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Eine akute Zahnfleischentzündung (Gingivitis) zeigt sich durch
eine leichte Rötung des Zahnfleischs, Zahnfleischbluten und eine leichte Schwellung des
Zahnfleisches.
Sie ist meist nicht schmerzhaft. Bei schweren Verläufen ist
jedoch jede Berührung des Zahnfleisches mit starken Schmerzen
verbunden.
Als Ursache der Zahnfleischentzündung gilt in der Schulmedizin
ein bakterieller Zahnbelag (Plaque), der vermehrt bei unzureichender
Mundhygiene (unregelmäßiges, ungenügendes Zähneputzen)
auftritt.
Bakterien im Zahnbelag scheiden Giftstoffe (Endotoxine) aus,
die in das Zahnfleisch eindringen und dort die körpereigene Abwehr des Immunsystems
aktivieren, so dass es zur Entzündungsreaktion kommt. Hierdurch wird das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt erhöht.
Die Schulmedizin ist sich allerdings noch nicht ganz
klar darüber, wie stark sich dieser Risikofaktor auswirkt. Meiner Ansicht nach ist dieser Faktor
bedeutend! Viel zu wenige Hausärtze kümmern sich um dieses Problem - und auch nur wenige meiner
Kollegen schauen ihren Patienten in den Mund, was ich für absolut notwendig halte.
Zu einer akuten Zahnfleischentzündung kommt es nach Ansicht der
Schulmedizin durch mechanische (zu starkes, falsches Putzen), thermische (Verbrennung an
heißen Getränken oder Speisen) oder chemische (Säuren- oder Laugenverätzungen)
Einflüsse.
Eine Sonderform der akuten Gingivitis ist die akute
nekrotisierende ulzeröse Gingivitis (ANUG), die häufig bei Rauchern
oder in Stresssituationen vorkommt. Sie entsteht auf dem Boden einer Gingivitis, ist sehr
schmerzhaft und verbunden mit Mundgeruch, einem fauligen Geschmack im Mund, Fieber und
Lymphknotenschwellungen.
Aus der akuten Form kann eine chronische Gingivitis
hervorgehen. Sie kann einen schubartigen Verlauf mit variablen Entzündungszeichen haben und
es kann zu Zahnfleischwucherungen kommen.
siehe auch: Zahnprobleme - Zahnfleischblutung - Zahnstörfelder
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