeigt.
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| L-Methionin: 2-3 g |
Kann die Beweglichkeit, Kraft, Stimmung und Schlaf verbessern.
Bleibt wirksam, selbst wenn die Wirkung von L-Dopa nachläßt.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so
genannte PH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus
übersäuert. In diesem Falle können Sie die Ratschläge auf dieser
Seite befolgen.
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| Schüssler-Salze |
Unterstützend: Calcium phosphoricum Nr. 2, Magnesium phosphoricum Nr. 7, Silicea
Nr. 11.
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| Homöopathie |
zu Beginn: Cocculuc D 4
danach: Conium D 4
diese Mittel sollten sie je vier Wochen einnehmen
Ergänzende Mittel:
Plumpum metallicum D 6
Secale cornutum D 6
Hyoscyamus D 4
Kresol D 6
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne (wurzelbehandelte Zähne) stören grundsätzlich den ganzen Organismus.
Auch Amalgam-Füllungen sind bedenklich. Gerade bei Parkinson, sowie generell bei chronischen
neurologischen Erkrankungen würde ich wurzelbehandelte Zähne und Amalgam entfernen
lassen. Die Erkrankung wird alleine deswegen wahrscheinlich nicht verschwinden, aber eventuell
gestoppt.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 15.9.2011 aktualisiert.

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