Die Spenglersan Kolloide

Erfahrungen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte Carl Spengler besondere Mittel zur Heilung verschiedener Krankheiten, die nach seinem Tod als „Spenglersan Kolloide“ bekannt wurden. Es handelt sich um homöopathische Zubereitungen (D9 oder D13), die aus Bakterienprodukten bestehen.

Grundlage der Spenglersane war Robert Kochs Mittel Tuberkulin. Spengler entwickelte es zu dem Mittel weiter, das später Spenglersan Kolloid T (T = Tuberkulose) genannt wurde. Das Besondere an seinen Bakterienmitteln ist eine Kombination aus aktiver und passiver Immunisierung. Für die aktive Immunisierung werden Antigene aus dem Bakterium verwendet. Sie sollen das Immunsystem anregen, Antikörper zu bilden. Für die passive Immunisierung werden die Antikörper selbst eingesetzt, die den Körper direkt bei der Beseitigung der Krankheitserreger unterstützen. Die Kombination aus beiden Varianten hat sich als sehr effektiv herausgestellt. Durch diese Funktionsweise sind die Spenglersan Kolloide mit Impfungen zu vergleichen.

Doch noch einen weiteren Vorteil haben die Spenglersan Kolloide: Sie verstärken die Wirkung hochpotenter homöopathischer Mittel.

Ursprünglich spritzte Spengler seine Mittel, was aber zu heftigen Fieberreaktionen führte. Daher ging er dazu über, sie nur noch über die Haut einzureiben. Das ist auch heute noch die übliche Anwendungsweise. Der Patient reibt sich das Mittel immer selbst ein, und zwar entweder direkt an den schmerzenden oder entzündeten Stellen oder an der Ellenbeuge, an der Innenseite der Oberschenkel oder am Bauch. Die Therapie sollte vier bis sechs Wochen dauern.

Folgende Spenglersan Kolloide sind auf dem Markt

Auswahl Spenglersane
Abb1: Eine Auswahl an Spenglersan-Mitteln, die auch allgemein als "Spenglersane" bezeichnet werden. In der Mitte sehen Sie die derzeit übliche Form, mit Sprühkopf. Links und rechts die älteren "Tropfflaschen".

  • Spenglersan Kolloid D und Spenglersan Kolloid DX: Diese beiden Mittel werden vor allem zur Lokalisierung von Entzündungsherden verwendet. Dazu werden einige Tropfen Blut des Patienten mit den Spenglersanen vermischt. Kommt es zu einer Verklumpung, spricht man von einer positiven Reaktion. Reagiert Spenglersan Kolloid D positiv, liegt der Entzündungsherd meist im oberen Bereich des Körpers (zum Beispiel in den Mandeln oder im Bereich der Zähne). Reagiert Spenglersan Kolloid DX, ist die Entzündung eher im unteren Körperbereich, zum Beispiel der Gallenblase oder den Bein- und Handgelenken, zu suchen
  • Spenglersan Kolloid E ist ein registriertes homöopathisches Mittel, wobei das "E" hier unter anderem für Erbtoxikosen, Elend oder Extreme steht.
  • Spenglersan Kolloid G: eignet sich für alle Arten von Entzündungen und grippalen Infekten. Es ist auch zur Prophylaxe von Erkältungskrankheiten anwendbar. Weitere Indikationen: Verstauchungen, Gelenksentzündungen (hier empfehlen sich Verbände mit dem Kolloid, die über längere Zeit liegen bleiben), Akne, Zahnfleischentzündungen, Mückenstiche, Nagelpilz und Ohrenentzündungen.
  • Spenglersan Kolloid Om: geeignet zur Schmerztherapie, vor allem bei Tumorpatienten. Weist im Bluttest auf ein sehr schlecht funktionierendes Immunsystem hin, oft infolge von Pilzerkrankungen.
  • Spenglersan Kolloid T: hilfreich vor allem bei chronischen Erkrankungen, wie Tuberkulose oder miasmatischer Skrofulose. Auch Migräne, Asthma, Rheuma und Ekzeme lassen sich mit diesem Mittel gut behandeln.
  • Spenglersan Kolloid E und Spenglersan Kolloid M: Beide Mittel sind als homöopathische Arzneimittel zugelassen. Daher wird im Handel keine therapeutische Indikation angegeben. Kolloid M soll dabei die Malariaprophylaxe und –therapie unterstützen.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 20.05.2016 aktualisiert

 

 

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