Myogelose (auch: Triggerpunkte) - Schmerzhafte Punkte in der Muskulatur
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Eine Myogelose ist eine druckschmerzhafte und lokal definierte pathologische
Veränderung des Spannungszustandes (Tonus) der Muskulatur, einhergehend mit Bewegungseinschränkungen oder
Kraftverlust, auch unter dem Begriff Muskelhärte oder Hartspann bekannt.
Oftmals macht sie sich bemerkbar in Form eines Spasmus (Verspannung), entzündlicher
Reaktionen oder psychovegetativer Störungen. So sind muskuläre Störungen, ob durch Überanstregung, Fehlbelastung
oder psychogen bedingt, in der ärztlichen Primärversorgung Grund für jeden fünften Arztbesuch, wobei die Zahlen
wahrscheinlich höher anzusiedeln sind, da ein Großteil der Beschwerden und Erkrankungen nicht den Signalcharakter
einer Krankheit aufweisen und somit vernachlässigt erst sekundär auf muskuläre Störungen zurückgeführt
werden.
Mehr zum Thema auch unter: Triggerpunkte
Mögliche Ursachen
Zur Erklärung möglicher Ursachen einer Myogelose werden mehrere Hypothesen diskutiert, von denen die
drei geläufigsten hier benannt werden:
1. Die Muskelspasmus-Hypothese, als bisher nicht durchgesetzte
Hypothese, erklärt Myogelosen mittels der Aktivität sogenannter Motoneuronen (den Muskel direkt oder indirekt
kontrollierende Nervenzellen). Die Rückkopplung (Alpha-Gamma-Kopplung) zwischen unterschiedlichen Motoneuronen, in
definierten Bereichen des Muskels, führt zu muskulär bedingten Gefäßkompressionen, somit zu Ödemen und lokaler
Ischämie (Minderdurchblutung eines Gewebes).
2. Die Mikrotrauma-Hypothese wiederrum stützt sich
auf die mechanisch bewirkte Traumatisierung von u.a. Muskelfasern, Kapillaren und Sehnen, die zur Aktivierung
sogenannter Nozizeptoren (auf die Schmerzregistrierung spezialisierte Nervenendigungen) führt. Die Ausschüttung
bestimmter chemischer Stoffe führt zu erhöhter Durchlässigkeit (Permeabilität) der Blutgefäße, demzufolge lokalen
Ödemen und letztendlich lokaler Ischämie.
3. Letzten Endes stützt sich die Sympathicus-Hypothese auf eine Reihe klinischer und wissenschaftlicher Hinweise, die dem
sympathischen Nervensystem eine maßgebliche Rolle bei der Entstehung von Myogelosen zuspricht.
Entgegen allopathisch-medikamentöser
Schmerztherapien, zur Aufhebung bzw. Unterdrückung des Schmerzempfindes (Analgesie), ist bei der
Behandlung von Myogelosen als primäres Behandlungsziel auf die
Desensibilisierung hypersensibler Gewebe und die Wiederherstellung von Beweglichkeit und Funktion aufgrund ihrer
ursächlichen Störungen zu achten. Wegen der Vielzahl an Einflüssen auf die Muskulatur gestaltet sich die
präzise Bestimmung der Hierarchie der ursächlichen Störungen allerdings schwierig.
Mögliche Folgen
Im Prinzip ist bei jedem Schmerzsyndrom die Muskulatur (zumindest refelktorisch) beteiligt. Daher
kann eine Myogelose ein Grund sein für einen vermeintlichen Bandscheibenvorfall, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen allgemein, Verspannung der Nackenmuskulatur,
Auslöser für Kopfschmerzen oder auch Migräne. Zudem
wären u.a. Aufbissstörungen oder Kiefergelenksschmerzen zu nennen. Auch bei Erkrankungen der inneren Organe, wie
Lungenerkrankungen oder Magenprobleme, ist die Muskulatur sekundär oftmals
involviert.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Myogelosen in Frage kommen.
| Akupunktur |
Akupunktur im Sinne der Triggerpunkt-Akupunktur oder auch
Ashi-Akupunktur im Sinne von Traditionelle Chinesischen
Medizin.
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| Chiropraktik |
Liegt eine Fehlstellung der Wirbelsäule insgesamt (Fehlstatik) oder auch
nur einzelner Wirbelkörper vor, so entstehen Spannungsänderungen in der Muskulatur, die auf Dauer
wesentlich dazu beitragen Myogelosen auszubilden. Als Mittel der Wahl bietet sich die Chiropraktik
an, um die Fehlstellung zu beseitigen.
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| Ernährung |
Die grundlegendste Ursache für eine Myogelose ist eine säurelastige Ernährung.
Dieses Thema ist mit dem Thema Übersäuerung eng verbunden.
Umfassend wird das Problem mit Fasten oder Heilfasten
angegangen.
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| Neuraltherapie |
Infiltration der muskelschmerzhaften Punkte mit Procain 1% und
Myogeloticum (Fa. Hanosan)
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| Ohrakupunktur |
Ein bewährtes Instrument zur Befunderhebung und weiterer Behandlung,
stellt die kontrollierte Ohrakupunktur nach Nogier
dar.
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| Osteopraktik nach Dr. W.
Bauermeister |
Die Osteopraktik wurde von Dr. Bauermeister speziell dafür entwickelt,
Myogelosen und Triggerpunkte zu behandeln.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen
akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.07.2011 aktualisiert.

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