Morbus Parkinson - Naturheilkunde und Naturheilmittel die helfen können

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Bevor ich zu den Therapiemöglichkeiten aus dem Bereich der Naturheilkunde, Alternativmedizin, bzw. den Naturheilmitteln komme, will ich erst einmal einige Dinge ansprechen.

Zuerst einmal kurz zur Sache:

Was ist Parkinson?

Morbus Parkinson (Schüttellähmung) kennzeichnet eine neurologische Erkrankung, die dazu führt, dass der Transmitter (Botenstoff) Dopamin nicht mehr ausreichend gebildet wird. Dopamin ist für den flüssigen Bewegungsablauf des Menschen unabdingbar.

Bei Parkinson-Patienten scheinen mehrere Ursachen zu einem reduzierten Dopamin-Spiegel zu führen. Ein Verlust der Dopamin-produzierenden Zellen kann die Krankheit auslösen oder physiologische Fehlsteuerungen haben die verminderte Dopamin-Bildung zur Folge.

Morbus Parkinson tritt vornehmlich zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr auf und zählt damit zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen des fortgeschrittenen Alters. Ca. ein Prozent der über 60-Jährigen leiden an Parkinson, die Erkrankungsrate steigt mit zunehmendem Alter. Die Inzidenz liegt zwischen 150 und 200 pro 100.000 Einwohner.

 

Morbus Parkinson?

Ursachen

Die Ursachen für Morbus Parkinson sind in der Schulmedizin noch nicht vollständig geklärt.

Gifte und Entgiftungsstörung bei Parkinson

Stichhaltig scheinen aber Untersuchungen zu sein, denen zu Folge es sich in manchen Fällen um eine zellbiologische Entgfitungsstörung handelt. Auch die Hinweise, dass Pestizide das Parkinson-Risiko erhöhen halte ich für überzeugend.

Ein Übersichtsartikel, in dem mehr als 40 Studien ausgewertet wurden, geht davon aus, dass Insektizide und Herbizide das Risiko, an Parkinson zu erkranken, stark erhöhen (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22389202).

Schließlich zeigt sich immer wieder: Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind und mit Pestiziden arbeiten, erkranken deutlich häufiger an der Parkinson-Krankheit als andere. Erstmals konnten Wissenschaftler jetzt in Mäuseversuchen beweisen, wie das Insektizid Rotenon sich auf den Organismus auswirkt: Angeregt durch das Gift schütten die Nervenzellen des Verdauungstraktes das Protein Alpha-Synuclein aus. Dieses wird von den Neuronen des Gehirns aufgenommen, die durch den Giftstoff zerstört werden (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23205266).

Das tückische an vielen dieser Chemikalien ist, dass die Symptome nicht sofort sichtbar werden. Teilweise werden die neuronalen Schäden erst 40 Jahre nach dem Umgang mit den Giften bemerkt.

Erhöhter Alpha-Synuclein-Spiegel

Nach einer anderen Betrachtungsweise kommt es durch den erhöhten Alpha-Synuclein-Spiegel zu einer Unterdrückung der Dopamin-Produktion. Alpha-Synuclein ist ein Protein, das die Synthese des Neurotransmitters reguliert. Mäuse, die durch einen Gen-Defekt zu viel Alpha-Synuclein produzieren, erkranken an Parkinson.

Die Tiere zeigen auch die für Parkinson typischen Alpha-Synuclein-Ablagerungen im Gehirn. Allerdings ist dies bei den Nagern nur dann der Fall, wenn ihre Darmflora mit Darmbakterien von Parkinson-Patienten geimpft wird. Wachsen die Mäuse in sterilem Milieu auf, ist ihr Alpha-Synuclein-Spiegel normal, es kommt nicht zur Plaque-Bildung und auch nicht zu Parkinson.

Diese Befunde weisen auf die Bedeutung der Darmflora in der Krankheitsentstehung hin. Wahrscheinlich stören die niederen Fettsäuren, die bestimmte Darmbakterien absondern, das gehirneigene Immun-System, das mononukleär-phagozytäre System (MPS).

Die Kommunikation zwischen dem enterischen Nerven-System des Darmes (Bauchhirn) mit dem ZNS sorgt dafür, dass ein Stör-Signal vom Darm in die Mikroglia des Gehirns gesendet wird, wo es letztlich zu einer zu niedrigen Dopamin-Produktion führt (http://www.cell.com/cell/abstract/S0092-8674(16)31590-2?innerTabgraphical_S0092867416315902).

Also gilt nach heutiger Erkenntnis eine Unterproduktion des Botenstoffes Alpha-Synuclein als eine der Ursachen für Parkinson. Dies hängt offenbar von ganz unterschiedlichen Faktoren ab, wie etwa einem gestörten Mikrobiom und Umweltgiften. Und es sind nicht nur die Pestizide, die hier eine Rolle spielen, sondern auch das für die Entfettung von Metallen verwendete Trichlorethylen (TCE) sowie das in der chemischen Reinigung eingesetzte Perchloroethylen (PERC). (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22083847).

Schimmelpilze

Auch Schimmel (zum Beispiel in der Wohnung) ist verdächtig und könnte das Parkinson-Risiko erhöhen, wie ich im Beitrag: Schimmelpilze und das Parkinson-Risiko berichte.

Vitamin D Mangel

Das Ganze wird vermutlich auch noch durch einen Vitamin-D-Mangel zusätzlich begünstigt. Illeana Howard von der Universität Washington fordert regelmäßige Vitamin D Gaben für Parkinson Patienten, denn ein Vitamin D-Mangel (wie er häufig aufgrund von zu wenig Aufenthalten in der Sonne beziehungsweise im Freien auftritt), könnte der Auslöser von verschiedenen neuromuskulären Krankheiten wie beispielsweise Multipler Sklerose, Myasthenia gravis, Alzheimer oder eben auch Morbus Parkinson sein.

Auch ältere Menschen, bei denen aufgrund körperlicher Schwäche das Risiko eines Sturzes sehr hoch ist, sollten zusätzliche Vitamin D-Gaben erhalten. Ihrer Meinung nach gehen viele neuromuskuläre Erkrankungen und neurologische Störungen mit einem Vitamin D-Mangel einher. Zwar gestalteten sich die Zusammenhänge sehr komplex, doch legen sie nahe, dass Ärzte bei Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern stärker den Vitamin D-Wert in den Fokus rücken und ihnen gegebenenfalls entsprechende Ergänzungsmittel verordnen sollten (Quelle: Sciencedaily)

Das Ganze zeigt mal wieder: Gerade ältere Patienten und Patienten mit chronischen Erkrankungen sind viel zu selten Draußen! Und auch zu wenig in der Sonne. Das ist natürlich ein Dilemma, auf das ich in meinem kurzen Buch zur Vitamin-D-Therapie ausführlicher eingehe, siehe: http://renegraeber.de/vitamin-d-therapie.html

Pathophysiologie

Seit Langem gingen Wissenschaftler davon aus, dass der Nucleus subthalamicus, eine etwa erbsengroße Struktur im Gehirn, bei den Erkrankten wie ein Störsender wirkt und falsche Signale an die Muskeln weiterleitet. Doch neue Erkenntnisse einer Kölner Forschergruppe zeigen, dass die fehlerhaften Signale bereits von den Muskeln selber ausgehen.

Der Nucleus subthalamicus, der als Steuerstelle der Grobmotorik gilt, fungiert somit lediglich als Umschaltstation, der die fehlerhaften Impulse der Muskeln an das restliche Gehirn weitergibt. Diese defekte Rückkopplungsschleife, die dazu führt, dass ebenfalls falsche Signale an die Muskeln zurückgeleitet werden, lässt sich dann nicht mehr unterbrechen.

Hauptsächlich liegt die idiopathische Form vor, bei der es durch bisher unbekannte Ursachen zu einem langsamen Absterben der speziellen Nervenzellen in der Substantia nigra (schwarze Substanz) kommt. Anders übersetzt: "Idiopathisch" heißt in der Medizin "ohne ersichtlichen Grund" - oder anders: "Ich habe keine Ahnung".

Daneben zeigt sich eine genetisch bedingte Variante (Paralysis agitans), bei der das Erbgut verändert ist und autosomal dominant an die Nachkommen übertragen wird.

Das sekundäre Parkinson-Syndrom (selten) entwickelt sich durch exogene Faktoren wie zum Beispiel Umweltgifte (zum Beispiel Kohlenmonoxid) oder Medikamente (= Parkinsonoid, vor allem nach der Gabe von Neuroleptika). Diese führen, ähnlich der idiopathischen Form, zu einem langsamen Verlust oder einer Unterfunktion der Dopaminproduzenten.

Zu den mit Parkinson-Symptomen einhergehenden Erkrankungen zählen unter anderem Morbus Wilson, Tumore des Gehirns, arteriosklerotische Veränderungen im Gehirn (verminderte Gehirndurchblutung), postenzephalitischer Parkinson (kann während einer Enzephalitis oder erst Jahre danach auftreten) sowie der vor allem bei Boxern, verursacht durch wiederkehrende Schläge und Erschütterungen am Kopf (Commotio oder Contusio cerebri), beobachtbare Boxerparkinson.

Symptome

Die Kardinalssymptome des Morbus Parkinson sind:

  • Akinese (hochgradige Bewegungsarmut) 
  • Rigor (Starrheit, vor allem Muskelstarrheit) und
  • Tremor (Zittern)

Diese Symptome entwickeln sich meist erst spät und dann stetig zunehmend.

Zu Beginn leiden Betroffene unter unspezifischen Beschwerden wie z.B. Muskelverspannungen, Müdigkeit, rascher Erschöpfung, innerer Unruhe, Obstipationen(Verstopfungen), depressiven Verstimmungen, plötzlich einsetzende Schweißausbrüche(Hyperhidrosis, vermehrt nachts) sowie leichtem Zittern der Glieder.

Im Verlauf nehmen diese Anzeichen (zuerst meist einseitig) zu, dabei steigert sich das Zittern (Tremor)derart, dass Bewegungen unkontrolliert werden und feinmotorische Abläufe kaum mehr möglich sind. Der Tremor ist auch im Ruhezustand beobachtbar.

Trotz des andauernden Zitterns wirken die Muskeln steif und ungelenk (Rigor). Rigor und Tremor verursachen zum Teil auch vermehrt Schmerzenim Skelett- und Muskelbereich.

Das Gesicht weist eine abnehmende Fähigkeit zur Mimik auf und ist zuletzt wie eingefroren (Maskengesicht).

Insgesamt sind Bewegungen verlangsamt (Hypokinese) und führen zur vollständigen Unfähigkeit bestimmter Bewegungsmuster (Akinese).

Auch seelische Abläufe sind verzögert (Bradyphrenie), der Betroffene wirkt dement oder psychisch verstimmt.

In einigen Fällen können die Kontrolle von Blasen- und Schließmuskelfunktion gestört sein (= Inkontinenz), sowie Potenzstörungen auftreten.

Orthostatische Dysregulationen werden ebenfalls beobachtet, diese können zu unkontrollierten Stürzen durch Bewusstseinsverlust führen.

Im Endstadium ist ein sicherer Gang kaum mehr möglich, die Füße scheinen am Boden zu "kleben" - das sog. "Freezing-Phänomen". Dies zeigt sich auch bei Aktivitäten des täglichen Lebens (z.B. Essen, Schreiben, Ankleiden). Es kommt zur Bettlägerigkeit mit vollständiger Hilfsbedürftigkeit.

Ein frühzeitiges Lebensende kommt hier weniger durch die Erkrankung selbst, sondern durch Begleiterkrankungen wie z.B. Lungenentzündung, andere Infektionen oder Schluckstörungen zustande. Ebenso durch die Folge von Stürzen (z.B. Knochenbrüche, vor allem Oberschenkelhalsbruch).

Diagnose

Neben Anamnese, Inspektion, körperlicher Untersuchung und einer Laborauswertung dienen vor allem die sichtbaren Anzeichen der Diagnose.

Bei dem L-Dopa-Test wird Dopamin verabreicht, welches bei vorliegender Parkinson-Erkrankung zu einer Besserung der Symptome führt.

Veränderungen im Gehirn lassen sich teilweise durch CT oder MRT darstellen.

Schulmedizinische Therapie

Die Erkrankung gilt in der Schulmedizin als nicht heilbar, jedoch lassen sich viele Symptome lindern.

Medikamente

Die schulmedizinische "Anfangstherapie" sieht dazu Mittel wie Levodopa (z.B. Madopar), eine Vorstufe („Prodrug“) des Dopamins. Die Medikation macht aber nur Sinn, wenn parallel mit COMT-Hemmern (Entacapon) der Abbau von Dopamin blockiert wird. Die Gabe von Dopamin-Agonisten ist eine andere Strategie. (Achtung: Agonisten - nicht Antagonisten. Dopamin-Antagonisten hemmen nämlich das Dopamin und werden z.B. gegen Psychosen eingesetzt.) Diese Wirkstoffe binden an den Dopamin-Rezeptoren und haben daher einen ähnlichen Effekt wie ihr biologisches Vorbild.

Durch Levodopa kann der Dopaminverlust zum Teil ausgeglichen werden. Da es zu "Gewöhnungseffekten" kommt muss die Dosierung immer weiter gesteigert werden, was auch meist mit gesteigerten Nebenwirkungen einher geht. Die Dopaminagonisten sollen die Wirkung des Dopamins fördern und haben eine geringere spätere "motorische Störwirkung", dafür aber leider eine "neuropsychiatrische" Störwirkung.

Eine frühzeitige Therapie mit MAO-B-Hemmern wie Rasagilin (z.B. Azilect) wurde eine Zeit propagiert und auch in Ärztezeitungen angepriesen, erscheint aber nach derzeitiger Lage nicht angezeigt. Die FDA (Arzneimittelbehörde der USA) kommt zu dem Schluss, dass es nicht ausreichende Belege für Rasagilin gibt, um ein Fortschreiten der Beschwerden bei Parkinson zu verzögern.

Operation

Bei besonders schwer betroffenen Patienten setzen Mediziner in einer aufwändigen und riskanten Operation Elektroden in den Nucleus subthalamicus, um mit hochfrequenten Impulsen die Nervenzellen zu blockieren. Doch die neuen Erkenntnisse, dass die krankhaften Signale von den Muskelzellen selber ausgehen, lassen die Therapeuten umdenken. Versuche, bei denen die fehlerhafte Aktivität bereits auf dem Weg von den Muskeln in das Gehirn (etwa im Rückenmark) unterdrückt wird, sind bisher allerdings leider negativ verlaufen. Dennoch erhofft man sich, demnächst Behandlungsverfahren zu entwickeln, bei denen man nicht tief im Gehirn Elektroden einbringen muss. Na, das hoffe ich aber auch...

Und dann sehe ich bei der "klassischen" Therapie ein zusätzliches Problem:

Parkinson Medikamente verändern Persönlichkeit

Der Eingriff in das komplexe Gleichgewicht der Neurotransmitter mit den unter anderem oben erwähnten Medikamenten hat auch Nebenwirkungen auf die Psyche. Die Dopamin-Agonisten können bei den Patienten eine Störung der Impulskontrolle auslösen. Das Syndrom ist dadurch gekennzeichnet, dass die betroffenen Menschen ihren spontanen Bedürfnissen unkritisch und unreflektiert nachgehen.

Dadurch kann es zu Essstörungen, Sexsucht, Kaufsucht, Spielsucht oder Alkoholismus kommen. Oft führen diese Persönlichkeits-Veränderungen zum sozialen Abstieg, an dessen Anfang der Verlust des Lebenspartners steht oder die Kündigung durch den Arbeitgeber.

Der US-amerikanische Neurologe Dr. Adolfo Ramirez Zamora veröffentlichte im März 2016 eine Studie zu dem Thema im Wissenschafts-Magazin „Taylor & Francis“. Darin stellt der Forscher fest, dass Dopamin-Agonisten bei immerhin 14 % aller Parkinson-Patienten Impulskotroll-Störungen hervorrufen (siehe: tandfonline.com/doi/full/10.1586/14737175.2016.1158103).

Dr. Zamora empfiehlt gegen die Nebenwirkungen eine Reihe von Maßnahmen. Zunächst sollte die Medikation mit Dopamin-Agonisten abgewandelt werden, etwa mit einem Präparate-Wechsel oder einer Dosis-Reduktion. Sogar eine zusätzliche Behandlung mit Antidepressiva oder Tranquilizern (Beruhigungsmittel) sei angezeigt. Das finde ich TOLL, denn in diesen Präparaten sind oftmals sogenannte Anticholinergika enthalten, die als nette "Nebenwirkung" eine Demenz haben.

Tja: Die Behandlung von Nebenwirkungen von Medikamenten, mit anderen Medikamenten (die ja auch wieder Nebenwirkungen haben können), ist schon ein sehr sinnvolles Therapiekonzept - oder etwas nicht?

Und was ich von den Antidepressiva halte, habe ich im Beitrag: Antidepressiva - Lebensgefährliche Plazebos?, beschrieben.

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Naturheilkunde und Naturheilverfahren

Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei der Parkinson Erkrankung in Frage kommen können.

Zugegeben: Die Alternative Therapie von Parkinson-Patienten ist nicht einfach. Ich orientiere mich da an einer Einteilung, die Dr. med. Reckeweg im letzten Jahrhundert eingeführt hat: Die 6 Phasen Tabelle nach Reckeweg.

Bei der Parkinson Erkrankung befinden wir uns bereits in Phase 5. Um hier eine völlige Gesundung des Patienten herbeizuführen, bedarf es eines wesentlich höheren Aufwandes, als einen Patienten aus Phase 3 (z.B. Gicht, Rheuma etc.) heraus zu holen.

Meiner Meinung nach, sollten die nachfolgenden Verfahren / Umstellungen alle beachtet werden.

Akupunktur

Einen Versuch mit Ohrakupunktur mit Dauernadeln (auch: Implantat Akupunktur) kann ich bei Parkinson nur empfehlen.

Bewegung / Fitness / Sport

Die Mobilität wird durch Physiotherapie (z.B. Sport, Bewegungsübungen, Medizinische Trainingstherapie) gestärkt.
Das Vibrationstraining bringt meiner Erfahrung nach vielen Parkinson-Patienten eine Besserung der Symptome. Als geeignet halte ich vor allem den srt-Zeptor.

Ernährung

Auf eine ausreichende Ernährung und Flüssigkeitszufuhr geachtet werden (vor allem bei Pflegebedürftigkeit). Interessanterweise scheint ein starker Kaffee nach dem Erwachen (morgens) die Symptome zu reduzieren.

Orthomolekular-Medizin

Aus dem Bereich der Orthomolekularen Medizin (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente usw.) gibt es eine ganze Menge zu tun.

Coenzym Q10: 1200 - 2400mg täglich

Vitamin E: 400-800 I.E. täglich

Selen: 200-400 µg Sollte mit Vitamin C genommen werden.

Vitamin C: 3-4 g Mildert die Symptome, vor allem, wenn es als Begleitmassnahme zur Behandlung mit L-Dopa genommen wird.

Vitamin B-Komplex sollte mind. 0,4mg Folsäure, 50 mg Niacin und 50mg Vitamin B6enthalten. Vorsicht: auf keinen Fall mehr als 50mg Vitamin B6 nehmen, wenn Sie L-Dopa nehmen. Siehe dazu auch mein Beitrag: Folsäure u.a. bei Parkinson

Gamma-Linolensäure
GLS 2-4 g Besonders wirksam zur Verminderung des Zitterns.

Glutathione: Auch hier werden überzeugende Ergebnisse berichtet, vor allem wenn Glutathione per Infusion verabreicht wird. Dosis ca. 2500mg. Die Infusion sollte über mehrere Monate fortgeführt werden.

L-Tyrosin: Tyrosin ist ein Eiweißbaustein und in gewisser Weise ein Vorläufer des Dopamins. Eine gute Alternative, wenn L-Dopa unerwünschte Nebenwirkungen zeigt. Tyrosin kann im Gegensatz zu L-Dopa (nach meinem Kenntnisstand) die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden; das N-(alpha-linolenoyl)Tyrosin (Tyrosin an eine Fettsäure gebunden) konnte dies im Tierversuch erreichen.

L-Methionin: 2-3 g Kann die Beweglichkeit, Kraft, Stimmung und Schlaf verbessern. Bleibt wirksam, selbst wenn die Wirkung von L-Dopa nachläßt.

Creatin: Creatin (=Kreatin) wurde an Mäusen mit Parkinson getestet und konnte die Nervenzellen der Tiere vor dem Verfall schützen. Neurologen der Universität München zeigten in einer klinischen Studie mit 60 Parkinson-Patienten, dass Kreatin die Stimmung der Patienten verbessert und die Patienten weniger Medikamente brauchten. Über den Einsatz von Kreatin berichte ich ausführlich in meinem Kreatin-Report.

Säure-Basen-Haushalt

Über den Säure-Basen-Haushalt kommt man nicht viel weiter bei Parkinson-Patienten, ohne dass gewisse "Regulationsstarren" (Entgiftung!) überwunden werden. Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so genannte PH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus übersäuert. Bei einer Regulationsstarre lassen sich die Werte so nicht wirklich interpretieren. Sie brauchen dazu einen Therapeuten, der sich auskennt.

Schüssler-Salze

Allenfalls unterstützend wirksam: Calcium phosphoricum Nr. 2, Magnesium phosphoricum Nr. 7, Silicea Nr. 11.

Homöopathie

Ein bewährtes Schema, das man versuchen kann, wenn man homöopathisch behandlen möchte:
zu Beginn: Cocculus D 4
danach: Conium D 4
Beide Mittel je vier Wochen;

Ergänzende Mittel die in Frage kommen können:
Plumpum metallicum D 6
Secale cornutum D 6
Hyoscyamus D 4
Kresol D 6

Zahnstörfeld

Tote Zähne (wurzelbehandelte Zähne) stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind bedenklich. Gerade bei Parkinson, sowie generell bei chronischen neurologischen Erkrankungen würde ich wurzelbehandelte Zähne und Amalgam entfernen lassen. Die Erkrankung wird alleine deswegen wahrscheinlich nicht verschwinden, aber eventuell gestoppt.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 25.7.2017 aktualisiert.

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