Heilpflanze Fenchel: Inhaltsstoffe, Anwendung, Wirkung und Studien

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Pflanzengattung Foeniculum der Familie Apiaceae besitzt nur eine einzige Pflanzenart: den Fenchel, botanisch Foeniculum vulgare. Die krautige Pflanze besitzt gefiederte Blätter und gelbe Blüten.

Ursprünglich wuchs Fenchel an den Mittelmeerküsten, doch ist er heute in vielen Teilen der Welt zuhause, wo er warme und eher trockene Standorte bevorzugt. Weltweiter Führer in der Produktion von Fenchel ist heute mit großem Abstand Indien.

Von den Mittelmeerländern rangiert nur Marokko unter den Top Zehn Produzenten für Fenchel und belegt Platz sieben.(1) Fenchelknollen werden in Deutschland von Juni bis November geerntet. (2)

Auch die Samen des Fenchels, botanisch handelt es sich um die Früchte der Pflanze, werden in der Küche als Würzzutat verwendet. Sie können Schwarzbrot zugegeben oder zum Tee aufgegossen werden. Fencheltee wirkt bei Magenbeschwerden und Darmbeschwerden lindernd. Fenchelsamen sind Bestandteil einiger Gewürzmischungen und Zutat von Absinth oder Pastis. Auch für die Heilkunde werden meist die Fenchelfrüchte oder getrocknete Wurzeln verwendet.

Der Begriff Fenchel stammt aus den lateinischen Wörtern feniculum oder foeniculum für Heu. Bereits Menschen der Antike oder die Römer kannten seine Heilkraft. Im Altgriechischen wird Fenchel Marathon genannt und besitzt eine Vokabel in der Linearschrift B, die bis ins 12. Jahrhundert vor Christus verwendet wurde. In der Mythologie verwendet Prometheus einen Pflanzenstängel des Fenchels, um den Göttern Feuer zu stehlen.

Plinius schrieb dem Fenchel eine heilsame Wirkung gegen nicht weniger als 22 verschiedene Beschwerden zu. Im altenglischen Neunkräutersegen, Nine Herbs Charm, aus dem neunten oder zehnten Jahrhundert nach Christus wird Fenchel (finule) als eins der neun Heilkräuter benannt.(3)

Der Anbau in Spanien kann bis ins Jahr 961 zurück belegt werden, als Fenchel in einer Schrift über Ackerbau erwähnt wird. Die Haushaltsbücher von Edward dem Ersten, der England von 1272 bis 1307 regierte, verraten, dass monatlich 8,5 pound (18.7 Kilogramm) Fenchel für den Hof eingekauft wurden. John Evelyn erklärt in seinem Werk Acetaria (1680), dass der Genuss der geschälten Fenchelstiele dem Schlaf förderlich sei.

Fenchel enthält reichlich Vitamin C. Zudem enthält die Pflanze Kieselsäure und verschiedene ätherische Öle wie das Anethol, die für seine Heilkraft verantwortlich sein sollen. Ätherisches Fenchelöl enthält 50 bis 70 Prozent trans-Anethol und bis zu 20 Prozent Fenchon. Weitere Bestandteile des Fenchelöls sind Limonen, Campher und Pinene. Blätter und Früchte enthalten zudem viele Flavonoide (Quercetin, Isoquercetin und Kaempferole), Fette, Proteine und organische Säuren. (4)

Als Heilpflanze soll Fenchel bei Verdauungsproblemen, Husten, Grünem Star (Glaukom), Bluthochdruck und Milcheinschuss helfen. Neben traditionellen Überlieferungen liegen heute wissenschaftliche Forschungsdaten zur Wirkung des Fenchels und seiner Inhaltsstoffe vor. Doch ist die Quellenlage noch unvollständig und erst einige der vielen dem Fenchel zugeschriebenen Heilwirkungen wurden tatsächlich belegt. Andere, wie eine positive Wirkung auf den Blutdruck oder Milcheinschuss, sind bislang wissenschaftlich unbelegt.

Die heilsame Wirkung bei Glaukomen wurde 2008 von indischen Forschern an Kaninchen nachgewiesen. Sie fanden eine Wirkung von einem wässrigen Extrakt aus Fenchelsamen, die auf den Augendruck so effektiv wirkte wie der Betablocker Timolol, der bei Grünem Star oft verschrieben wird. Wenn die ausstehenden klinischen Studien und Untersuchungen zur Toxizität ebenso erfolgreich sind, könnte Fenchel bald zu den natürlichen Alternativen bei der Behandlung von Glaukomen gehören.(5)

Verantwortlich für die Heilkraft des Fenchels sind seine ätherischen Öle. So haben verschiedene Öle von Gewürzpflanzen, darunter auch Fenchelöl, nachweislich antibakterielle Eigenschaften.(6)

Im Jahr 2009 konnte zudem belegt werden, dass der wässrige Extrakt sowie mit organischen Lösungsmitteln gewonnene Extrakte aus Fenchel antibakteriell wirken. Dabei wirkten vor allem die Extrakte aus zerdrückten Samen, während gemahlene Samen einen erheblichen Teil ihrer antibakteriellen Wirkung verloren hatten. Zudem wirkte der Aufguss mit heißem Wasser stärker als solche mit kochendem Wasser oder Wasser mit Raumtemperatur.

Alle Extrakte wirkten sowohl auf grampositive wie gramnegative Bakterien, während grampositive Bakterien sensibler auf das Fenchelextrakt reagierten. Die Pflanzenextrakte zeigten sich in der Studie als ebenso effektiv wie die mitgetesteten Standard-Antibiotika.(7)

Der Erfolg der traditionellen Anwendung von Fenchel bei Infektionskrankheiten ist damit wissenschaftlich belegt und Fenchelextrakt kann als sanfte und verträgliche Alternative zu Antibiotika gelten.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie einfach meinen kostenlosen Praxis-Newsletter an:

Eine türkische Studie belegt, dass das im Fenchel enthaltene Anethol für die antimikrobielle Wirkung verantwortlich ist und schlägt Anethol daher als natürlichen Konservierungsstoff für Lebensmittel vor.(8)

Anethol ist der Hauptbestandteil von ätherischem Fenchelöl und besitzt nachweislich einige gesundheitsfördernde Eigenschaften. Eine Studie aus dem Jahr 2007 weist nach, dass sowohl Fenchelöl als auch Anethol den Verdauungstrakt von Ratten vor Schädigungen durch Alkohol schützen als auch effektiv antithrombotisch wirken. Die Forscher konnten nachweisen, dass die Substanzen vasorelaxierend wirken und die Blutplättchen am Verklumpen hindern sowie bestehende Gerinnsel auflösen. Zu unerwünschten Nebenwirkungen kam es in den Versuchen nicht.(9)

Eine leberschützende Wirkung von Anethol konnte 2010 in einer Studie aus China weiter belegt werden. Die chinesischen Forscher versuchen dabei, Anethol für den Einsatz als Medikament zu optimieren.(10)

Im Tierversuch hat sich Anethol als entzündungs- sowie krebshemmend erwiesen. US-Wissenschaftler fanden zudem heraus, auf welche Art Anethol im Körper diese Wirkungen entfaltet. Anethol greift dabei regulierend in den TNF-Signalweg der Zelle ein, wodurch die Bildung von Zellprodukten wie NF-kappaB und anderen unterdrückt wird. Diese Produkte lösen Entzündungsreaktionen aus und können Gene verändern sowie Krebs auslösen. Zudem wird durch Anethol der durch TNF gesteuerte Zelltod verhindert.(11)

Neben einer antibakteriellen Wirkung hat Fenchelöl fungizide Eigenschaften und wird in einigen Ländern eingesetzt, um Gemüse und Obst nach der Ernte vor Schimmelbefall zu schützen.(12)

Auch die fungizide Wirkung von Fenchelöl ist vermutlich auf Anethol zurückzuführen. Chinesische Forscher zeigten 2010, dass Anethol hochwirksam gegen verschiedene Pilzarten ist und schlagen die Substanz als natürliches Antipilzmittel in der Lebensmittelindustrie vor. (13)

Außerdem wirkt Fenchelöl gegen Blattlausbefall, ohne Bienen zu schädigen und wird daher auch zum Schutz vor Schädlingen verwendet.(14) Das im Fenchelöl enthaltene Anethol wirkt zudem insektizid gegen Fruchtfliegen.(15)

Wie viele Heilpflanzen besitzt auch Fenchel antioxidative Eigenschaften, die seine Inhaltsstoffe, vor allem Phenole wie Flavonoide, ihm verleihen. Sie besitzen nachweislich eine antioxidative Wirkung, die schädliche freie Radikale neutralisiert.(16)

Der mit Heißwasser gewonnene Extrakt aus Fenchel wirkt dabei effektiver gegen Sauerstoff-Radikale als Ascorbinsäure (Vitamin C).(17)

Damit könnte Fenchelextrakt auch in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie als ungiftige Alternative zu gebräuchlichen Antioxidationsmitteln wie Butylhydroxytoluol eingesetzt werden. Butylhydroxytoluol, auch E321, wird als kanzerogen sowie allergen eingestuft und stört in hohen Dosen die Blutgerinnung. Bei Mäusen fördert der Stoff Lungenkrebs.(18)

Dennoch ist er als Lebensmittelzusatz zugelassen und verbreitet.
Indirekt wirkt Fenchel antioxidativ, indem Anethol nachweislich den Level an Glutathion in der Zelle erhöht. Glutathion wird vom Körper benötigt, um Nervenzellen vor Schäden durch oxidativen Stress zu bewahren. Viele neurodegenerative Krankheiten zeichnen sich durch niedrige, intrazelluläre Glutathion-Level aus.(19)

Neben den Fenchelflavonoiden wirkt auch das im Fenchelgemüse reichlich vorhandene Vitamin C antioxidativ. Traditionell wird Fenchel bei Erkältungen und Husten angewendet. Eine häufige Darreichungsform ist der Fenchelhonig. Dabei wird aus Fenchel ein Sirup gekocht, der mit Honig gemischt wird. Eine Studie aus Kairo konnte an Ratten zeigen, dass Fenchelhonig tatsächlich das Immunsystem stärken kann.(20)

Fenchel ist häufig Bestandteil von Tees zur Linderung von Koliken und Blähungen. Oft wird solcher Tee Babys und Kleinkindern verabreicht. Doch sollte er nicht dauerhaft gegeben werden, da er ein vorzeitiges Wachstum der Brust auslösen kann, wie eine Studie aus der Türkei zeigt.(21)

Das Anethol im Fenchel wirkt dabei als Phytoöstrogen. Durch eine dem Östrogen ähnliche Struktur kann Anethol an Östrogenrezeptoren binden und eine hormonähnliche Wirkung entfalten.(22)

Bei Frauen, die an Hirsutismus, also übermäßiger Körperbehaarung, leiden, können Cremes mit Fenchelextrakt das Wachstum der Haare dosisabhängig reduzieren.(23)

In Tierversuchen an Ratten und Mäusen wurde gezeigt, dass der auch im Fencheltee nachweisbare Stoff Estragol krebserregend wirken kann. Estragol wird als gesundheitsschädlich eingestuft. Vor allem Fenchel aus Wildwuchs enthält hohe Mengen Estragol, die bei kultivierten Sorten aufgrund neuer Züchtungen erheblich geringer sind. Ihre Früchte, häufig als Samen bezeichnet, dürfen maximal fünf Prozent Estragol enthalten. Für Tee aus Fenchelfrüchten werden 1-2 Teelöffel, bzw. 2-5 Gramm Fenchelfrüchte leicht zerdrückt und mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergossen. Danach wird der Tee 10-15 Minuten stehen gelassen. Für die medizinische Anwendung trinkt man bis zu dreimal täglich eine frische Tasse Fencheltee.(24)

Die schließlich im Tee enthaltenen, geringen Mengen an Estragol und die gleichzeitig getrunkenen krebshemmenden Bestandteile des Fencheltees minimieren das Risiko durch den Tee gesundheitliche Schäden zu erleiden.(25)

Kindern kann der Tee auch verdünnt gegeben werden.
Eine aktuelle Studie aus Italien weist jedoch relativ hohe Mengen an Estragol in Fencheltee aus Teebeuteln, Instant-Tee und Tee aus losen Fenchelsamen nach, die bis zu 2 Milligramm pro Liter erreichen. Für Kinder bedeutet dies eine Belastung von bis zu 51 Mikrogramm pro Kilo Körpergewicht pro Tag, wenn drei Tees täglich getrunken werden. Die Forscher empfehlen eine Weiterentwicklung der Produktionsmethoden, um den Gehalt an Estragol im Tee zu senken.(26)

Eine genaue Risikobewertung steht jedoch ebenso aus wie die Einführung von Grenzwerten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt lediglich, den Tee nicht in hoher Dosierung über längere Zeiträume einzunehmen.

Eine Emulsion mit Fenchelöl wirkt nachweislich lindernd auf Koliken bei Babys. Die Wirkstoffe des Fenchelöls lösen Bauchkrämpfe und regen die Aktivität des Dünndarms an. Bislang zeigten sich nur chemische Medikamente mit Dicyclomin-Hydrochlorid als effektiv bei Koliken. Doch erleiden fünf Prozent aller Kinder dadurch schwere Nebenwirkungen bis hin zum Tod. In einer klinischen Studie an 125 Säuglingen im Alter von zwei bis zwölf Wochen wurde die Wirkung einer Emulsion mit Fenchelöl mit der eines Placebos verglichen.

Tatsächlich konnte die Heilpflanzenemulsion bei 40 von 62 Säuglingen die Symptome effektiv lindern, während das Placebo bei 45 von 59 Kindern wirkungslos blieb.(27)

Kein Säugling erlitt während der Studie unerwünschte Nebenwirkungen. In einer italienischen Studie wurde Säuglingen, die gestillt werden und Koliken haben, eine Woche lang ein Kräutertherapeutikum aus Kamille, Fenchel und Melisse gegeben. Bei 85 Prozent der Kinder wirkten die Kräuter lindernd auf die schmerzhaften Koliken, ohne dass es zu Nebenwirkungen kam.(28)

Traditionell wird Fenchel bei Kindern wie Erwachsenen bei Verdauungsproblemen aller Art angewendet. In Brasilien wird seit 1926 eine Kräutermischung gegen Verstopfung verkauft, die neben anderen Kräutern Fenchelsamen enthält. In einer Studie an 20 Patienten hatte der Tee im Vergleich zum Placebo eine gute, abführende Wirkung. Einige Patienten erlitten während der Behandlung Durchfall oder Bauchkrämpfe. Dies waren die einzigen unerwünschten Nebenwirkungen des Mittels. Daher schlagen die Mediziner die Kräutermischung als sichere und kostengünstige Alternative zu Abführmitteln vor, vor allem in der Langzeitbehandlung von Patienten.(29)

Die Bedeutung gesunder Ernährung rückt heute wieder stärker in den Mittelpunkt des Interesses, während viele traditionelle Gesellschaften sich noch ausgewogen und gesund ernähren, ohne dass im Labor entwickelte High-Tech-Lebensmittel zur Verfügung stehen. Die natürliche Heilkraft von Nahrungsmitteln wird dabei oft ganz selbstverständlich genutzt. Eine Studie aus 2011 untersuchte natürliche Nahrungsmittel wie Gemüse und Früchte auf ihr Potenzial, die Verdauung zu stimulieren und das Verdauungssystem gesund zu halten. Unter den neun wichtigsten und wirksamsten Lebensmitteln wird Fenchel aufgelistet, dessen Nutzen für die Gesundheit viele wissenschaftliche Studien belegen.(30)

Der Verzehr von Fenchel kann demnach unsere Ernährung aufwerten und einen guten Beitrag zur Gesundheit leisten.
Im Handel finden sich Fencheltee und verschiedene Teemischungen mit Fenchel. Daneben gibt es erst wenige Medikamente mit Fenchelwirkstoffen. Fenchelhonig sowie Lutschtabletten und Bonbons mit Fenchel sind in Apotheken wie Drogeriemärkten erhältlich.

Wer Fenchelöl kaufen möchte, sollte darauf achten, 100% reines, ätherisches Öl, vorzugsweise aus kontrolliert biologischen Anbau (kbA), zu kaufen. Pur dürfen ätherische Öle nie angewendet werden. Für ein Massageöl gibt man 15 bis 30 Tropfen Fenchelöl auf 50 Milliliter Trägeröl.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 29.10.2013 aktualisiert

Quellennachweis

  1. Food and Agriculture Organisation of the United Nations, http://faostat.fao.org/site/567/DesktopDefault.aspx?PageID=567#ancor
  2. Saisonkalender für Gemüse, http://www.regional-saisonal.de/saisonkalender-gemuese
  3. Neunkräutersegen, Nine Herbs Charm mit deutscher Übersetzung, http://www.galdorcraeft.de/zs_9kraut_ueb.htm
  4. DerMarderosian & Beutler. Facts and Comparisons: The review of natural products: the most complete source of natural product information. St. Louis: Facts and Comparisons; 2002.
  5. Agarwal et al. Oculohypotensive effects of foeniculum vulgare in experimental models of glaucoma. Idian Journal of Physiology and Pharmacology. 2008 Jan-Mar;52(1):77-83. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18831355
  6. Singh et al. Studies on essential oils: Part 10; Antibacterial activity of volatile oils of some spices. Phytotherapy Research, 2002, 16: 680–682. doi: 10.1002/ptr.951. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12410554
  7. Kaur & Aurora. Antibacterial and phytochemical screening of Anethum graveolens, Foeniculum vulgare and Trachyspermum ammi. BMC Complementary and Alternative Medicine. 2009 Aug 6;9:30. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2736926/
  8. Cetin et al. Antimicrobial activities of essential oil and hexane extract of Florence fennel [Foeniculum vulgare var. azoricum (Mill.) Thell.] against foodborne microorganisms. Journal of Medicinal Food. 2010 Feb;13(1):196-204. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20136455
  9. Tognolini et al. Protective effect of Foeniculum vulgare essential oil and anethole in an experimental model of thrombosis. Pharmacological Research. 2007 Sep;56(3):254-60. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17709257
  10. Chen et al. Design, synthesis, and pharmacological evaluation of the aqueous prodrugs of desmethyl anethole trithione with hepatoprotective activity. European Journal of Medicinal Medicine. 2010 Jul;45(7):3005-10. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20392547
  11. Chainy et al. Anethole blocks both early and late cellular responses transduced by tumor necrosis factor: effect on NF-kappaB, AP-1, JNK, MAPKK and apoptosis. Oncogene. 2000 Jun 8;19(25):2943-50. http://www.nature.com/onc/journal/v19/n25/full/1203614a.html
  12. Mimica-Dukic et al. Essential oil composition and antifungal activity of Foeniculum vulgare Mill obtained by different distillation conditions. Phytotherapy Research. 2003 Apr;17(4):368-71. www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12722142
  13. Huang et al. Antifungal activity of the essential oil of Illicium verum fruit and its main component trans-anethole. Molecules. 2010 Oct 27;15(11):7558-69. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21030909
  14. Abramson et al. The effect of essential oils of sweet fennel and pignut on mortality and learning in africanized honeybees (Apis mellifera L.) (Hymenoptera: Apidae). Neotropical Entomology. vol.36 no.6 Londrina Nov./Dec. 2007. http://www.scielo.br/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S1519-566X2007000600002&lng=en&nrm=iso&tlng=en
  15. Chang et al. Insecticidal activity of basil oil, trans-anethole, estragole, and linalool to adult fruit flies of Ceratitis capitata, Bactrocera dorsalis, and Bactrocera cucurbitae. Journal of Economic Entomology. 2009 Feb;102(1):203-9. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19253638
  16. Foti et al. Flavonoids, coumarins, and cinnamic acids as antioxidants in a micellar system structure-activity relationship. J. Agric. Food Chem. 1996;44:497–501.
  17. Kim et al. Antioxidant activities of hot water extracts from various spices. International Journal of Molecular Sciences. 2011;12(6):4120-31. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3131612/
  18. Umemura et al. Butylhydroxytoluene (BHT) increases susceptibility of transgenic rasH2 mice to lung carcinogenesis. Journal of Cancer Research and Clinical Oncology. 127, Nr. 10, 2001-10-01, S. 583-590;
  19. Drukarch et al. Anethole dithiolethione prevents oxidative damage in glutathione-depleted astrocytes. European Journal of Pharmacology. 1997 Jun 25;329(2-3):259-62. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9226421
  20. Sayed et al. Immune defense of rats immunized with fennel honey, propolis, and bee venom against induced staphylococcal infection. Journal of Medicinal Food. 2009 Jun;12(3):569-75. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19627205
  21. Türkyilmaz et al. A striking and frequent cause of premature thelarche in children: Foeniculum vulgare. Journal of Pediatric Surgery. 2008 Nov;43(11):2109-11. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18970951
  22. Albert-Puleo. Fennel and anise as estrogenic agents. Journal of Ethnopharmacology. 1980 Dec;2(4):337-44. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6999244
  23. Javidnia et al. Antihirsutism activity of Fennel (fruits of Foeniculum vulgare) extract. A double-blind placebo controlled study. Phytomedicine. 2003;10(6-7):455-8. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/13678227
  24. Hexal, Heilpflanzenlexikon.
  25. Iten & Saller. Fennel Tea: Risk Assessment of the Phytogenic Monosubstance Estragole in Comparison to the Natural Multicomponent Mixture. Research in Complementary and Classical Natural Medicine 2004;11:104-108. http://content.karger.com/produktedb/produkte.asp?DOI=78232&typ=pdf
  26. Raffo et al. Quantification of estragole in fennel herbal teas: implications on the assessment of dietary exposure to estragole. Food and Chemical Toxicology. 2011 Feb;49(2):370-5. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21094197
  27. Alexandrovich et al. The effect of fennel (Foeniculum Vulgare) seed oil emulsion in infantile colic: a randomized, placebo-controlled study. Alternative Therapies in Health and Medicine. 2003 Jul-Aug;9(4):58-61. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12868253
  28. Savino et al. A randomized double-blind placebo-controlled trial of a standardized extract of Matricariae recutita, Foeniculum vulgare and Melissa officinalis (ColiMil) in the treatment of breastfed colicky infants. Phytotherapy Research. 2005 Apr;19(4):335-40. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16041731
  29. Picon et al. Randomized clinical trial of a phytotherapic compound containing Pimpinella anisum, Foeniculum vulgare, Sambucus nigra, and Cassia augustifolia for chronic constipation. BMC Complementary and Alternative Medicine. 2010 Apr 30;10:17. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2874511/
  30. Valussi. Functional foods with digestion-enhancing properties. International Journal of Food Science and Nutrition. 2011 Oct 19. [Epub ahead of print]. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22010973