Diclofenac gegen Entzündungen und Schmerzen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Der Wirkstoff Diclofenac wird in Medikamenten verwendet, die der gezielten Schmerzreduktion dienen. Es handelt sich dabei um ein nicht-opioides Analgetikum, welches in die Prostaglandinsynthese eingreift, die für die Entstehung von Schmerzen, Fieber und entzündlichen Prozessen im Organismus verantwortlich ist.

Diclofenac blockiert die Ausschüttung bestimmter Enzyme, die den Synthesekreislauf aktivieren. Daher eignet sich der Wirkstoff zur Linderung von Beschwerden, die dem rheumatischen Formenkreis zugeordnet werden (unter anderem Entzündungen in Gelenken, Gicht, Arthritis, Fibromyalgien), der Senkung von Fieber, der Bekämpfung von Schmerzen (Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Regelschmerzen), der raschen Abschwellung (z.B. in Form eines Gels, Verwendung bei Verletzungen, Schleimhautschwellungen) sowie dem Abbau von entzündlichen Prozessen (im Körper sowie äußerlich, z.B. am Auge). Daneben bewährt sich Diclofenac bei venösen Entzündungen, als unterstützende Therapie bei Krebserkrankungen sowie zur Behandlung eines Ductus arteriosus Botalli (einer anlagebedingten Fehlverbindung zwischen der Arteria pulmonalis und der Aorta), wo dieser Wirkstoff zu einem gewünschten Verschluss führt.

Dosierung

Der Wirkstoff wird vielfach verwendet, da er gut resorbierbar ist. Er weist hervorragende Verbindungseigenschaften auf, wodurch eine zügige Linderung von Beschwerden erreicht werden kann. Zudem liegt die Halbwertszeit bei ca. anderthalb Stunden, die Ausscheidung erfolgt über den Regelkreis der Nieren sowie über den Entgiftungs-mechanismus der Leber. Die empfohlene Tagesdosis von 75 bis 150 mg sollte nicht überschritten werden, dabei ist von einer Verwendung länger als drei bis vier Tage abzuraten. Eine darüber hinausführende Einnahme bzw. Anwendung sollte stets unter strenger ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Darreichungsformen

Medikamente auf Diclofenac-Basis werden in verschiedenen Darreichungsformen angeboten, meist als Tablette oder Dragee, daneben aber auch als Zäpfchen (Suppositorium), Injektion, Tinktur, Salbe oder Gel. Die unter verschiedenen Handelsnamen (z.B. Voltaren, Diclofenbeta, Diclofenac retard, Diclac) bekannten Präparate sind bis zu einer Dosis von 25 mg frei verkäuflich. Höhere Dosierungen dagegen erfordern die Verordnung des Arztes (verschreibungspflichtig). Die Bezeichnung „retard“ steht für eine verzögerte, verlangsamte (und für den Organismus schonendere) Wirkung. Die Halbwertszeit von anderthalb Stunden wird so verlängert, die Wirkung ausgedehnt.

Nebenwirkungen

Wie jedes Medikament, das in den menschlichen Organismus eingreift, weisen auch Analgetika verschiedene Nebenwirkungen auf, weshalb die empfohlene Tagesdosis unbedingt eingehalten werden sollte. Bedingt durch die Vielfalt der Erscheinungen, auch bei Kombination mit anderen Wirkstoffen, werden nachführend nur die wesentlichsten Nebenwirkungen erwähnt. Es steht in der Sorgfaltspflicht des behandelnden Arztes oder Apothekers, den Anwender eingehend darauf hinzuweisen. Niedrig dosiertes Diclofenac (bis 25 mg) kann nach der Einnahme zu Müdigkeit, Schwindel, einer erhöhten Erregung (z.B. mit aufkommender Zittrigkeit, Nervosität), Magen-Darm-Problemen (Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Blähungen) oder auch allergischen Reaktionen auf der Haut führen. In seltenen Fällen wird die Magenschleimhaut derart gereizt, dass Ulzerationen oder Blutungen auftreten. Die Müdigkeit kann in eine Benommenheit umschlagen, die bis zum Koma reicht.

Verschreibungspflichtige Präparate sind höher dosiert, weshalb die möglichen Nebenwirkungen auch deutlich markanter auftreten. Es kommt vermehrt zu Übelkeit und Erbrechen, Magen und Darmtätigkeiten werden bei längerer Anwendung stark beeinflusst (drohendes Magengeschwür), ebenso die Funktion von Leber und Nieren. Medikamente, die der Abschwellung dienen, können allergische Reaktionen hervorrufen, nicht selten werden starke Rötungen, Juckreiz, brennende Hautareale sowie die Bildung kleiner Bläschen (Pusteln, Quaddeln) beobachtet.

Diclofenac in Kombination mit anderen Medikamenten verstärkt in den meisten Fällen deren Wirkung deutlich (z.B. senken orale Antidiabetika dann wesentlich stärker den Blutzuckerspiegel, Antidepressiva greifen mehr in den Gemütszustand ein).

Der Wirkstoff ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit, Ulzerationen in Magen oder Darm, Blutgerinnungsstörungen, schweren Herzerkrankungen (auch mit starkem Bluthochdruck) oder asthmatischen Beschwerden, Nierenfunktionsstörungen, Lebererkrankungen und Störungen der Haut (z.B. in Verbindung mit Autoimmunerkrankungen). Vom Einsatz bei Schwangeren wird abgeraten, ebenso bei Kindern unterhalb des vierzehnten Lebensjahres.

Der Wirkstoff Diclofenac wie bei Voltaren gibt es im Handel unter verschiedenen Namen wie Arthotec, Diclofenac, Combaren, Solaraze, Sigafenac, Rewodina, Myogit, Monoflam, Lexobene, Jenafenac, Effekton, duravolten, Diclophlogont, Diclo-Wolff, Diclo-Saar, Diclo-Puren, Diclo-retard, Diclo-KD, Diclac um nur einige aufzuzählen.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 09.08.2012 aktualisiert

 

 

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