Kopfschmerzen durch Kaffee-Entzug?

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Kaffee gilt landläufig als harmlose Alltags-Droge, die gesellschaftlich akzeptiert ist und kaum schadet.

Allenfalls Herzkranke und Hypertoniker sollten den Kaffee-Konsum reduzieren oder gänzlich einstellen. Denn das Alkaloid Koffein bewirkt eine Verengung der Blutgefäße und erhöht damit den Blutdruck und die Geschwindigkeit des Blutflusses. So wird auch mehr Sauerstoff zu den Zellen transportiert, was besonders im Gehirn eine Leistungssteigerung bewirkt, denn die Konzentration nimmt zu.

Doch was geschieht, wenn Kaffetrinker den Genuss ihres geliebten Heißgetränks abstellen?

In wissenschaftlichen Studien untersuchten US-amerikanische Forscher die akuten Folgen des Koffein-Entzugs. Freiwillige Probanden erhielten Koffein-Tabletten in hohen Dosierungen und sollten die Medikation schlagartig absetzen. Bei 50 % aller Teilnehmer traten Kopfschmerzen auf. Daher bezeichneten die Mediziner den migräne-artigen Zustand als Leit-Symptom des Koffein-Entzugs.

Sogar an Veränderungen des EEGs war der plötzliche Mangel des Alkaloids nachweisbar. Daneben litten die Probanden an einer ganzen Reihe von Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, sogar Übelkeit und Erbrechen sowie Muskelschmerzen. Zudem waren in einigen Fällen Depressionen und Verwirrtheit zu verzeichnen. Alle Symptome setzten 12 – 24 Stunden nach Beginn des Entzuges ein und hielten für mindestens 2, in einigen Fällen sogar bis 9 Tage an. Am stärksten ausgeprägt waren die Beschwerden 20 bis 50 Stunden nach dem Absetzen des Koffeins. Bereits im Oktober 2004 veröffentlichten die Forscher ihre Studien-Ergebnisse im deutschen Fach-Magazin „Psychopharmacology“. Federführend waren die Psychologin Dr. Laura Juliano und der Psychiater Dr. Roland Griffiths.

Schon das Haupt-Symptom Kopfschmerzen zeigt, dass ein ständiger Koffein-Konsum eine echte Abhängigkeit hervorruft. Nicht nur das geradezu klassische Entzugsbild spricht dafür, sondern auch die Toleranz-Entwicklung des Zentral-Nerven-Systems gegen das Alkaloid.

Denn die Gewöhnung an das Suchtmittel bedeutet auch, dass der Körper immer größere Mengen Koffein benötigt, um eine Wirkung zu erzielen. Unter dem Einfluss des Alkaloids finden offensichtlich Veränderungen im Nerven-System statt, die jedoch reversibel sind. Dafür spricht das Verschwinden der Entzugserscheinungen. Doch worin könnte die Anpassung des Organismus an die Überflutung mit dem Reizstoff bestehen?

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Koffein blockiert in den Synapsen der Neurone diejenigen Rezeptoren, die nervöse Aktivitäten herunterfahren, wodurch im End-Effekt die Reizweiterleitung gesteigert wird. Sind diese Rezeptoren durch Koffein ruhiggestellt, reagieren die Nervenzellen mit einer verstärkten Produktion der Signal-Proteine.

Fehlt das Alkaloid plötzlich, sind zu viele Rezeptoren in den Synapsen und die Aktions-Potentiale werden zu stark ausgebremst. Daraus resultieren die Entzugs-Erscheinungen. Doch die Neurone können die überschüssigen Rezeptoren auch wieder abbauen. Aber dieser Prozess dauert eben bis zu 9 Tagen.                         

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 26.06.2018 aktualisiert.