Knochenhautentzündung
Eine Knochenhautentzündung oder auch Periostitis ist eine entzündliche Veränderung der
Knochenhaut, die sich meist funktionshemmend auswirkt.
Knochen sind alle von einer äußeren Schicht, der so genannten Kompakta umgeben. Diese besteht aus
den Grundlamellen, der Rindenschicht und der Knochenhaut. Letztere ist sehr stark durchblutet und von vielen
Nervenfasern durchzogen. Sie bildet zum Knocheninneren hin die Substanz des Knochens.
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Die Knochensubstanz besteht zu 25% aus organischen Anteilen wie Knochenzellen, Kollagen,
Gelatine, Spuren von Elastin und Fetten. Diese dienen der Elastizität. 55% der Knochenhaut sind anorganisch
(Sulfate, Fluoride, Calciumkarbonate und -phosphate und Chloride). Ihre Funktion ist die Härtung des Knochens. Die
restlichen 20% der Knochensubstanz sind Wasser.
Ursachen und Entstehung nach Ansicht der Schulmedizin
Nach Ansicht der Schulmedizin gibt es verschiedene Ursachen für eine Knochenhautentzündung. Bei
Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, kann sich durch Bakterien eine Infektion der Knochenhaut oder auch des
Knochenmarks entwickeln.
Bei den meisten Menschen, die unter einer Periostitis leiden, ist diese jedoch durch eine Überanstrengung
entstanden. Überlastungserscheinungen kommen vor allem durch falsch ausgeführte oder zu intensive sportliche
Betätigung vor. Denn dort, wo die Muskeln durch Sehnen am Knochen fixiert sind, wird die Knochenhaut bei Bewegungen
sehr stark beansprucht. Das Schienenbein ist eine typische Stelle für das Auftreten einer Knochenhautentzündung,
besonders bei Sportlern, die auf zu harten Grund laufen und somit den Körper heftigen Stößen aussetzen. Wird eine
Periostitis nicht behandelt, kann sie chronisch werden.
Symptome
Eine Knochenhautentzündung bereitet in den meisten Fällen stark schmerzhafte, lang anhaltende
Beschwerden. Charakteristisch für eine Knochenhautentzündung ist zu Beginn der Erkrankung eine örtliche Schwellung,
die von Rötungen, Druckschmerzhaftigkeit und unangenehmer Erwärmung begleitet wird. Eine Periostitis kann auch
einen eitrigen Verlauf nehmen. Hierbei treten ein starkes Unwohlsein und eine auffällige Verschlechterung des
Allgemeinzustandes auf.
Aufgrund einer so genannten "Fisteleiterung" kann es dann zu einem eitrigen Ausfluss kommen.
Diese Form der Knochenhautentzündung tritt vor allem bei einer durch Bakterien verursachten Periostitis
auf.
Diagnose
Um eine Knochenhautentzündung zu diagnostizieren, wird der behandelnde Therapeut zunächst die
betroffene Körperregion abtasten. Dies wird, bei einem positiven Befund beim Betroffenen Druckschmerzen auslösen.
Meist reicht diese Inaugenscheinnahme im Zusammenhang mit einer schon aus, um eine Knochenhautentzündung zu
diagnostizieren. Nur bei sehr starken chronischen Fällen wird zusätzlich eine radiologische Untersuchung (Röntgen)
angeordnet werden.
Wenn sich die für eine Knochenhautentzündung typischen Schmerzen einstellen, kann man zunächst
versuchen, diese durch Quarkwickel abzumildern. Um den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen, sollte die
sportliche Aktivität umgehend eingestellt werden und nach meiner Ansicht eine Schmerztherapie eingeleitet werden,
wie ich sie hier beschrieben habe: www.schmerztherapiezentrum.com
Zusätzlich zu dieser Art der Schmerztherapie empfehle ich spezielle Übungen für die betroffenen
Bereich und eventuelle eine Änderung oder Ergänzung des Trainingsplans. Bei einer durch Bakterien verursachten
Periostitis (die sehr selten ist), muss zusätzlich oder vorab eine andere Therapie erfolgen.
Massagen und das Auftragen schmerzstillender und abschwellender Salben können zwar Linderung
verschaffen, beseitigen aber nach meiner Erfahrung nicht das „Grundproblem“.
Um einer Knochenhautentzündung vorzubeugen, sollten sich Sportler vor jedem Training mittels
spezieller Übungen „Aufwärmen“ und diese zu einem festen Bestandteil des Trainings machen. Auch sollte man sich
nicht überschätzen und das Training seiner körperlichen Verfassung anpassen und das Trainingspensum langsam
steigern. So ist beispielsweise ein Muskelkater kein Anzeichen dafür, dass man besonders gut trainiert, sondern
vielmehr dafür, dass man seinem Körper definitiv zu viel zugemutet hat.

Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei einer Knochenhautentzündung in Frage kommen.
| Schüssler-Salze |
allgemein: Clacium fluoratum D 12, Ferum phosphoricum D 12, Kalium chloratum D 6,
Kalium phosphoricum D 6
akut, ohne Eiter, nur mit Schwellung: stündl. Ferrum phosphoricum D 12, Calcium phosphoricum D 6,
Kalium phosphoricum D 6
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 21.08.2012 aktualisiert.

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