Bepanthen
Bepanthen Wundsalbe
und Heilsalbe
Die Bepanthen Wund- und Heilsalbe ist ein Klassiker unter
den Wundsalben. Verschiedene Studien (u.a. der
Universitäts-Augenklinik Frankfurt), zeigen eine deutliche
Beschleunigung des Epithelverschlusses (Wundheilung),
gegenüber einem Placebo (Scheinmedikament).
Der in der Wund- und Heilsalbe enthaltene Wirkstoff nennt
sich Dexpanthenol. Dieser dermatologische Wirkstoff wird in der
Haut zu Pantothensäure (Vitamin B) oxidiert. Pantothensäure ist
Bestandteil des Coenzyms A und somit am Hautstoffwechsel,
sprich der Erneuerung von Zellen beteiligt. Der Wirkstoff
dringt also in die Haut ein und regt dort die Zellerneuerung
an, was zur schnelleren Wundheilung führt.
Des weiteren wirkt Dexpanthenol entzündungshemmend,
vermindert Rötungen und Irritationen der Haut und sorgt für
eine erhöhte Hautfeuchtigkeit.
Da Bepanthen eine Fettsalbe ist, hinterlässt sie einen
Salbenfilm auf der Wunde und schließt diese somit ab -
Keime können so nicht mehr eindringen. Zudem wird
die Wunde somit vor dem "Austrocknen" geschützt und unter dem
Salbenfilm können die wundheilungsfördernde Prozesse
ablaufen.
Dexpanthenolhaltige Salben finden primär Anwendung in der
Behandlung von oberflächigen Wunden der Haut und Schleimhäute.
Die bekannteste Darreichungsform ist die Bepanthol Wund-
und Heilsalbe von Bayer, des weiteren findet man von
Ratiopharm Wundbalsam, von Sandoz Panthenol
Creme usw.
Bepanthen ist in den Packungsgrößen 20, 50 und 100 g
erhältlich. Die Dosierung ist relativ variabel, je nach Bedarf
mehrmals täglich die betroffenen Hautstellen eincremen.
Die Nebenwirkungen der Bepanthen Salbe sind sehr gering. Nur
in seltenen Fällen kann es zu Unverträglichkeitsreaktionen in
Form von einer Allergie kommen.
Auch in der Schwangerschaft
kann Bepanthen bedenkenlos angewendet werden. Da Bepanthen
keine Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Duftstoffe enthält
ist sie sehr verträglich und auch für relativ empfindliche Haut
geeignet.
Bepanthen soll jedoch nicht bei verschmutzen, großflächigen
und entzündeten Wunden
angewendet werden, da sie wenig antiseptische Wirkung besitzt.
Zudem kommt es zu einem Verschluss der Wunde durch einen
Salbenfilm und somit können sich Keime, die sich bereits in der
Wunde befinden, unter diesem Film rasch vermehren.
|