Warzen - Hausmittel und Alternativmedizin gegen
verschiedene Warzenarten
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Als Warze (=Verruca) werden gutartige aber ansteckende Haut- und
Schleimhautveränderungen bezeichnet, die scharf begrenzt, meist klein und meist mit einer rauhen, schuppigen
Oberfläche auftreten.
Hervorgerufen werden sie (nach einhelliger Lehrbuchmeinung), durch eine Infektion mit humanen
Papillomaviren (=HPV Humane Herpesviren, kurz: Herpes genannt). Diese ist eine
Kontakt- oder Schmierinfektion, die oft z.B. im Schwimmbad oder beim Geschlechtsverkehr
vorkommt.
Papillomaviren vermehren sich in Hautzellen der obersten Hautschicht (Epidermis) in die sie
durch kleinste Verletzungen gelangen können. Die Warzen können noch bis mehrere Monate nach der Infektion
entstehen.
Es gibt gewöhnliche Warzen (=Verrucae vulgares), die vor allem an Händen auftreten und als
harte, verhornende Knötchen auftreten, die sich meist von einer Ausgangswarze aus
verbreiten.
Flache Warzen (=Verrucae planae juveniles)
treten meist bei Kindern und Jugendlichen vor allem im Gesicht auf und zeigen sich als flache, weiche
hautfarbene Knötchen.
Dornwarzen (=Verrucae plantares) treten vor
allem an den Fußsohlen auf. Da die Warzen dort durch die hohe Druckbelastung beim gehen und stehen nicht nach
außen wachsen können, wachsen diese wie ein Dorn in tiefe Hautschichten hinein. Ab einer bestimmten Tiefe
können sie Schmerzen beim Gehen verursachen.
Feigwarzen (=Condylomata acuminata) sind
weißliche Knötchen, die vor allem in der Genitalbereich und in der Analregion vorkommen. Diese werden
manchmal auch als "Genitalwarzen" oder "Kondylome" bezeichnet. Medizinisch korrekt heißen die Feigwarzen
Condylomata acuminata.
Dellwarzen treten gerne bei Kleinkindern
auf. Diese zählen nicht zu den gewöhnlichen Warzen, weil diese nicht mit den Humanen Papillomviren, sondern
mit den Mollusca Contagiosa Viren (MCV) als Erreger in Verbindung gebracht werden.
Genrell haben Warzen durchaus eine gewisse Rate an sogenannten
"Spontanheilungen". Klar: Wenn Viren die Ursache sein sollen, dann kann unser eigenes Immunsystem auch damit fertig
werden. Insofern rate ich auch immer bei solchen Erkrankungen zu Maßnahmen, die das Immunsystem unterstützen. Mehr
dazu unter dem Stichpunkt Infektionen und Abwehrkräfte.
Eine Operation der Narben mit tiefer Ausschneidung der Narben wird
heute generell (zum Glück) nicht mehr so häufig durchgeführt. Bei über der Hälfte aller Fälle kommen die Warzen
wieder. Auch entstehen manchmal Narben, die dann ebenfalls Probleme bereiten können.
Gängige Mittel der klassischen Medizin die noch gerne eingesetzt werden
sind der Höllenstein (Silbernitratstift) mit dem die Warze verätzt wird. Nachteil: es können schwarze auf der Haut
verbleiben, was an Händen nicht so schön aussieht.
Erfolgreicher und besser verträglich ist eine Behandlung mit der
Salicylsäure; als Pflaster oder auch Tinktur.
Das Vereisen von Warzen ist schmerzhafter und die Behandlung mit einem
Laser relativ teuer.
Weitere Hausmittel, Verfahren der Naturheilkunde und Alternativmedizin
bespreche ich weiter unten.
siehe auch:
Hautkrankheit - Herpes -
Hühneraugen

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
zur Behandlung von Warzen in Frage kommen.
Zu den hier vorgestellten Verfahren sind mir keine Studien oder ähnliches bekannt. Diese beruhen auf
Überlieferungen und Erfahrungen, sowie meinen Beobachtungen.
HILDEGARD VON BINGEN
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Veilchencreme mehrmals täglich auftragen.
Ein Amethyst wird mit Speichel befeuchtet und damit die Warze bestrichen. Oder mit Ametyst-Wasser öfters
befeuchten.
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| Homöopathie |
In Frage kommen in der klassischen Homöopathie: Medorrhinum D200, Thuja D4, Causticum Hahnmanni
D4. Bei Kindern kommen auch noch zahlreiche andere Mittel in Frage.
In der Selbstanwendung kann man Thuja in der Urtinktur (auftupfen, mehrmals täglich)
versuchen.
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| Heilpflanzen |
In der "Volksmedizin" wir häufig das
Betupfen der Warzen mit: Holunderbeersaft, Saft aus den Blütenstengeln des Löwenzahns,
Zitronensaft oder dem Saft aus dem Schöllkraut sind beliebte "Volksmittel". Diese sind aus
meiner Sicht unschädlich und immer einen Versuch wert.
Von Teebaumöl rate ich eher ab. Da
sollte man vorsichtiger anfangen wegen des Risikos von Allergien.
In Studien zeigte sich aber Haferstroh (Tinktur, äußerlich angewendet) bei
Warzen wirksam. Ebenfalls kommen in Frage: Bittersüßstängel, Lebensbaumkraut,
Sadebaumspitzen. Diese Heilpflanzen zeigten allerdings keine überzeugenden Ergebnisse.
Noch eine Anwendung aus der Volksmedizin, die Berichten zu Folge manchmal
Erfolge bringt: Ein Stückchen einer Bananenschale (nur Bio-Bananen!) mit der weißen Seite auf der
Warze befestigen und 24 Stunden belassen. Danach aufgelöste Warzenbestandteile vorsichtig abschaben
(mit einem stumpfen Gegenstand oder einem Bimsstein). Danach die Prozedur
wiederholen.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Schüssler-Salze |
an den Händen:Kalium chloratum
wenn Kalium chloratum nicht ausreicht: Natrium sulfuricum Salbe
Warzen alt und verhärtet: Calcium fluoratum Salbe
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Sonstiges aus der
Volksmedizin |
Es gibt eine sehr alte und etwas
sonderbare Art der Warzenbehandlung aus der Volksmedizin: das Besprechen.
Betreichen Sie die Warze im Uhrzeigersinn und sagen folgenden Satz vor sich hin: Was ich
sehe, das bestehe, was ich bestreiche, das weiche. (Sie schauen die Warze dabei natürlich
nicht an.) Versuchen Sie es, es kostet nichts und oftmals hilfts!
Viele gehen auch zum Besprechen. Dies ist bei uns in Schleswig-Holstein sehr
verbreitet. Vor allem bei Kindern wirkt dies oftmals erstaunlich gut und ist aus meiner Sicht
auf jeden Fall mehrere Versuche wert - denn: die Operationsverfahren sind schmerzhaft. Und
gerade Kindern möchte man so etwas lieber ersparen.
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Diese Seite wurde letztmalig am 12.9.2011 aktualisiert.

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