Klosterfrau Melissengeist

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Ob als Mittel gegen Magenbeschwerden, bei nervöser Unruhe oder Schlafstörungen - Klosterfrau Melissengeist wird gegen eine Vielzahl von Beschwerden eingesetzt. Doch kann die vielseitig angepriesene Wirkung des Arzneimittels tatsächlich belegt werden? Studien zeigen, dass die Beurteilung des Medikaments durchaus differenziert erfolgen muss - wobei Anwender nicht zuletzt auch den hohen Alkoholgehalt berücksichtigt werden sollten.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Klosterfrau Melissengeist besteht aus einer Kombination unterschiedlicher ätherische Öle, welche die Wirkung des Arzneimittels ausmachen. Besonders die ätherischen Öle der Melisse sind für einen Großteil der Wirkungen verantwortlich, diese wirken gegen Bakterien und Viren und entfalten darüber hinaus entzündungshemmende und beruhigende Wirkungen. Aus diesem Grund eignet sich das Arzneimittel beispielsweise bei Erkältungskrankheiten. In einer Studie, in denen 107 Patienten mit Erkältungssysmptomen und damit verbundenen Schlafstörungen acht bis neun Tage lang mit Klosterfrau Melissengeist behandelt wurden, nahmen relevante Symptome deutlich ab: Nach der Behandlung waren bei über 90% der Behandelten die Schlafbeschwerden verschwunden, Erkältungssysmptome bei nahezu 100%.

Allerdings ist mit diesen Studien noch nichts darüber gesagt, ob sich innerhalb dieses doch recht langen Zeitraumes die Erkältungssymptome nicht auch ohne eine Behandlung verbessert hätten. Hilfreicher sind daher die Ergebnisse einer Studie, die eine Patientengruppe (Diagnose: Erkältungsbedingte Rachenrötung mit Schluckbeschwerden) mit Klosterfrau Melissengeist versorgte und einer anderen Gruppe mit derselben Diagnose ein hochprozentiges Alkoholgetränk ohne Wirkstoff verabreichte, die Entzündungen der Klosterfrau-Gruppe nahmen dabei im gegensatz zur Vergleichsgruppe signifikant ab.

Zusätzlich belegen Studien, dass die ätherischen Öle der Melisse sich beruhigend auf unterschiedliche Magen-Darm-Erkranken auswirken. Besonders Übelkeit kann durch die Kombination mit Extrakten des Ingwerwurzelstocks, Enzian, Kardamomen und Angelika bei Verdauungsstörungen eingesetzt werden. Die Kombination dieser ätherischen Öle hilft auch bei - äußerlich angewendet - Verspannungen und Muskelkater zu lindern.

Grenzen des Arzneimittels

Während einer Erkältung eingenommen, kann Klosterfrau Melissengeist durchaus zu einer Verbesserung diverser Symptome führen. Aufgrund der beruhigenden Wirkung der Melisse wird das nächtliche Duchschlafen unterstützt, wobei sich der Körper optimal regenerieren und den Genesungsprozess beschleunigen kann. Auch bei Rachenbeschwerden lohnt sich der Einsatz unterstützend. Als unzureichend erweist sich die Kombination jedoch bei ganz speziellen Beschwerden, zum Beispiel verstopften Nebenhöhlen oder festsitzendem Husten; hier helfen Arzneimittel die das ätherische Öl Cineol enthalten, deutlich besser und nachhaltiger. Auch Magen- oder Darmbeschwerden müssen grundsätzlich differenziert betrachtet werden; häufig werden solche Symptome auch bei Übersäuerung des Körpers, Nahrungsmittelunverträglichkeit oder organischen Erkrankungen ausgelöst, dann ist die Behandlung mit Klosterfrau Melissengeist nicht angezeigt. Man kann Klosterfrau Melissengeist jedoch gut einsetzen, um Beschwerden zu lindern, die mit Verdauungsbeschwerden einhergehen. Die äußerliche Anwendung erweist sich bei starken Beschwerden häufig als nur teilweise wirksam, so regen die enthaltenen ätherischen Öle zwar die Hautdurchblutung an und tragen hiermit zu einer entkrampfenden Wirkung bei, starke Verspannungen können jedoch häufig wirksamer mit wärmenden Salbenzubereitungen und Magnesiumpräparaten behandelt werden.

Klosterfrau Melissengeist - Anwendung

Die Anwendung von Klosterfrau Melissengeist erfolgt je nach Beschwerden äußerlich oder innerlich. Bei akuten Magenbeschwerden oder nervöser Unruhe hat sich beispielsweise die innerliche Einnahme mit einer Dosierung von dreimal täglich 5-10ml als sinnvoll erwiesen. Die Flüssigkeit wird mit mindestens der gleichen Menge Wasser verdünnt zugeführt, Magenempfindliche Patienten sollten die Einnahme mit einem Stück Brot bevorzugen. Auch bei der äußerlichen Anwendung ist eine Verdünnung der Flüssigkeit sinnvoll. Grundsätzlich darf Klosterfau Melissengeist nur auf gesunde Haut Hautstellen aufgetragen werden, die keine Verletzungen aufweisen.

Alkohol in Klosterfrau Melissengeist - Hinweise

Aufgrund des beträchtlichen Gehaltes an Alkohol - um 79 Vol.-% - darf das Arzneimittel bei bestimmten Patientengruppen nicht angewandt werden. Insbesondere Alkoholkranke, aber auch Epileptiker, Hirngeschädigte oder Leberkranke müssen von einer Anwendung absehen. Auch für Schwangere und Kinder ist der Alkoholgehalt zu hoch. Anwender sollten den hohen Gehalt an Alkohol stets im Blick behalten; so kann beispielsweise das Reaktionsvermögen herabgesetzt sein, was sich insbesondere bei der Teilnahme am Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen negativ auswirken kann. Außerdem kann die Wirkung von anderen Arzneimitteln verändert werden, weshalb von einer zeitgleichen Einnahme unbedingt abzusehen ist.

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Klosterfrau Melissengeist - Unerwünschte Wirkung

Bei der Einnahme von Klosterfrau können neben der erwünschten Wirkung auch unerwünschte Arzneimttelwirkungen auftreten, die sich insgesamt jedoch recht schwach präsentieren. Insbesondere bei magenempfindlichen Anwendern können Sodbrennen oder Übelkeit, vereinzelt auch ein Wärmegefühl auftreten, es hat sich deshalb als sinnvoll erwiesen, Klosterfrau Melissengeist nicht auf nüchternem Magen einzunehmen. Auch das Auftreten von Hautirritationen bei der äußerlichen Anwendung ist möglich, insbesondere bei intensiver Sonneneinstrahlung, da die enthaltenen Wirkstoffe der Angelikawurzel die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen.

Fazit

Ausgesuchte Beschwerden lassen sich mit Klosterfrau Melissengeist gut behandeln, allerdings sind bei bestimmten Erkrankungen andere Arzneimittel besser geeignet, so dass der Melissengeist hier nur unterstützend zum Einsatz kommen kann. Zusätzlich muss bei der Einnahme immer auch der Alkoholgehalt im Blick gehalten werden.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 29.04.2014 aktualisiert

 

 

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