Wurmerkrankungen: Würmer beim Menschen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Würmer sind Parasiten, die den Menschen befallen können. Wurmerkrankungen kommen vor allem in Entwicklungsländern vor und stellen dort ein massives gesundheitliches Problem dar. In Mitteleuropa kommen hauptsächlich Spulwürmer, Madenwürmer und Bandwürmer vor.

Spulwürmer (=Ascaris lumbricoides) sehen aus wie Regenwürmer und können bis zu 25 cm lang werden. Sie besiedeln den oberen Magen-Darm-Trakt und haben einen Kreislauf im Menschen, in dem sie vom Magen-Darm-Trakt als Larven über die Leber und von dort in die Lungen gelangen, wo sie sich weiterentwickeln, um abgehustet zu werden und durch herunterschlucken wieder in den Magen-Darm-Trakt zu gelangen. Symptome gibt es bis auf bronchitisähnliche Zeichen über ca. eine Woche keine.

Madenwürmer (=Enterobius vermicularis) können bis zu einem Zentimeter lang werden und besiedeln den Dickdarm. Wichtigstes Symptom ist ein Juckreiz am After, der vor allem nachts auftritt und durch die Eier verursacht wird, die die Weibchen in diesem Bereich ablegen.

Bandwürmer (z.B. Rinderbandwurm = Taenia sainata, Fuchsbandwurm oder Hundebandwurm = Echinococcus) leben ebenfalls im Darm und können bis zu einigen Metern lang werden. Sie heften sich mit ihrem Kopf an der Darmschleimhaut an und machen meist keine Beschwerden. In einigen Fällen kann es zu einem Afterjuckreiz oder Bauchschmerzen kommen. Auf dem Stuhl aufgelagert kann man ausgestoßene Bandwurmglieder erkennen.

Vorteile von Würmern?

Die Annahme, dass ein Wurmbefall auch positiv zu sehen ist, erscheint erst einmal völlig absurd. Doch genau das ist eine Behauptung, die aus der Richtung der umstrittenen Hygiene-Hypothese kommt. Diese Theorie besagt, dass der Kontakt mit Krankheitserregern das Immun-System weitestgehend davor bewahrt, allergische Reaktionen auszuprägen. Einige US-amerikanische Forscher meinen sogar, dass bestimmte Würmer vor Darminfektionen schützen. Belege dafür fanden Ken Cadwell und sein Team von der New York University School of Medicine. Die Ergebnisse ihrer Studie veröffentlichte die Arbeitsgruppe im Fach-Journal „Science“ im April 2016.

Zunächst führten die Wissenschaftler ein Tier-Experiment mit Mäusen durch, die durch einen Defekt am Gen NOD2 an einer Darmstörung litten, die dem Morbus Crohn sehr ähnlich ist. Bei den Nagern war eine Folge der Erkrankung unter anderem eine ungünstige Zusammensetzung der Darmflora. Deren Anteil von Bacteroides vulgatus war stark erhöht. Der opportunistische Erreger kann auch beim Menschen Darmentzündungen auslösen und hatte bei den Mäusen bereits die Darmschleimhaut angegriffen. Nach der experimentellen Infektion mit dem Wurm Trichuris muris jedoch gesundete die Schleimhaut fast vollständig. Bacteroides vulgatus wurde zurückgedrängt und die Zahl der Clostridien nahm zu, eine Bakterien-Art, die im Darm Entzündungen herabsetzt. Auch auf biochemischer Ebene konnten die Forscher den Effekt der Wurminfektion beschreiben: Die Würmer induzierten die Produktion von Interleukinen. Diese Hormone sind an der Steuerung des Immunsystems beteiligt.

Dann untersuchten Cadwell und sein Team die Darmflora malaysischer Landbevölkerung und städtischen Einwohnern des Landes. Im Gegensatz zum urbanen Populations-Segment sind dort auf dem Land Wurminfektionen sehr häufig. Auch in diesen Betrachtungen zeigte sich, dass die von Würmern „geplagten“ Menschen einen geringeren Anteil von Bacteroides vulgatus im Darm hatten als ihre parasitenfreien Landsleute. Nach einer Wurm-Therapie stieg die Besiedlung mit Bacteroides vulgatus im Darm wieder an und die „freundlichen“ Clostridien gerieten ins Hintertreffen.

Dem Gen NOD2 wird beim Menschen eine Mitverantwortung bei Morbus Crohn zugeschrieben. Die New Yorker Ärzte denken jetzt darüber nach, ob sie den Patienten durch Wurm-Infektionen helfen können.

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Darmprobleme - Durchfall - Hämorroiden

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Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Würmern in Frage kommen können.

Mit der Hygiene beginnt die Therapie:

1. Mehrmals täglich sind die Hände zu waschen. Dies muss vor allem Kindern gezeigt werden und ab und an auch überwacht / kontrolliert werden - je nach Alter.

2. Fingernägel kurz schneiden. Beim Händewaschen ist der Gebrauch einer Nagelbürste hilfreich. Diese ist täglich einmal zu desinfizieren (-> in kochendes Wasser legen).

3. Handtücher täglich wechseln und kochen.

4. In eng anliegenden Unterhosen schlafen. Morgens nach dem Aufstehen Unterhose ablegen und in die Wäsche geben. Danach "Analhygiene": duschen mit gründlicher Reinigung des Analbereichs. Nach dem Stuhlgang ebenfalls: Feuchttücher verwenden und gründliches Händewaschen. Täglich eine frische Unterhose.

5. Bettwäsche täglich wechseln, bis die Würmer "erledigt" sind. Gerade dieser Punkt kostet natürlich Zeit und "nervt". Gerade bei Madenwürmern halte ich diesen Punkt für wichtig. Kuscheltiere etc. entsprechend behandeln.

Ernährung Kürbiskerne und Karotten werden in zahlreichen Naturheilkundebüchern erwähnt. Auch ich rate dazu vor jeder Mahlzeit eine rohe Karotte zum essen zu geben. Kinder essen diese meist auch gerne. Allerdings sollten sie sich von der Vorstellung lösen, Würmer nur mit Karotten oder Kübiskernen loswerden zu können.
Einläufe & Klistiere Vor allem bei Madenwürmern kann man auch Klistiere zum Einsatz bringen. Als Zusätze eignen sich meiner Erfahrung nach: Knoblauchessenz, Chelidonium (Schöllkraut) und Wermutkraut (beide als Tee). Schöllkraut nicht bei kleinen Kindern. Schöllkraut ist in gewisser Weise giftig. Die richtige Dosis ist wichtig.
Heilpflanzen

Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet werden. Gegen Würmer effektiv wirken u.a. Wermutkraut, KnoblauchKürbiskerne, Rizinusöl.

Nach Hulda Clark hat sich folgendes "Parasitenöl" bewährt: Walnussöl, Nelkenöl, Wermutkrautöl. Einige Quellen erwähnen auch das Walnussschalenöl, was ich aber eher für Übersetzungsfehler halte, da mir eine Heilwirkung der Walnussschalen nicht bekannt ist.

Diese "Pflanzen" können auch parallel als Tee gegeben werden. Problematisch bei Kindern: Tee und Öl sind sehr bitter, sodass diese den Tee fast immer verweigern. Das Öl ist ebenso besser, kann aber in etwas Fruchtsaft gegeben werden und dadurch "schneller" geschluckt werden.

Für geeignet halte ich auch das Rizolöl (auch bekannt als Rizol-Therapie): Bestandteil sind ozonisiertes Ölivenöl und Rizinusöl - "Riz"-inus und "Ol"ivenöl. In Kombination mit den oben erwähnten Kräutern gibt es das auch als Para-Rizol-Öl (z.Zt. meines Wissens nicht erhältlich). Mein Kollege Alix hat dieses Öl als Fertigmischung herstellen lassen und vetreibt dieses unter dem Namen: Buchweizenberg-Öl Nummer 2

Homöopathie

In Frage kommende Mittel:
Cina D4 (Hauptmittel)
Abrotanum D3
Cicuta virosa D6
Spigelia D4
Teucrium marum verum D6

Man mag es nicht für möglich halten, aber das richtige gewählte Mittel kann das "Terrain" so verändern, dass die Würmer tatsächlich massenhaft abgehen. Vor allem bei ständig wiederkehrenden Würmern (trotz Hygiene etc.) würde ich auch auf die klassische Homöopathie setzen.

Schüssler-Salze

Grundsätzlich: Natrium chloratum Nr. 8, Natrium phosphoricum Nr. 9; Einläufe machen mit je 20 Tabletten in ½ Liter abgekochtem, warmem Wasser.
Bandwürmer: Natrium phos. Nr. 9, Natrium sulfuricum Nr. 10 um 9:00 Uhr und um 16:00 Uhr je 2 Tabletten im Mund zergehen lassen.

Die Therapie mit Schüssler Salzen halte ich für nicht so erfolgreich wie das passende gewählte homöopathische Mittel oder die Heilpflanzen. Für den Einlauf sind die Mittel aber durchaus gut.

sonstiges Einige Patienten und Therapeuten berichten gute Erfolge mit dem sog. "Zappen" mit dem "Blutzapper". Bekannt wurde das Zappen vor allem durch Hulda Clark, die ich weiter oben bereits im Zusammenhang mit "Parasitenöl" erwähnt hatte.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 8.5.2016 aktualisiert.