Die Hormonspirale: Vorteile, Nachteile, Nebenwirkungen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Hormonspirale. Keine Sorge, in meiner Praxis wird so etwas nicht verwendet! Aber ich werde natürlich von meinen Patientinnen dazu gefragt.

Im Folgenden versuche ich einmal das zusammenzustellen, was meine Recherchen dazu ergeben haben und was ich auch meinen Patientinnen empfehle.

Zunächst einmal ist der Gebrauch einer Hormonspirale eine (von einer Reihe von Möglichkeiten), eine ungewollte Schwangerschaft zu verhüten.

Beispiel einer SpiraleIm Gegensatz zur „normalen“ Spirale, die Kupfer enthält, besteht die Hormonspirale aus einem Plastikgehäuse, in das ein Gestagen eingebaut ist, das protrahiert (verzögert) freigesetzt wird und damit die Gebärmutter lokal mit diesem Hormon versorgt. Das Gestagen, das hier zur Anwendung kommt, ist ein typischer Vertreter eines synthetischen Hormons und nennt sich Levonorgestrel.

Die Substanz wurde bereits 1966 synthetisiert. Sie wurde aber erst in den 1980er Jahren als Mittel zur Schwangerschaftsverhütung benutzt. Zu diesem Zeitpunkt gab es die Substanz jedoch nur als Tabletten, die auch teilweise in der Hormonersatztherapie zum Einsatz kommen, als eine der zahlreichen „Anti-Baby-Pillen“ in Kombination mit Östrogen.

Levonorgestrel alleine zeigte im Laufe der Zeit, dass es in der Lage war, Schwangerschaften nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr zu verhindern, vorausgesetzt, die Tablette wurde innerhalb der folgenden 120 Stunden, besser noch 72 Stunden eingenommen. Im Volksmund wurde diese Tablette als die „Pille danach“ bekannt. In den USA gab es die Substanz als Tablette unter dem Namen „Plan B“.

Die Substanz wird auch zur Schwangerschaftsverhütung als subdermales Implantat unter die Haut eingesetzt. Der entscheidende Vorteil der Spirale gegenüber den Tabletten und Hautimplantaten soll, laut Hersteller Bayer, die lokale Freisetzung der Wirksubstanz in der Gebärmutter sein, die eine systemische Belastung vermeide und dadurch die Spirale viel verträglicher werden lassen soll...

Wie wirkt die Hormonspirale?

Nach dem Einsetzen der Spirale braucht die Besitzerin sich für die nächsten fünf Jahre keine Gedanken mehr über eine Schwangerschaftsverhütung zu machen – so wird der Vorteil der Hormonspirale jedenfalls angepriesen.

Überschwänglich positive Darstellung

Wenn man die einschlägigen Ratgeber im Netz, wie „Familienplanung.de“ oder „Netdoktor“ zu Rate zieht, dann ergibt sich ein Bild wie es besser kaum sein könnte. Da ist zum Einen die selektiv lokale Wirkung, die keine systemisch bedingten Nebenwirkungen aufkommen lassen und damit die Spirale besonders verträglich machen soll.

Eindickung des Zervixschleims

Die schwangerschaftsverhütende Wirkung beruht (angeblich) auf einem „Konzert“ an Wirkmechanismen. Da ist zum Einen die direkte Abgabe der Substanz in die Gebärmutterschleimhaut, circa 20 Mikrogramm pro Tag, was zu einer Eindickung des Zervixschleims am Gebärmutterhals führt. Diese Eindickung erlaubt es deutlich weniger Spermien, bis ins Innere der Gebärmutter vorzudringen.

Reduzierung der Spermien-Beweglichkeit

Das Hormon soll zudem vor Ort die Beweglichkeit der Spermien reduzieren, die es dennoch geschafft haben, so weit vorzudringen.

Aufbau der Gebärmutterschleimhaut

Weiter reduziert das Hormon den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, so dass keine günstigen Bedingungen für eine Einnistung des befruchteten Eis vorliegen.

Weniger starke Regelblutung

Ein weiterer Vorteil ist laut „Werbekatalog“ eine weniger stark ausfallende Regelblutung, da das Hormon einen normalen Aufbau der Schleimhäute verhindert.

Es gibt auch Kommentare, die eine für Gestagene typische Wirkung mit in Betracht ziehen. Und das ist die Hemmung des Eisprungs. Die Hemmung des Eisprungs alleine wäre übrigens eine sichere und ausreichende Maßnahme zur Schwangerschaftsverhütung.

Fragwürdige Gegebenheiten

Eine weniger märchenhafte Darstellung für dieses synthetische Hormon können wir auf einer mehr als seriösen schulmedizinischen Webseite erhalten: Drugs.com. Unter Levonorgestrel lesen wir fast als erstes, dass (übersetzt) „der exakte Wirkmechanismus bislang unbekannt ist. Möglicherweise spielt hier die Hemmung der Ovulation eine Rolle oder der Transport von Ei oder Samen, um eine Befruchtung zu verhindern. Oder eine Veränderung der Uterusschleimhaut, um eine Einnistung zu verhindern“.

Im Wesentlichen wiederholt Drugs.com die zuvor erläuterten Wirkmechanismen, setzt aber gleich zu Beginn ein großes Fragezeichen davor, ganz im Gegensatz zu den eben zitierten schulmedizinischen Ratgeberquellen, die diese Mechanismen für erwiesen ausgeben.

Es mag nach Haarspalterei klingen. Aber wir haben hier wieder eine typische Situation, wo die ungeklärte Hypothese bezüglich der Wirksamkeit beziehungsweise des Wirkmechanismus einer Substanz in typisch schulmedizinischer Art und Weise zu einer „wissenschaftlichen“ Erklärung mutiert. Im Prinzip sind diese Erklärungen bezüglich der Wirkweise von Levonorgestrel nichts als Unterstellungen und Vermutungen.

Und das ist nicht nur von "akademischen Interesse"! Wir werden sehen, dass das Arbeiten mit Hypothesen als "Naturgesetze der Schulmedizin" bösartige praktische Folgen hat.

Vorteile, Nachteile, Nebenwirkungen

Die schulmedizinischen Ratgeber sind sich einig, dass der Hauptvorteil in der Sicherheit und Verträglichkeit der Spirale zu suchen ist. Inzwischen können die Schulmediziner auf ein 20-jähriges Jubiläum der Hormonspirale zurückblicken. Ungewollte Schwangerschaften unter der Spirale liegt bei 0,2 Prozent für das erste Jahr nach dem Einsetzen und 0,7 Prozent für den Verlauf von fünf Jahren. Das entspricht den Raten bei einer Tubensterilisation.

Weiter erfahren wir, dass „bei vielen Frauen“ die monatliche Blutung kürzer, schwächer und weniger schmerzhaft abläuft. Der Grund liegt (angeblich) in dem veränderten beziehungsweise abgeschwächtem Aufbau der Uterusschleimhaut. Und da die Wirkung (angeblich) nur lokal erfolgt, ist auch Stillen kein Problem.

Die Nachteile werden kurz und knapp und nur anscheinend ausführlich abgehandelt. Der Grund hierfür ist, dass die Zahl der Nebenwirkungen so hoch ist, dass man beim besten Willen nur noch eine beschwichtigende Form der Information dazu bringen kann. Denn Unterschlagungen würden sofort erkannt und als Beweis für eine verbogene Informationspolitik angenommen.

Dass, was hier als Nachteil beziehungsweise Nebenwirkungen „angepriesen“ wird, wird so dargestellt, als wenn es sich hier um Einzelfälle handelt, die bei der Medizin leider ja immer vorkommen und unvermeidbar sind.

Genaue Angaben zur Häufigkeit werden dem Leser nur in Ausnahmefällen gegeben, wie zum Beispiel, dass in 5 Prozent der Fälle die Spirale verrutscht oder ausgestoßen wird. Eine weitere Zahl wird genannt bezüglich des Ausbleibens der Regelblutung: 20 Prozent der Trägerinnen. Es folgt sofort der Kommentar, dass viele der Betroffenen dies als Vorteil begrüßen. Damit hätten wir eine Nebenwirkung zu einer positiven therapeutischen Wirkung verwandelt, und dass in 20 Prozent der Fälle. Wenn das keine Signifikanz hat!

Nebenwirkungen: Ende der Märchenstunde

Zurück aus dem Reich von Pharmafeen und Nebenwirkungszwergen. Unter Drugs.com (For Healthcare Professionals) erfahren wir die erschütternde Wirklichkeit nachdem man das Märchenbuch zur Seite gelegt hat.

Bei einem Vorkommen von 10 Prozent und mehr spricht Drugs.com von einem sehr häufigen Ereignis. Passen Sie auf die Prozentangaben auf!

Urogenitale Nebenwirkungen

  • Unregelmäßige Monatsblutung - 67 Prozent, ein Sachverhalt, der laut Märchenbuch von der Spirale verhindert wird.
  • Sporadische Monatsblutung – 57 Prozent
  • Eierstockzysten – 31,2 Prozent
  • Verminderte Blutung – 23,4 Prozent
  • Verlängerte Monatsblutungen – 22 Prozent, auch ein Nachteil, den man zum Vorteil des „Vorteils“ gar nicht erst erwähnt
  • Vulvovaginitis – 20,2 Prozent
  • Amenorrhoe – 18,4 Prozent, was bereits als 20-prozentiger „Vorteil“ angepriesen wurde
    Ausfluss – 14.9 Prozent
  • Schwere Monatsblutungen – 13,8 Prozent
  • Vaginale Infektionen – 13,6 Prozent
  • Vulvovaginale Infektionen – 13,3 Prozent
  • Druckempfindlichkeit in der Brust – 10,7 Prozent

Häufige Nebenwirkungen (= 1 bis 10 Prozent) sind Dysmenorrhoe, Brustschmerz, Infektionen des oberen Genitalbereichs, entzündliche Beckenerkrankung, Endometritis, Dyspareunie, Verzögerung der Monatsblutung von mehr als 7 Tagen, Blutungen unabhängig von der Regelblutung. 

Gastrointestinale Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Übelkeit – 23,1 Prozent
  • Bauch- und Unterbauchschmerzen 22,6%
  • Häufige Nebenwirkungen sind auch Durchfälle und Erbrechen

Andere Nebenwirkungen

Sehr häufig sind Fatigue (Erschöpfung / Müdigkeit) mit 16,9 Prozent!

Häufige Nebenwirkungen sind Ausstoß der Spirale und Gewichtszunahme (die vom schulmedizinischen Ratgeber explizit als leicht und nicht signifikant eingestuft worden war).

Weitere häufige Nebenwirkungen aus andere Bereichen sind Rückenschmerzen, Erhöhung des Blutdrucks, Thrombosen, Lungenembolien, Schlaganfälle und tiefe Venenthrombosen.

Nervensystem

Jetzt wird es spannend:

Sehr häufig: Kopfschmerzen – 16,8 Prozent und Schwindel – 11,2 Prozent

Häufig: Migräne

Psychiatrische Probleme

Sehr häufig: Depressionen, Launenhaftigkeit, schwache Libido, Nervosität

Dermatologische Probleme (Hautprobleme)

Sehr häufig sind Akne – 15 Prozent (auch hier gab es beim Schulmediziner nur ein aufmunterndes „leichte Akne“)

Häufig sind Alopecia und Hirsutismus, Nebenwirkungen, die keiner Frau gefallen können.

Diese eklatanten Unterschiede in der Beurteilung der Nebenwirkungen von Levonorgestrel in der Anwendung als Hormonspirale deutet darauf hin, dass die Angabe von der lokal begrenzten Wirkung der Spirale auf nichts als einer unbewiesenen Annahme beruht. Denn es ist nicht anzunehmen, dass so massive Nebenwirkungen, die nicht nur häufig und sehr häufig auftreten, sondern sich zudem noch in unterschiedlichen Formen präsentieren, durch eine lokal begrenzte Wirkung am Uterus provoziert werden. Es spricht vielmehr viel dafür, dass die Substanz über eine Resorption über die Uterusschleimhaut in den Blutkreislauf gelangt und dort systemisch verfügbar wird.

Ich habe ein Buch in der Vorbereitung, das die Hormonersatztherapie und die Rolle der synthetischen Hormone zum Gegenstand der Diskussion haben wird. Das Buch werden Sie in meinem Bücher Shop finden können. 

Einen kleinen Vorgeschmack können Sie hier bekommen: Wie Frauen mit Hormonen "abgefüttert" werden und was jede Frau zur Hormonersatz-Therapie wissen sollte! Anti-Baby-Pille und Hormonspirale sind durchaus als eine Form der Hormonersatztherapie zu betrachten, nur mit unterschiedlichen therapeutischen Ausrichtungen und Zielen. Für den Organismus jedoch spielt die Zielsetzung keine Rolle. Synthetische Hormone haben desaströse Auswirkungen auf den Organismus. Die ellenlange Liste, die ich soeben aufgezählt habe, ist ein beredtes Zeugnis für diese Aussage.

Hypothesenmutationen und Pharmamarketing

Wer synthetische Hormone in Sachen Sicherheit und Verträglichkeit mit natürlichen oder bio-identischen Hormonen gleichsetzt, der geht wieder einmal von unbewiesenen Annahmen aus. Wer von unbewiesenen Annahmen ausgeht, der wird spätestens dann von der Realität eingeholt, wenn die zur Gewissheit mutierte Hypothese sich als falsch erweist. Aber dann ist es für viele Patienten bereits zu spät.

Wie ernst die Nebenwirkungen von Levonorgestrel sein müssen, das lassen zwei Veröffentlichungen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft vermuten, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine esoterisch orientierte Vereinigung.

Uterusperforation

Im Jahr 2002 gaben sie diesen Warnhinweis heraus: Risiken der Uterusperforation und Expulsion von Mirena, einem Levonorgestrel-haltigen Intrauterinpessar

Im Jahr 2007 folgte ein Newsletter: Geänderte Risikoinformationen zu der Hormonspirale Mirena, in dem auf eine noch häufigere Uterusperforation durch die Spirale als ursprünglich vermutet in Ländern wie Holland, Frankreich und Neuseeland hingewiesen wird. Brustkrebs wurde offiziell als „leicht erhöht“ dargestellt.

Der Newsletter spricht auch hier eine andere Sprache. Die Liste der Nebenwirkungen scheint somit in voller Länge jetzt doch bei wenigstens einer zentralen Stelle innerhalb der Schulmedizin angekommen zu sein.

WHO: unverzichtbares Medikament als "Pille danach"

Trotz aller evidenzbasierten Nebenwirkungen dieser Substanz hat sie es geschafft, in die WHO-Liste der unverzichtbaren Medikamente aufgenommen zu werden, wenn auch nur als die „Pille danach“. In vielen Ländern ist die Substanz sogar rezeptfrei und wird (fast) wie ein Nahrungsergänzungsmittel über den Tresen gehandelt. Da muss man sich die Frage stellen, wie eine so „ätzende“ Substanz einen so hohen Stellenwert erreichen kann? Es ist einfach unglaublich...

Großbritannien: 46% der Frauen ließen sich die Hormonspirale vorzeitig entfernen

Für die Hormonspirale gibt es dementsprechende Untersuchungen, die die Adelung als WHO-Substanz deutlich relativieren (Mirena: the other side of the story). Demnach ließen sich 46 Prozent der Frauen in Großbritannien ihre Spirale vorzeitig wieder entfernen. Der Grund: Nicht tolerierbare Nebenwirkungen, was nicht erstaunlich ist, wenn wir uns den Katalog aus Drugs.com nochmal vor Augen halten.

43% der Teilnehmerinnen brachen die Studie ab

Eine andere britische Untersuchung schlug in die gleiche Kerbe: Jaydess IUS. Allerdings kam die Übersichtsarbeit zu dem Schluss, dass die Nebenwirkungsrate nicht signifikant ist. Aber sie wurde erst dann nicht signifikant, nachdem 43 Prozent der Teilnehmerinnen wegen eben dieser Nebenwirkungen ausgeschieden waren. Durch die Unterschlagung der Nebenwirkungen dieser 43 Prozent der Teilnehmerinnen hat man die Nebenwirkungshäufigkeit, mit der man hausieren gehen kann.

Aber damit sind wir noch nicht an das Ende der Trickkiste angelangt. Wenn es um Millionen geht, dann ist auch der blödeste und offensichtlichste Trick dem Hersteller Bayer nicht zu schade.

Pharmamarketing der besonderen Güte

Erst 2014 wurde aufgedeckt, dass Bayer eine österreichische Agentur (Marketing- und Werbeagentur) beauftragt hatte, offensichtlich gefälschte positive Aussagen und Beiträge in Bezug auf ihre beiden Hormonspiralen, Mirena und Jaydess, in sozialen Netzwerken zu verbreiten (PR-Ethikrat rügt Agentur wegen bezahlter Postings).

Doch das sind nicht die einzigen Tricks des Pharmariesen. So spannt Bayer die Ärzte mit finanziellen Zuwendungen vor den Marketing-Karren, denn die Mediziner sind ja durch ihre Autoriät die besten Verkäufer. Denn im Allgemeinen wird den Heilkundigen schließlich Vertrauen entgegengebracht. Und genau das wird auf Schlimmste missbraucht. Die Strategie dabei ist ökonomisch hocheffizient. Denn statt jeden niedergelassenen Gynäkologen zu korrumpieren, gehen die Pharmareferenten von Bayers „Special Task Force“ auf Chefärzte und Verbandsvertreter zu. Denn diese Gruppe ist in vielfältiger Weise an Seminaren zur sogenannten Fortbildung beteiligt. Die Beeinflussung solcher Multiplikatoren sorgt dann für eine flächendeckend wirksame Propaganda.

Top-Adresse für die Bayer-Strategen ist die Frauenärztliche Berufsakademie vom Berufsverband der Frauenärzte. 2015 erhielt die Akademie von Bayer rund 194.000 €, mit denen 52 Seminare finanziert werden konnten.

Dr. Thomas Römer bakam 2015 von Bayer immerhin 20.000 €. Der Chefarzt der Gynäkologie des Evangelischen Krankenhauses Weyertal in Köln ist verantwortlich für die Weiterbildung seiner Kollegen. Zudem leitet der Frauenarzt Studien zur Hormonspirale und publiziert die Ergebnisse in Artikeln für Fachzeitschriften. Zur Seite steht ihm dabei Dr. Kai Bühling, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Frauengesundheit. Der Verband erhielt 2015 von Bayer 51.000 €.

Römer hält Referate über die Hormonspirale vor Berufs-Kollegen und spielt dabei die Nebenwirkungen herunter. Und er schießt schon mal übers Ziel hinaus, wenn er sogar Nebenwirkungen bestreitet, die selbst in Bayer-Studien genannt werden. So behauptete der Gynäkologe in vorauseilendem Gehorsam, dass die Hormonspirale nicht den Eisprung unterbindet. Laut der Bayer-Darstellung soll dies jedoch bei rund einem Viertel der Frauen der Fall sein.

Wahrscheinlich glauben die Seminar-Teilnehmer den Referenten, dass die Hormonspirale nur Vorteile und praktisch keine Nebenwirkungen mit sich bringt. Oder sie wollen es glauben, weil sie mit dran verdienen. Schließlich müssen die Patientinnen mit Hormonspirale auch noch zweimal im Jahr zur Kontroll-Untersuchung. Fragen die Frauen nach, ob auftretende Beschwerden auf die Spirale zurückzuführen sind, kommen oft Beschwichtigungen. Das weiß Katharina Micada, die eine Facebook-Gruppe zu dem Thema inseriert hat. Über 2.000 Frauen haben sich angeschlossen und viele berichten hier von der mangelhaften Beratung ihrer Gynäkologen (http://www.br.de/nachrichten/verhuetung-hormonspirale-mirena-aerzte-100.html).

Gegen die Praktiken von Bayer geht der Verein „Coordination gegen Bayer Gefahren“ vor. Die Manipulation der Ärzte durch den Pharma-Giganten ist in der Initiative ein Hauptthema. Wie sich der Konzern ansonsten geriert, können Sie auch hier nachlesen:

Dieser Beitrag wurde am 28.09.2017 erstellt.

Bildquelle der Hormonspirale: fotolia - euthymia

 

 

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