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Röteln (Rubella) ist eine Infektionskrankheit, die durch den Rubivirus über
Tröpfcheninfektion übertragen wird.
Am häufigsten sind Kinder zwischen dem 3. bis 10. Lebensjahr
betroffen.
Nach einer Inkubationszeit (Zeit zwischen Viruskontakt und Ausbrechen der
Krankheit) von zwei bis drei Wochen beginnt die Rötelnerkrankung mit leichtem Fieber und
einem leichten Krankheitsgefühl.
Im Verlauf kommt es zu einer schmerzlosen Lymphknotenschwellung (vor allem im
Nackenbereich, hinter den Ohren) und einem meist gleichzeitigen Auftreten eines typischen
Hautausschlags (linsengroße, nicht ineinander laufende rote Flecken), der üblicherweise
hinter den Ohren beginnt und sich von dort über den Rumpf ausbreitet und nach ca. drei Tagen
wieder verblasst.
Die Krankheit verläuft meist mild und komplikationslos. Sehr selten kann es zu
Gehirnentzündungen (Enzephalitis) oder Gelenkschmerzen (Arthralgien) kommen.
Gefährlich ist eine Rötelninfektion für schwangere Frauen. Besonders innerhalb
der ersten drei Schwangerschaftsmonate kann eine mütterliche Infektion mit dem Rötelnvirus
schwere kindliche Organschäden verursachen (=Rötelnembryopathie, betroffen vor allem die
Augen, das Ohr, das Herz und das Gehirn).
Derzeit wird die Rötelnimpfung für alle Kinder empfohlen. Vor einer geplanten
Schwangerschaft kann die Wirksamkeit der Schutzimpfung überprüft (=Titerbestimmung) und
gegebenenfalls nachgeimpft werden.
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