Naturheilkunde

Die Epicondylitis: Der Tennisarm oder Tennisellenbogen

von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Der sog. Tennisarm oder Tennisellenbogen hat mit einer Überlastung durch Tennis spielen bei den allermeisten Patienten eigentlich gar nichts zu tun. Die meisten Patienten, die darunter leiden können nicht mal Tennis spielen.

Bei einem (umgangssprachlich genannten) Tennisarm kommt es zu einer schmerzhaften Veränderung des umliegenden Gewebes im Ellenbogengelenk (Epicondylitis humeri radialis), bei der die Sehnenansätze der Muskulatur des Unterarms betroffen ist.

Besonders monotone Bewegungsmuster des Gebrauchsarms oder auch eine übermäßige Beanspruchung führen zu einer Entzündung mit der Gefahr eines Verschleißes.

Der Tennisarm zeigt sich auch bei Menschen, die noch nie Tennis gespielt haben. Besonders disponiert sind Handwerker, Mechaniker, Straßenarbeiter, Sekretärinnen und Menschen mit Computerarbeitsplätzen (Mausarm, Tastaturarm). Auch degenerative Veränderungen (z.B. Arthrose - Gelenkabbau und Gelenkumbau) können die Symptome eines Tennisarms auslösen.

Leitsymptom ist der Schmerz im Ellenbogengelenk, der bis in die Hand ausstrahlen kann, und den gesamten Arm in seiner Bewegung und auch Kraft einschränkt. Händeschütteln oder das Heben einer Tasse fallen schwer.

Bei Druck auf das Gelenk kommt es zu stichartigen Schmerzen, Drehbewegungen des Arms lösen weitere Missempfindungen aus, eine Ruhigstellung lindert die Symptome. Unbehandelt kann die Epicondylitis zu einem vollständigen Verlust der Griffstärke führen, im betroffenen Gelenk bilden sich entzündliche Narben- und Granulationsgewebe der Muskulaturansätze.

Mein Kollege Hermann Kaufmann schreibt zur Therapie des Tennisarms:
"Nach meiner Erfahrung ist eine Epicondylitis immer ein Energiestau, den ich meistens über den Dickdarm-Meridian ableite. Die Patienten sind immer überrascht, wie schnell die Schmerzen nachlassen, wenn sie ab und zu den Entzündungsherd mit einem Coolpack oder ähnlich etwa 5 Minuten kühlen (Energieabbau). Zusätzlich den Oberarm auf der Aussenseite vom Ellbogen zur Schulter ausstreichen (Akupunktur-Lehre)."

siehe auch: Gelenkprobleme - Schmerzen - Sehnenscheidenentzündung


 

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Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei einem Tennisarm in Frage kommen.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt. Mit dieser Methode kann ein "Energiestau" abgebaut werden.
Chiropraktik Eine Blockierung der Handwurzelknochen ist beim Tennisellenbogen fast immer anzutreffen. Eine Blockierung des Ellenbogengelenks muss ebenfalls geprüft werden. Bei einer chronischen Epicondylitis findet man fast immer eine Blockierung einzelner Segmente der unteren Halswirbelsäule.
Klassische Massage Da meistens die gesamte Muskulatur des Unterarms betroffen ist, sollte diese wieder in einen normalen Spannungszustand versetzt werden.
Muskeltraining

Ich halte aber sehr viel davon, dass sich Patienten selbst helfen können. Ein Verfahren dass sehr wirksam ist und Eigenübungen vom Patienten verlangt ist die Schmerztherapie nach Liebscher-Bracht.

Wenn man die Schmerzen erst einmal im Griff hat, empfehle ich unbedingt ein vernünftiges Fitnesstraining. Was auch verordnet werden kann und effektiv ist (wenn es richtig gemacht wird): Medizinische Trainingstherapie

Darüberhinaus bin ich dabei, spezielle Programme gegen Muskelschmerzen auszuarbeiten. Wenn Sie dazu auf dem laufenden gehalten werden wollen, dann fordern Sie doch meinen kostenlosen Gesundheits-Newsletter an.
 

Störfelder

Bei einem hartnäckigen Tennisellenbogen (der häufig auch beidseits auftritt), muss man mögliche Störfelder in Betracht ziehen. Als Störfeld kommen vor allem die 4 bis 7 im Oberkiefer, als auch im Unterkiefer in Frage. Entsprechende wurzelbehandelte Zähne in diesem Bereich (Wurzelkanalfüllungen, Stiftzahn, Wurzelspitzenresektion, Zahngranulome) sollten vollständig entfernt werden.

Triggerpunkte Bei einer chronischen Epicondylitis finden sich in der betroffenen Unterarmmuskulatur fast immer Triggerpunkte - auch: Myogelosen genannt. Diese sind einer Akupunktur oder Neuraltherapie gut zugänglich.
Sonstiges Aus der "Volksmedizin" stammt folgendes Rezept: Fünf Eiweiße zu Schnee schlagen. Pulver von Beinwell, Eukalyptus, Kampfer langsam unter den Schnee ziehen. Die Masse auf ein Geschirrtuch breiten und auf die schmerzenden Stelle legen. Mit einer elastischen Binde befestigen. Nach 24 Stunden den fest gewordenen Verband entfernen und die Hautfläche mit Euterbalsam (Mischung aus versch. Ölen: Johanniskraut, Kampfer, Eukalyptus, Rosmarin, Lorbeer, Nelken) einreiben.

Diese Seite wurde letztmalig am 19.07.2011 aktualisiert.

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