Prüfungsangst
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Jeder Mensch erfährt im Laufe seines Lebens Situationen, in denen er geprüft wird. Hierzu zählen nicht nur die
schulischen Leistungskontrollen sondern auch Prüfungen des späteren Lebens. Nicht jeder Mensch kann mit
Prüfungssituationen gleich gut umgehen. Studien an verschiedenen Universitäten haben gezeigt, dass mehr als ein
Drittel aller Hochschulabsolventen unter enormen Prüfungsängsten leidet, die bei einem Teil sogar zum Abbruch des
Studiums führen. Prüfungsängste zeigen sich daneben auch bei Dozenten, die Prüfungen abhalten müssen, bei allen
Ausbildungen, Bewerbungen und Situationen des täglichen Lebens.
Bereits in der Kindheit wird durch die Familie vermittelt, dass das gesamte Leben aus Prüfungen besteht. Der
Betroffene möchte sich im Kreis seiner Mitmenschen beweisen. Je stärker dabei das Selbstbewusstsein ausgeprägt ist,
desto besser kann man sich der Umwelt gegenüber präsentieren. Dabei spielen auch frühere Erfahrungen und
gesellschaftliche Normen eine Rolle. So ist z.B. auch zu erklären, dass Reden vor Publikum ebenfalls Prüfungsängste
auslösen können.
Die aufkommenden Ängste entwickeln sich aus Zweifeln, Unsicherheit und dem Gefühl, versagen zu können, heraus.
Die verursachenden Situationen sind abhängig von der zu absolvierenden „Prüfung“, dem Betroffenen selbst sowie
seinem Umfeld. In der Schule und in der Lehre ist es vor allem das mündliche Abfragen von Wissen, welches die
Ängste auslöst. Bei Reden oder Vorträgen hängt es häufig davon ab, welche Mitmenschen sich unter den Zuhörern
befinden (sind diese für die Zukunft eventuell von Bedeutung?). Fahrprüfungen bedeuten bei Bestehen Unabhängigkeit
und Freiheit, bei Versagen ein weiteres Angewiesen-sein auf andere Menschen oder Hilfsmittel. Das
Bewerbungsgespräch z.B. ist wichtig für die berufliche Zukunft.
Zu den Ursachen für Prüfungsängste zählen, neben einem mangelhaft ausgeprägten Selbstbewusstsein, vor allem die
Unfähigkeit zur Koordination, fehlende Lernstrategien, Angst, Unsicherheit und schlechte Vorbereitung.
Durch den Druck, den sich die betroffene Person selbst aufbaut, entstehen Ängste und Stresssituationen. Diese
entwickeln sich langsam und nehmen bis zum Zeitpunkt der Prüfung stetig zu. Zu Beginn zeigt sich eine gewisse
Anspannung, die zu allgemeiner Unruhe, Schlafstörungen und verändertem Essverhalten führen kann. Durch den
Zeitfaktor entwickeln sich diese Symptome weiter und nehmen an Intensität zu.
Das sich intensiv mit der bevorstehenden Situation Beschäftigen führt zu physischen Beschwerden, die sich in
Herzrasen, Schweißausbrüchen, Schwindel, allgemeine
Kreislaufprobleme, Parästhesien (Missempfindungen), einem flauen Magen,
Verstopfungen oder Durchfall äußern.
Ein Hineinsteigern kann die Atemfrequenz erhöhen: es drohen Hyperventilationen bis hin zur Ohnmacht.
Zusätzliche körperliche Beeinträchtigungen (z.B. schwere Krankheiten, Behinderungen) verstärken die allgemeine Symptomatik. Hinzu kommt die
psychische Komponente mit depressiven Verstimmungen, Gefühlen der Hilflosigkeit
oder Resignation bis hin zur Hoffnungslosigkeit.
Die Zeit bis zur Prüfung gibt dem Betroffenen die Möglichkeit, Vermeidungsstrategien zu entwickeln. Hierzu
zählen das Nicht-Lernen, das Umgehen von Situationen, die der bevorstehenden ähneln, das Hinausschieben der
Vorbereitung oder sogar das Fluchtverhalten durch Meidung der Prüfungssituation.
Um Prüfungsängste bewältigen zu können, ist es hilfreich, die auslösenden Faktoren zu
kennen.
Der Betroffene muss sich der Situation stellen und den Umgang damit erlernen. Er sollte sich bewusst machen, um
was es geht, was verlangt wird und welches Ausmaß die Situation annehmen wird. Eine Stärkung des
Selbstbewusstseins, z.B. durch Zuspruch von Außen, kann hier von großem Vorteil sein. Zu den
Vorbereitungsstrategien zählen auch das richtige Zeitmanagement (Wochen- oder Monatsplan), Übungen in Gruppen
(Freundeskreis), das Schaffen günstiger Arbeitsbedingungen (Ruhe, geeigneter Arbeitsplatz, Zugriffsmöglichkeiten
auf Hilfsmittel wie z.B. Literatur oder Internet) sowie das Erlernen von Entspannungsverfahren (z.B. autogenes Training, Atemübungen). In ausgeprägten Fällen
ist es sinnvoll, sich professionelle Unterstützung zu suchen.
verwandte Themen: Angstzustände - Depression -
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Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Prüfungsangst in Frage kommen.
Weder Schüssler-Salze noch Bach-Blüten ersetzen das Lernen. Aber sie helfen, in diesen aufregenden Momenten zum
Gelernten Zugriff zu haben.
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Bachblüten
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Es gibt eine gute Bach-Blütenmischung, die sog. "Prüfungstropfen":
Chestnut Bud Nr. 7, Clematis Nr. 9, Elm Nr. 11, Hornbeam Nr. 17, Rock Rose Nr. 26. Bei Bedarf 4 Tropfen in einem Glas Wasser schluckweise
trinken. Notfalls nehmen Sie die 4 Tropfen unter die Zunge.
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Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen) |
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
Je 20 ml Johanniskraut, Melisse, Lavendel, Hopfen, Königin der
Nacht |
| Heilpflanzen |
Baldrian, Sojaöl/Lezithin, Melisse, Passiflora, Johanniskraut, Rosenwurz
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| Schüssler-Salze |
Magnesium phosphoricum Nr. 7
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| Homöopathie |
Vor der Prüfung: Argentum nitricum D 12 (lange Zeit vorher einnehmen)
Nervosität am Tag davor: Gelsemimum D 4
kurz vor und während der Prüfung Strophantus D 4
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.07.2011 aktualisiert.

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