Schleimbeutelentzündung - Ursachen und alternative
Therapien
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Was ist eigentlich ein Schleimbeutel?
Schleimbeutel (Bursae) finden sich im menschlichen Organismus an allen Stellen des Bewegungsapparates, die einer
erhöhten Druckbelastung standhalten müssen. Sie fungieren dort als Polster.
Es handelt sich bei einem Schleimbeutel um einen, durch zwei Schichten gebildeten, flüssigkeitsgefüllten
Hohlraum im Bereich zwischen Knochen und Haut, zwischen Sehnen und Knochen oder zwischen Bändern und Knochen. Die
prominentesten und wichtigsten Schleimbeutel finden sich am Ellenbogen, im Schulterbereich und im Knie.
Die Entzündung eines Schleimbeutels (Bursitis) entsteht nach gängiger Vorstellung durch Überlastung, Infektion (durch Bakterien) oder auch Verletzung im betroffenen Bereich und zeigt sich akut
oder chronisch.
Die Schleimbeutel von Schulter (Bursitis subacromialis), Ellenbogen (Bursitis olecrani) und Knie (u.a. Bursitis
praepatellaris) liegen relativ oberflächlich und weisen daher eine hohe Empfindlichkeit auf. Besonders
Hochleistungssportarten oder Tätigkeiten mit andauernd gleicher Belastung eines Gelenkes führen vermehrt zu
Entzündungen eines Schleimbeutels (z.B. im Knie bei Fußballern oder
Läufern).
Zu Beginn einer Bursitis zeigen sich neben reibenden (Betroffene fühlen ein Knirschen) oder brennenden Gefühlen
während der Bewegung kaum Beschwerden. Im Verlauf kommt es zu einer Schwellung mit einhergehender Überwärmung,
Ergussbildung sowie starken Schmerzen, auch in belastungsfreien Phasen (Ruhe- und
Nachtschmerz).
Diagnose und Therapie
Durch Anamnese, Inspektion und unterstützende Methoden wie bildgebende Verfahren, Arthroskopie oder Punktion
erfolgt die Diagnosestellung in der Schulmedizin.
Die gängige schulmedizinische Therapie sieht ungefähr so aus:
Neben "konservativen Maßnahmen" wie Ruhigstellung des Gelenkes, Bestrahlungen (Rotlicht), Elektrotherapie und
Kryotherapie (Kryo = Kälte) werden häufig natürlich schmerzlindernde und abschwellende Medikamente (z.B.
Cortison) gegeben.
Zeigen diese konservativen Therapien keine Wirkung oder droht eine "chronische Ausbildung" (wie das im
Fachjargon genannt wird), wird der betroffene Schleimbeutel häufig operativ (z.B. arthroskopisch)
entfernt. Im Anschluss folgt dann (wieder) die Ruhigstellung mittels spezieller Bandage (z.B. Gilchrist im
Schulterbereich) oder Gips. Danach folgt dann meist wieder Krankengymnastik.
Zu Komplikationen kann eine Bursitis führen, wenn die Schwellung derart zunimmt, dass das umliegende Gewebe und
sich in der Nähe befindende Gefäße und Nerven in Mitleidenschaft gezogen bzw. geschädigt werden (u.a. Reizung,
Blutung, Nervenläsion). Durch die Ruhigstellung des betroffenen Gelenkes droht die Atrophie (Abbau) der umgebenden
Muskulatur (= Schwächung des Gelenkes).

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei einer Schleimbeutelentzündung in Frage kommen.
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 21.07.2011 aktualisiert.

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