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Naturheilkunde - Lexikon

Reisedurchfall

Besonders bei Reisen ins Ausland kommt es immer wieder zu Darmstörungen, die sich meist in Form von Durchfällen äußern (Reisediarrhoe).

Hier spielen die hygienischen Umstände des jeweiligen Reiseziels eine große Rolle. Ca. 30 Prozent aller Urlauber in südlichen Ländern, und mehr als 50 Prozent mit den Zielen Afrika und Indien leiden mindestens einmal an dieser Infektion, die im Normalfall harmlos verläuft, den Betroffenen aber sehr schwächt.

Meist liegt eine Bakterien-Infektion vor (besonders Escherichia coli), wobei verunreinigte Lebensmittel oder auch Wasser mit Stuhlrückständen die Durchfälle auslösen. Seltener kommt es zu einer Salmonelleninfektion, einem sonstigen Viren- oder Parasitenbefall. Daneben kann auch das ungewohnte Essen eine Darmunstimmigkeit verursachen.

Typische Symptome für eine Reisediarrhoe sind wässrige Stuhlgänge (auch schleimig oder breiig), mehrfache Darmentleerungen pro Tag (> 3 Mal), Koliken, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen.

Bei stärkerer oder länger andauernder Infektion kommt es häufig zusätzlich zu Fieber, konzentriertem Urin (durch den Wassermangel), Hautveränderungen (Falten, Risse, trockene Haut) sowie Blut im Stuhl (durch die ständige Reizung des Darms).

Unbehandelt können diese Symptome, bedingt durch den hohen Elektrolyt-Verlust und die allgemeinen Mangelerscheinungen, zu einer Schock-Symptomatik führen. Bei Säuglingen und Kleinkindern besteht besondere Vorsicht, da hier bereits die klassischen Symptome einer Diarrhoe zu lebensbedrohlichen Situationen führen können.

Viele glauben, oder wird glauben gemacht, dass man sich mit einer Impfung dagegen schützen kann. Es ist jedoch eine Tatsache, dass es gegen den Reisedurchfall keine Impfung gibt. Das beste Mittel ist ein perfektes Immunsystem. Alle aufgeschwatzten und verkauften Pillen haben keine oder nur sehr geringe Wirkung.

verwandte Themen: Bauchschmerzen - Durchfall - Infektionen

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Reisedurchfall in Frage kommen.

Aromatherapie Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet werden.
Eine Woche vor der Abreise können Sie mit  folgender Kur beginnen: Am Morgen träufeln Sie einen Tropfen Eukalyptusöl auf den Handrücken und lecken ihn auf. Am Abend machen Sie dasselbe mit einem Tropfen Bohnenkrautöl.
Ernährung

Wenn der Durchfall Sie erfasst hat, denken Sie daran, dass die verlorene Flüssigkeit ersetzt werden muss. Am besten mit Tee und ab und an einer Tasse Bouillon (wegen des Salzverlustes). 

Ein anderes Rezept zur Rehydrierung ist folgendes: 1 Teelöffel Kochsalz, ½ Teelöffel Backpulver und 8 Teelöffel Zucker auf einen Liter Flüssigkeit.

Eigentlich widerstrebt mir der folgende Tipp: Schäle es, koche es oder vergiss es. Wir sagen das mit einer gewissen Arroganz (bei denen ist ja alles dreckig) und übertünchen damit unsere Abwehrschwäche und reduzierte Immunlage.
 

Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen: Je 20 ml Storchenschnabel, Kamille, Fenchel, Schafgarbe und Rosskastanie.
Gemmo-Therapie Bis zur Besserung stündlich 1-2 Stösse Johannisbeer-Knospenmazerat in den Mund sprayen.
Sonstiges Nach der Erkrankung machen Sie eine dreiwöchige Enzymtherapie (Wobe Mucos) in der Drogerie oder Apotheke).