Myogelose - Triggerpunkte
Myogelose (auch: Triggerpunkte) - Schmerzhafte Punkte in der Muskulatur
| Grundsätzliches |
Eine Myogelose ist eine druckschmerzhafte und lokal definierte pathologische Veränderung des Spannungszustandes
(Tonus) der Muskulatur, einhergehend mit Bewegungseinschränkungen oder Kraftverlust, auch unter dem Begriff Muskelhärte oder
Hartspann bekannt.
Oftmals macht sie sich bemerkbar in Form eines Spasmus (Verspannung), entzündlicher Reaktionen oder
psychovegetativer Störungen. So sind muskuläre Störungen, ob durch Überanstregung, Fehlbelastung oder psychogen bedingt, in der
ärztlichen Primärversorgung Grund für jeden fünften Arztbesuch, wobei die Zahlen wahrscheinlich höher anzusiedeln sind, da ein
Großteil der Beschwerden und Erkrankungen nicht den Signalcharakter einer Krankheit aufweisen und somit vernachlässigt erst
sekundär auf muskuläre Störungen zurückgeführt werden.
Mehr zum Thema auch unter: Triggerpunkte
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| Mögliche Ursachen |
Zur Erklärung möglicher Ursachen einer Myogelose werden mehrere Hypothesen diskutiert, von denen die drei
geläufigsten hier benannt werden:
1. Die Muskelspasmus-Hypothese, als bisher nicht durchgesetzte Hypothese,
erklärt Myogelosen mittels der Aktivität sogenannter Motoneuronen (den Muskel direkt oder indirekt kontrollierende Nervenzellen).
Die Rückkopplung (Alpha-Gamma-Kopplung) zwischen unterschiedlichen Motoneuronen, in definierten Bereichen des Muskels, führt zu
muskulär bedingten Gefäßkompressionen, somit zu Ödemen und lokaler Ischämie (Minderdurchblutung eines Gewebes).
2. Die Mikrotrauma-Hypothese wiederrum stützt sich auf die
mechanisch bewirkte Traumatisierung von u.a. Muskelfasern, Kapillaren und Sehnen, die zur Aktivierung sogenannter Nozizeptoren
(auf die Schmerzregistrierung spezialisierte Nervenendigungen) führt. Die Ausschüttung bestimmter chemischer Stoffe führt zu
erhöhter Durchlässigkeit (Permeabilität) der Blutgefäße, demzufolge lokalen Ödemen und letztendlich lokaler Ischämie.
3. Letzten Endes stützt sich die Sympathicus-Hypothese auf eine
Reihe klinischer und wissenschaftlicher Hinweise, die dem sympathischen Nervensystem eine maßgebliche Rolle bei der Entstehung
von Myogelosen zuspricht.
Entgegen allopathisch-medikamentöser Schmerztherapien, zur
Aufhebung bzw. Unterdrückung des Schmerzempfindes (Analgesie), ist bei der Behandlung von Myogelosen als primäres Behandlungsziel auf die Desensibilisierung hypersensibler Gewebe und die Wiederherstellung
von Beweglichkeit und Funktion aufgrund ihrer ursächlichen Störungen zu achten. Wegen der Vielzahl an Einflüssen auf
die Muskulatur gestaltet sich die präzise Bestimmung der Hierarchie der ursächlichen Störungen allerdings schwierig.
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| Mögliche Folgen |
Im Prinzip ist bei jedem Schmerzsyndrom die Muskulatur (zumindest refelktorisch) beteiligt. Daher kann
eine Myogelose ein Grund sein für einen vermeintlichen Bandscheibenvorfall, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen allgemein, Verspannung der Nackenmuskulatur, Auslöser für
Kopfschmerzen oder auch Migräne. Zudem wären u.a.
Aufbissstörungen oder Kiefergelenksschmerzen zu nennen. Auch bei Erkrankungen der inneren Organe, wie Lungenerkrankungen oder
Magenprobleme, ist die Muskulatur sekundär oftmals involviert.
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Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Myogelosen in Frage
kommen.
Zusätzlich finden Sie bei jedem Therapieverfahren allgemeine Bemerkungen oder auch Rezepte, sowie
Bezugsquellen.
| Akupunktur |
Akupunktur im Sinne der Triggerpunkt-Akupunktur oder auch Ashi-Akupunktur im Sinne von Traditionelle Chinesischen Medizin.
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| Chiropraktik |
Liegt eine Fehlstellung der Wirbelsäule insgesamt (Fehlstatik) oder auch nur einzelner Wirbelkörper
vor, so entstehen Spannungsänderungen in der Muskulatur, die auf Dauer wesentlich dazu beitragen Myogelosen auszubilden. Als
Mittel der Wahl bietet sich die Chiropraktik an, um die Fehlstellung zu beseitigen.
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| Ernährung |
Die grundlegendste Ursache für eine Myogelose ist eine säurelastige Ernährung. Dieses Thema ist mit dem Thema Übersäuerung eng verbunden. Umfassend wird das Problem mit Fasten oder Heilfasten angegangen.
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| Neuraltherapie |
Infiltration der muskelschmerzhaften Punkte mit Procain 1% und Myogeloticum (Fa.
Hanosan)
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| Ohrakupunktur |
Ein bewährtes Instrument zur Befunderhebung und weiterer Behandlung, stellt die kontrollierte Ohrakupunktur nach Nogier dar.
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| Osteopraktik nach Dr. W. Bauermeister |
Die Osteopraktik wurde von Dr. Bauermeister speziell dafür entwickelt, Myogelosen und Triggerpunkte zu
behandeln.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so genannte pH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr
Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus übersäuert.
In diesem Falle können Sie die Ratschläge auf dieser Seite
befolgen.
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