Ein Lehrsatz der Naturheilkunde lautet: “Der Tod sitzt im Darm.” Und in der Tat: chronische Darmstörungen sind das unbekannteste, weitverbreitetste und verhängnisvollste Leiden von Millionen Patienten. Und in der Tat erzählen Witze von den Lieblingsthemen älterer Menschen: Essen, Wetter, Krankheiten und der letztmalige Stuhlgang.Der Magen-Darm-Trakt ist ein komplexes Organ und kann unter Umständen sehr störanfällig sein. Daneben gibt es einige Erkrankungen, die das Verdauungssystem betreffen. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen die phantastischen Möglichkeiten der Naturheilkunde bei der Heilung verschiedener Darmbeschwerden zeigen.

Häufige Erkrankungen des Darms

Häufig ist der Reizdarm bzw. der Reizmagen. Bei diesen Krankheitsbildern kommt es in bestimmten Situationen oder immer wiederkehrend zu Verdauungsunregelmäßigkeiten mit Bauchschmerzen und Blähungen. Eine “organische Ursache” für die Beschwerden kann beim Reizdarm- bzw. Reizmagen-Syndrom durch die meisten Schulmediziner nicht gefunden werden;

Diese Erkrankungen gehören für die meisten Ärzte zu den “funktionellen Störungen”, bei denen eine psychosomatische Ursache vermutet wird.

Vornehmlich im Kindesalter, aber auch in allen anderen Altersklassen, kann es zu einer Infektion des Magen-Darm-Trakts mit Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten kommen (Magen-Darm-Grippe = Gastroenteritis).

Häufig findet man hier Noro-Viren oder Rotaviren, das Bakterium Campylobacter jejuni, welches vor allem durch nicht durchgebratenes Geflügelfleisch übertragen wird, Salmonellen (Salmonelleninfektion vor allem über Eier und Eiprodukte), den Pilz Candida albicans oder Würmer und Amöben.

Die Symptome sind ÜbelkeitDurchfall und Bauchschmerzen; auch Reisedurchfall wird durch Infektionen verursacht.

Neben den Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Nahrungsmittelallergien (z.B. Laktoseintoleranz, Zöliakie) können auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosaMorbus Crohn) Durchfälle und Bauchschmerzen verursachen.

Manche Menschen reagieren negativ auf Getreide, ohne dass eine klassische Zölikalie, verbunden mit einer Darmschleimhautentzündung, vorliegt. Die Beschwerden ähneln sich aber. Manchmal wird diese Form der Unverträglichkeit von den Medizinern mit dem Reizdarmsyndrom verwechselt. Für die Getreideunverträglichkeit scheinen Proteine verantwortlich zu sein, die die Pflanzen resistenter gegenüber Schädlingen machen und in großem Maße in den modernen Zuchtformen vorkommen.

Ebenfalls häufig ist die Refluxkrankheit (gastroösophageale Refluxkrankheit). Hierbei kommt es durch eine Funktionsstörung des unteren Speiseröhrenschließmuskels zu einem Rückfluss von saurem Magensaft in die Speiseröhre (Ösophagus). Das führt zu Sodbrennen vor allem nach großen Mahlzeiten, im Liegen oder beim Vornüberbeugen. Außerdem kann es zu Oberbauchschmerzen kommen. Die chronische unbehandelte Refluxkrankheit kann zu HustenKehlkopfentzündung oder Asthma führen und erhöht das Risiko, an einem Speiseröhrenkrebs (Ösophaguscarcinom) zu erkranken.

Auch häufig kommt es zu Magenschleimhautreizungen und Magenschleimhautentzündungen sowie einem Magengeschwür und Zwölffingerdarmgeschwüren (Ulcus ventriculi bzw. Ulcus duodeni). Eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) kann durch eine dauerhafte Einnahme von Schmerzmedikamenten (z.B. ASS, Ibuprofen), Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum oder Stress entstehen.

Aber auch Autoimmunerkrankungen oder die Infektion der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter pylori können eine Gastritis hervorrufen. Bei einer chronischen Gastritis steigt das Risiko ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür zu bekommen sowie das Risiko einen Magenkrebs (Magencarcinom) zu entwickeln.

Blinddarmreizungen und Blinddarmentzündungen (genauer eine Entzündung des Wurmfortsatzes = Appendizitis) treten vor allem im Kindes- und jungen Erwachsenenalter auf und äußern sich durch Übelkeit, Erbrechen, eine erhöhte Temperatur und Bauchschmerzen (im Krankheitsverlauf im rechten Unterbauch lokalisiert). Wird die Blinddarmentzündung nicht rechtzeitig diagnostiziert und behandelt, kann es zu ernsthaften Komplikationen mit Todesfolge kommen.

Die Divertikulitis wird oft als Appendizitis des älteren Menschen bezeichnet. Dabei entzünden sich Darmausstülpungen (Darmdivertikel) des Dickdarms und verursachen Schmerzen, die im linken Unterbauch lokalisiert sind. Hinzu können Stuhlunregelmäßigkeiten kommen.

Bei fast jedem Menschen findet man Hämorrhoiden. Das sind Gefäßaussackungen im Analbereich, die die Kontinenz auch für Darmgase gewährleisten. Hämorrhoiden werden zu einer Erkrankung, wenn der Blutabfluss aus dem Gefäßpolster nicht mehr möglich ist und eine dauerhafte Schwellung besteht. Die Schleimhaut kann an dieser Stelle einreißen, es kommt zu Blutauflagerungen auf dem Stuhl und am Toilettenpapier, im Krankheitsverlauf kann es zu Jucken, Brennen und Nässen kommen.

Darmkrebs betrifft vor allem ältere Menschen und kommt häufiger im Dick- als im Dünndarm vor. Erste Anzeichen können Stuhlunregelmäßigkeiten und verdeckte (okkulte) Blutbeimengungen sein. Später ist sogar ein Darmverschluss (Ileus) möglich. Eine Vorstufe von Darmkrebs können Darmpolypen (Schleimhautwucherungen) sein.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:

Weitere Themen: After-Juckreiz | Drei-Monatskoliken | Darmsanierung Eiweissverdauung | Gallensteine | Heißhunger | Heilerdewickel Lebensmittelvergiftung | Leberschrumpfung | Leberschwäche – Milzleiden | Würmer beim Menschen | Darmspiegelung – Koloskopie

Sprache der Symptome

Es gibt eine ganz einfache Frage zu den Darmbeschwerden: Gibt es etwas, was Sie einfach nicht verdauen können?

Weitere mögliche Ursachen

Die Haupt-Ursache für jegliche Art von Darmproblemen und Darmbeschwerden sind grundsätzlich immer falsche Ernährung, Bewegungsmangel und Stress.

Abb.1: Das Sprichwort: “Du bist was Du isst”, gilt auch für die allermeisten Darmbeschwerden. Bildquelle: ksenia_bravo – Fotolia.com

Natürlich sind die Lehrbücher zu den verschiedensten Darmproblemen lang und für eine spezifische naturheilkundliche oder alternative Therapie ist eine genauere Diagnose wichtig.

Ein weitere Störquelle ist das latente Problem der Darmflora, die durch Medikamente (vor allem Antibiotika) und falsche Ernährung stark beeinflusst wird.

Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Darmbeschwerden in Frage kommen können.

Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt. Die Akupunktmassage eignet sich, wenn die Darmprobleme vor allem durch Stress verschlechtert werden. Das erkennt man daran, dass die Symptome alle besser sind, wenn man Urlaub hat.
Eine Kur mit Teebaumöl kann hilfreich sein.
Wenn seelische Probleme zugrunde liegen können Bachblüten eine Therapie unterstützen.
Es gibt viele Dinge, die ich empfehle zu meiden. Vor allem aber SchweinefleischMilch und Eier.

Bei den Heilverfahren liegt das Fasten eindeutig vorne - bei fast allen Darmbeschwerden. Allgemein sei hier nur auf eine gesunde Ernährung verwiesen. Patienten rate ich generell auch erst einmal zu einer Schonkost. Wie diese aussehen kann, beschreibe ich im Beitrag: Schonkost - Eine Anleitung für Patienten.

Resistente Stärke kann die Darmgesundheit fördern.
Die Fußreflexzonenmassage eignet sich, wenn die Darmprobleme vor allem durch Stress verschlechtert werden. Das erkennt man daran, dass die Symptome alle besser sind, wenn man Urlaub hat. Ich hatte Patienten, die ihre funktionellen Darmprobleme (ohne weitere Befunde) lediglich mit dieser Therapie über die Fußreflexzonen gut im Griff hatten.

Darmprobleme in Folge von Antibiotika erfordern oft Sulfur D4.

Salbei, Ingwer, Kamille, Schwarzkümmelöl, Fenchel, Schöllkraut, SchafgarbeFlohsamenWeizenkleieHeilerde.
Bei Blähungen: KnoblauchKümmel.
Es gibt unzählige Heilpflanzen die helfen. Da kommt es aber auf die spezifischen Beschwerden an.
https://www.naturheilt.com/Inhalt/
Heilerdewickel.htm

Lactobacillus acidophilus verbessert nachweislich die Verdauungsfunktion. Darüberhinaus wirkt L. acidophilus bei Durchfall in Folge Antibiotika.

Bei den Schüssler Salzen kommen in Frage:

  • akuter Magen-Darm-Katarrh: Ferrum phosphoricum

  • Magen-Darm-Schleimhautentzündung mit Magenschmerzen und Erbrechen von Schleim: Natrium chloratum

  • Magen-Darm-Schleimhautentzündung mit trockener Zunge und körperlicher Schwäche: Kalium phosphoricum

  • Magen-Darm-Schleimhautentzündung, mit krampfartigen Magenschmerzen ohne Fieber, reine Zunge: Magnesium phosphoricum

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
Wurzelbehandelte Zähne ("Tote Zähne") stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Toxine bedeuten einen weiteren Störfaktor toter beziehungsweise wurzelgefüllter Zähne.
Sonstiges
Grundsätzlich empfehle ich bei jeglicher Art von Darmbeschwerden mehr Bewegung und verordne wenigstens einen täglichen Spaziergang.

Zur Stimulierung der Verdauung ist nämlich die Bewegung der Eingeweide wichtig und dazu trägt die Erschütterung des Gehens und Laufens bei.

Der Effekt lässt sich mit einem sog. Rebound (Minitrampolin) vervielfachen. Eine Minute leichtes Hüpfen entspricht fünf Minuten gehen. Hüpfen oder wippen Sie täglich zweimal drei bis fünf Minuten.

Und zum Schluß vielleicht noch etwas, von dem Sie wahrscheinlich noch nie gehört haben und das auch etwas "kurios" anmutet: Das Ano-Darmpessar. Richtig und regelmäßig angewendet, kann dieses Röhrchen dazu beitragen Darmprobleme dauerhaft zu reduzieren.

Beitragsbild: fotolia.com – onpor Kasa

Bitte teilen Sie diesen Beitrag

Das könnte Sie auch interessieren: