Iberogast

Iberogast gegen Magen-Darmbeschwerden

von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Iberogast ist ein rein pflanzliches Präparat und wird bei Magenbeschwerden und Darmbeschwerden verabreicht. Es findet primär Anwendung bei funktionellen Magenerkrankungen und Darmerkrankungen, dies können Darmkrämpfe oder ein Reizdarm sein.

Iberogast findet jedoch auch Anwendung bei einer Magenschleimhautentzündung (siehe auch: Magenschmerzen).

Die Wirkung so genannter Phytopharmaka wird oft diskutiert. Allerdings wurde die positive Wirkung von Iberogast in fünf randomisierten Doppelblindstudien mit mehr als 1000 Patienten geprüft, in vier dieser Studien gegen Placebos getestet und die Wirkung als positiv gewertet.

Die Wirkstoffe in Iberogast sind alles rein pflanzliche, alkoholische Drogenauszüge aus Bitterer Schleifenblume (Iberis amara), Angelikawurzel (Angelicae radix), Kamillenblüten (Matricariae flos), Kümmelfrüchte (Carvi fructus), Pfefferminzblätter (Menthae piperitae folium), Mariendistelfrüchte (Cardui mariae fructus), Schöllkraut (Chelidonii herba), Melissenblätter (Melissae folium) und Süßholzwurzel (Liquiritae radix).

Man sollte Iberogast nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen dieser Bestandteile einnehmen. Vor der Einnahme während der Schwangerschaft sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

Iberogast ist eine Lösung zur oralen Einnahme und in den Packungsgrößen N1 (20ml), N2 (50ml) und N3 (100ml) erhältlich. Falls nicht anders vom Arzt verordnet, nehmen Erwachsene und Jugendliche 3x täglich vor beziehungsweise während den Mahlzeiten 20 Tropfen. Kinder im Alter von 6-12 Jahren nehmen 15 Trofen, welche zwischen 6 und 3 Jahren 10 Trofen ein. Kleinkinder zwischen 3 Monaten und 3 Jahren alllerdings nur 8 Tropfen. Auch bei Säuglingen ist eine Einnahme von 6 Tropgen täglich bedenkenlos.

Die Anwendungsdauer ist relativ variabel und von der jeweiligen Schwere der Erkrankung abhängig. Bisher sind keine Arten der Überdosierung bekannt. Sollte es jedoch zu einer Überdosierung mit Nebenwirkungen kommen wird geraten ein Arzt zu kontaktieren. Prinzipiell ist Iberogast ein sehr bekömmliches Arzneimittel.

Nebenwirkung äußern sich nur sehr selten in Form von Überempfindlichkeitsreaktionen wie zum Beispiel Hautausschlag, Juckreiz, und Atembeschwerden. Dann sollte das Präparat unverzüglich abgesetzt werden und es ist dringend notwendig einen Arzt aufzusuchen.

Iberogast ist apothekenpflichtig. Generika von Iberogast sind noch nicht auf dem Markt erhältlich.

Dieser Beitrag wurde letzmalig am 28.08.2011 aktualisiert.

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