Heusack - Therapie, Anwendung & Anwendung

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Aus dem Erfahrungsschatz unserer Vorfahren wurden zahlreiche traditionelle Hausmittel überliefert, die sich bei akuten Beschwerden bewährt haben. Ihre Anwendung ist einfach und nebenwirkungsarm. Ein wärmender Heusack wird äußerlich angewendet. Er verschafft durch seine Berührung, seinen Duft und die Wärme ein Wohlgefühl, das verschiedene Symptome lindern hilft. Vor allem Patienten, die schon einmal in Kneipp-Kurhäusern einen Aufenthalt hatten, dürfte der Geruch und die Wirkung des Heusacks bekannt sein.

Der Klassiker mit Heublumen als Füllung

Heublumen (lateinisch: Flores graminis) sind keine eigenständige Pflanzenart, sondern ein Gemisch aus unterschiedlichen Gewächsen. Dabei finden sich neben den Blüten Teile der Blätter und Stängel sowie Samen von Wiesenblumen und Gräsern in einem bunten Potpourri, das als Nebenprodukt bei der Heuernte entsteht. Die Zusammensetzung variiert nach Herkunft. Als Bestandteile finden sich Trespe, Fuchsschwanzgras, Weidelgras, Lieschgras, Quecke und Ruchgras.

Wirkung

Die besondere Wirkung erzielen die Heublumen durch Inhaltsstoffe wie ätherische Öle und Cumarine. Cumarin sorgt für den typischen Geruch von Heu und Waldmeister. Der Heusack ähnelt bezüglich seiner Ausmaße eher einem Heukissen. Wird er erwärmt aufgelegt, kann sich die Wirkung besonders gut entfalten. Die Temperaturerhöhung und die Inhaltsstoffe fördern die Durchblutung und die Hauterwärmung, erweitern die Gefäße und entspannen die Muskeln. Außerdem wird die Ansprechbarkeit des vegetativen Nervensystems, das alle wichtigen Stoffwechselvorgänge im Körper steuert, erhöht und der Stoffwechsel angekurbelt. Die Effekte von Wärme und den Inhaltsstoffen ergänzen sich. Nacken- und Rückenschmerzen sowie Verspannungen zählen zu den häufigsten Beschwerden, bei denen ein Heusack zum Einsatz kommt. Anwendung findet er bei Krämpfen im Unterleib, Bronchitis und Gelenkbeschwerden, die nicht durch akute Entzündungen hervorgerufen werden. Abgewandelte Füllungen haben sich ebenfalls bewährt. Der Zusatz von Ringelblume unterstützt die Atemwege, Birkenblätter und Brennnessel helfen den schmerzenden Gelenken. Ein Kräuterschlafkissen unter dem Kopf, befüllt mit Schafgarbe, Baldrian, Lavendel und Melisse beruhigt die Nerven und hilft beim Einschlafen. Lavendel wirkt positiv bei Kopfschmerzen.

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Anwendung: So wird der Heusack verwendet

Heusäcke und die getrockneten Heublumen können fertig gekauft werden. Selbst gesammelte Blüten und Heu sind ebenfalls geeignet. Sie müssen, bevor sie in den Leinensack gefüllt werden, durch mehrmaliges Sieben von Erde befreit werden. Die Maße des Sackes werden auf die Größe der zu behandelnden Stelle abgestimmt. Er wird zu zwei Dritteln befüllt und gut verschlossen. Zum Erwärmen gibt es zwei Varianten. In kochendes Wasser gelegt (Wasser nicht weiter kochen!), erreicht er nach etwa zehn bis fünfzehn Minuten eine Temperatur oberhalb von 40°C, wird herausgenommen und ausgedrückt (Gummihandschuhe empfohlen!). Je weniger Wasser zurückbleibt, desto länger wird die Wärme gespeichert. Alternativ erwärmt Wasserdampf ein mit kaltem Wasser angefeuchtetes Exemplar. Das ist auch die Methode die ich bevorzuge. In einem Kochtopf wird Wasser erhitzt (60-80°C), darüber ein Sieb aufgestellt, so dass der Sack die Flüssigkeit nicht direkt berührt, sondern vom aufsteigenden Dampf durchströmt wird. Nach spätestens 20 Minuten wird die gewünschte Temperatur erreicht. Das Heupäckchen kurz aufschütteln, dann ist es einsatzbereit. Für die Anwendung sollte die Temperatur nicht oberhalb von 45°C liegen. In den Heublumen hält sich die Wärme länger als in einer Wärmflasche. Wird die zu behandelnde Stelle zusammen mit dem Heusack von Tüchern eingeschlossen, bleibt sie länger warm. Plastikfolie um die Tücher herum schafft eine Art feuchte Kammer. Das verstärkt die Wirkung. Günstig ist die Behandlung in den frühen Morgenstunden, wenn Gelegenheit ist, sich entspannt hinzulegen und die Augen zu schließen.

Das sollte beachtet werden

Vor dem Anlegen sollte die Temperatur geprüft werden, um Hitzeschäden zu vermeiden. Nicht geeignet sind Heusäcke für Pollen-Allergiker und bei offenen Wunden. Wer unter Herz- und Kreislauferkrankungen oder akuten Entzündungen leidet, sollte ebenfalls auf die Behandlung mit einem Heusack verzichten.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 24.01.2015 aktualisiert

 

 

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