Nicht untersuchte Wechselwirkungen von
Medikamenten
Über den Lipobay-Skandal spricht inzwischen fast keiner mehr und das Präparat Lipobay ist inzwischen
aus den Apotheken und von den Verschreibungszetteln verschwunden.
Doch es gibt noch eine Unmenge von anderen ebenfalls potentiell gefährlichen
Medikamenten.
So wurden beispielsweise in einem Krankenhaus in Köln bei einer sogenannten Echokardiographie am Herzen eines
Diabetikers die Krankenhausärzte stutzig.
Denn sie mussten feststellten, dass der Patient schon seit Jahren einen Kalzium-Antagonisten einnahm, der als
sehr gefährlich für Diabetiker gilt. Sie setzten dieses Mittel sofort ab, denn sie hatten erkannt, dass dies bei
dem Patienten zu einer starken Erhöhung des Schlaganfall- und Herzanfall-Risikos führen musste. Denn die Kölner
Ärzte wussten, dass Kalzium-Antagon bei Diabetikern sehr große Risiken nach sich zieht.
Kalzium-Antagonisten sind seit Jahren umstritten - nicht nur bei Diabetikern.
Denn es gibt bisher keine einzige Studie, die die Notwendigkeit und Nützlichkeit des Präparats belegt.
Viele Experten führen daher die Beliebtheit des Medikaments auch konsequent auf die Werbung der Pharmaindustrie
zurück.
Überall versuche man neue und teure Medikamente in den Markt zu drücken und das zu Lasten von älteren aber
bewährten (und preiswerteren) Medikamenten, für die man aber wesentliche bessere Infos aus zahlreichen
Langzeitstudien habe.

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