Hoggar Night - Erfahrungen und Nebenwirkungen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Stress, Überforderung oder nervöse Anspannung - die Gründe für nächtliche Schlafstörungen sind vielfältig. Häufig greifen Betroffene zu Schlaftabletten, zum Beispiel zu Hoggar night, um die Beschwerden zu lindern. Manche Betroffenen fürchten hingegen die Nebenwirkungen oder einen Gewöhnungseffekt und versuchen zunächst pflanzliche Alternativen. Ob eine medikamentöse Behandlung mit Hoggar überhaupt erforderlich ist, muss jedoch in jedem Fall individuell entschieden werden.

Wirkstoff und Wirkungsweise von Hoggar night Schlaftabletten

Bei Hoggar night handelt es sich um ein Medikament gegen Schlafstörungen, welches den chemischen Wirkstoff Doxylamin enthält. Hierbei handelt es sich um ein so genanntes "Antihistaminikum". Der körpereigene Stoff Histamin ist unter anderem dafür verantwortlich, den Körper wachzuhalten. Doxylamin hingegen hemmt den Einfluss dieses Stoffes, so dass schlaffördernde Eigenschaften entfaltet werden können.

Diese äußern sich, wie Studien belegen, in einer verkürzten Einschlafzeit und eine verbesserten Schlafqualität. (Schulz, H., Geisler, P.,Rodenbeck, A. (Hrsg.), Kompendium der Schlafmedizin. ecomed Medizin Verlag, Landsberg 2008.

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=29053)

Die Wirkung des Medikamentes ist dabei nicht an die Einnahme über einen längeren Zeitraum gebunden, so dass die Schlaftabletten bereits nach einmaliger Anwendung helfen.

Dosierung, Überdosis und Nebenwirkungen

Hoggar night wird eine halbe Stunde bis maximal eine Stunde vor dem Schlafengehen unzerkaut mit etwas Wasser eingenommen. Nach der Einnahme sollte direkt die Schlafstätte aufgesucht werden. In der Regel reicht die Einzeldosis von einer Tablette aus, bei stärkeren Schlafstörungen kann diese auf maximal zwei Tabletten erhöht werden.

Eine Überdosis ist häufig an den erweiterten Pupillen des Betroffenen zu erkennen, als Folgeerscheinungen treten auch Atemdepression, Unruhe und Muskelzucken auf, sehr hohe Dosen können zu Herz-Kreislauf-Stillstand und Bewusstlosigkeit führen. Als Gegenmaßnahme werden meist Magenspülungen mit Aktivkohle durchgeführt, die den Wirkstoff aufnehmen und binden. Doch auch bei normaler Dosierung können unerwünschte Wirkungen auftreten, als klassische Nebenwirkungen zeigen sich Benommenheit, Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen.

Ferner wurden auch Mundtrockenheit, Magenbeschwerden und Darmbeschwerden oder EKG-Veränderungen sowie das Gefühl der verstopften Nase beobachtet. Bei langfristiger Anwendung können nach einem plötzlichen Absetzen von Hoggar wieder verstärkt Schlafstörungen auftreten. Aus diesem Grund sollte der Wirkstoff zunächst vorsichtig ausgetestet und nach Besserung der Symptomatik ein allmähliches Ausschleichen in Betracht gezogen werden.

Erfahrungen mit Hoggar

Gewöhnungseffekt und "Hang-over". Viele Patienten fürchten bei der Anwendung von chemischen Schlafmitteln einen Gewöhnungseffekt. Im Gegensatz zu anderen chemischen Arzneimitteln, die zur Schlafförderung verabreicht werden, soll bei Hoggar laut Werbung kein derartiger Effekt zu befürchten sein, es zeigt sich allerdings, dass bei dauerhafter Anwendung von Doxylamin durchaus Wirkverluste zu verzeichnen sind, die sich bei punktueller Anwendung jedoch kaum bemerkbar machen.

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Zusätzlich befürchten Anwender, dass bei der Anwendung von chemischen Schlaftabletten ein so genannter "Hang-over" - Müdigkeit und Konzentrationsstörungen am nächsten Tag - auftreten könnte. Um diese unerwünschte Wirkung bei der Einnahme von Hoggar zu verhindern, hat es sich bewährt, die Einnahme so zu gestalten, dass die Einnahme wenigstens acht Stunden vor der geplanten Aufstehzeit erfolgt.

Dann steht dem Körper während der Nacht eine ausreichend lange Erholungsphase zur Verfügung, die den Hangover-Effekt verringert. Gleichzeitig sollte nachts niemals nachdosiert werden.

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Fazit

Hoggar hat sich vor allem als punktuell einzusetzendes Schlafmittel bewährt, das vor allem in besonderen Situationen kurzfristig eingesetzt werden kann, zum Beispiel bei temporären Stress-Situationen, Schlafveränderungen im Urlaub oder bei Ortswechsel.

Eine langfristige Anwendung ist aufgrund von häufig auftretenden Nebenwirkungen und der Gefahr des verstärkten Wiederauftretens der Beschwerden nach dem Absetzen meist nicht angezeigt. Bei langfristigen Beschwerden sollte zunächst eine eventuelle organische Ursache ausgeschlossen und anschließend die Schlafhygiene verbessert werden. Hierzu gehören beispielsweise die Erhöhung des Schlafdrucks (durch mehr Bewegung, kein Fernsehen im Bett und Modifizieren des Mittagsschlafes), der Verzicht auf anregende Genussmittel am Abend und auch die Schaffung eines angenehmen Schlafklimas sowie die Förderung von schlafanstoßenden Ritualen. Sind die Beschwerden nervös bedingt, helfen pflanzliche Medikamente, die beispielsweise Melisse und Passionsblume enthalten, bei allgemeinen Einschlafstörungen lohnt sich hingegen der Versuch mit Baldrianpräparaten, bei Durchschlafstörungen und nächtlichem Aufwachen ist vor allem Hopfen geeignet.

Erfahrungen zeigen, dass bereits mit derartigen Maßnahmen die Problematik signifikant verbessert werden kann.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 27.10.2014 aktualisiert

 

 

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