Verstopfung

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Bei einer Stuhlverstopfung (= Obstipation) bestehen Probleme beim Stuhlgang, wie Pressen zur Stuhlentleerung, harter Stuhl, das Gefühl einer inkompletten Entleerung und weniger als drei Stuhlentleerungen pro Woche.

Die häufigste Obstipationsform ist die chronische habituelle Obstipation. Sie ist als Zivilisationskrankheit zu werten, da sie durch faserarme Kost, geringe Flüssigkeitsaufnahme und mangelnde Bewegung ausgelöst wird.

Obstipation tritt auch beim Reizdarmsyndrom auf. Diese häufige Magen-Darm-Störung wird durch psychische Belastungsfaktoren verstärkt.

Eine Verstopfung kann vorübergehend bei Fieber, auf Reisen oder bei z.B. operationsbedingter Bettlägerigkeit vorkommen.

Auch einige Medikamente (z.B. Magensäureblocker, Antidepressiva) sowie Elektrolytstörungen, die u.a. durch den zu häufigen Gebrauch von Abführmitteln zustande kommen, verursachen Verstopfungen.

Die Obstipation kann auch das Symptom einer organischen Erkrankung sein.

Wenn Die Magen-Darm-Passage durch ein Hindernis (z.B. große Geschwulst) oder eine Einklemmung (z.B. Leistenbruch) behindert ist, stört das die Ausscheidung. Typischerweise kommt es auch bei Analerkrankungen (z.B. Analfissur, Hämorrhoiden) zu schmerzbedingter Obstipation.

Nervenstörungen (z.B. diabetische Nervenschäden bei der Zuckerkrankheit, Multiple Sklerose) verursachen neben der Verstopfung noch andere krankheitsbedingte Symptome.

Typisch tritt eine Verstopfung auch im letzten Drittel der Schwangerschaft oder bei Schilddrüsenunterfunktion auf.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie doch einfach meinen kostenlosen Praxis-Newsletter an:

Sprache der Symptome

Menschen mit Dickdarmproblemen haben (sagt man), Schwierigkeiten mit dem "Loslassen". Auch das Selbstvertrauen wird mit dem Dickdarm assoziiert.

Mögliche Folgen

Blähungen, Vergiftung durch entstehende Gase. Durch den aufgeblähten Bauch wird auch die Wirbelsäule falsch belastet, Rückenschmerzen können die Folge sein.

Der kostenlose Gesundheits-Newsletter von Heilpraktiker René Gräber

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei einer Verstopfung in Frage kommen.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel

Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt. Damit kann eine Schwäche des Verdauungstrakts behandelt werden. Auf folgende Meridiane achten: M, Dü, Di, Le, G und MP.

 

Akupunktur bewährte Punkte der Akupunktur bei Verstopfung sind: Di 4, Di 10, Di 11, Dü 3, Ma 25, Bl 25

Aromatherapie

Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet werden. In Frage kommen unter anderem: Rosmarin, Terpentin, Thymian.

Bachblüten Sind "spastische" Komponenten der Verstopfung dabei könnten die Bachblüten Cherry Plum oder Star of Bethlehem in Betracht kommen.

Ernährung

Versuchen Sie warmes Wasser zu trinken. Abends vor dem Schlafen und morgens nach dem Aufstehen. Essen Sie mehr Obst und Gemüse - insgesamt mehr Ballaststoffe. Ich rate generell erst einmal dazu morgens einen Apfel vor dem Frühstück zu essen und vor dem Mittagessen und Abendessen eine oder zwei Karotten (roh) zu essen und dabei gründlich zu kauen.

Besonders vorteilhaft zum Abführen: Pflaumen und getrocknete Feigen. Wassermelone eignet sich auch. Wirkungsvoll sind auch die gepressten Säfte: Pflaumensaft und Sauerkrautsaft.

Heilfasten Sehr gute (und auch dauerhafte) Verbesserungen sehe ich langfristig mit dem Heilfasten. Allerdings muss anschließend die Ernährung umgestellt werden. Umfassende Informationen zum Heilfasten finden Sie auf meiner Webseite: www.gesund-heilfasten.de
Heilpflanzen

Bewährte Heilpflanzen gegen Verstopfung: Faulbaumrinde, Kreuzdornbeeren, Rhabarberwurzel und natürlich Sennesblätter. Aber Achtung: Viele Heilpflanzen mit abführender Wirkung sind nicht zum Dauergebrauch geeignet! Die Anwendung sollte nur kurzzeitig erfolgen, max. 2 Wochen. Anthranoide (z.B. Aloe vera) erhöhen die Durchblutung der Gefäße der gesamten Beckenregion und verstärken so z.B. auch eine Menstruationsblutung. Bei Darmverschlüssen, akuten Darmentzündungen, Bauchschmerzen unbekannter Art, Schwangerschaft, Stillen und Kindern verbietet sich die Einnahme dieser Heilpflanzen.

Besser geeignet (auch zur Dauertherapie) sind da schon: Flohsamenschalen und / oder Leinsamen. Achtung: Flohsamen und Leinsamen quellen. Auf ausreichende Trinkmenge achten wenn solche Mittel eingenommen werden. Bei Flohsamen kann zu Beginn auch eine Art Völlegefühl auftreten, eventuell auch Blähungen. Ich rate in solchen Fällen meist dazu, die Dosis der Flohsamenschalen langsam zu steigern.

Das Verstopfungsproblem kann allerdings nicht nur aus dem Bereich "Darm" kommen. In solchen Fällen ware auch an:

  • Artischockenpräparate zu denken (z.B. Hewechol Dragees) oder auch die
  • Kalmuswurzel (z.B. in der Kräutermischung Abdomilon) oder
  • Gelbwurz (z.B. im Fertigpräparat Infi-tract-V-Tropfen)

Medizinische Massagen

Eine sanfte Bauchmassage oder Manuelle Lymphdrainage des Bauchraumes fördert die Darmtätigkeit (Peristaltik).

Orthomolekular-Medizin

Empfohlene Tagesdosis:

Vitamin C: 2-3 g; zieht Wasser in den Darm und macht den Stuhl weich. Beginnen Sie mit 500 mg pro Tag und erhöhen Sie bis Sie bei der Dosis angelangt sind, wo der Stuhl weich wird. Dies ist wäre der tägliche "Bedarf".

Vitamin B-Komplex: sollte 0,4-0,8 mg Folsäure enthalten. Folsäure-Mangel kann Verstopfung verursachen.

Pantothensäure: 250 mg; kann die Darmtätigkeit anregen.

Magnesium: 400 mg; kann die Darmtätigkeit anregen. Im allgemeinen erhöht man langsam die Dosis von 600mg auf bis zu 1200mg. Spätestens bei dieser Dosierung sollte sich ein Effekt zeigen. Wenn ein Effekt eintritt, die Dosis wieder "herunterfahren" um die optimale Dosis zu erreichen. Nach 6 Wochen würde ich die Einnahme komplett aussetzen um den Effekt zu "kontrollieren".

Nahrungsfasern / Ballaststoffe: 10 - 30 g; wenn Ihr Stuhl mit obigen Maßnahmen weich geworden ist, fangen Sie an, vermehrt faserreiche Kost zu essen. Bis sich der Körper daran gewöhnt hat, können Blähungen und Bauchbeschwerden auftreten, gehen Sie also behutsam vor.

 

gem. Earl Mindell:

Brottrunk: 3 x 1 dl

Vitamin C: 3 x 1000 mg

Vitamin-B-Komplex: 100 mg morgens und abends

Achtung: Eisenpräparate können Verstopfungen erzeugen.

 

Probiotika Die Einnahme von Probiotika ist durchaus sinnvoll, allerdings liegt es nicht immer an der Darmflora. Die Therapie mit Probiotika ist nicht so einfach, wie es die Werbung gerne darstellt. Im Vodergrund einer möglichen Therapie würde ich Milchsäurebakterien und Bifidobakterien sehen. Mehr zu einzelnen Probiotika-Präparaten schreibe ich hier: http://www.gesund-heilfasten.de/nahrungsergaenzung/
probiotika.html

Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen. Beim Thema Verstopfung allerdings eine weniger bedeutende Rolle.

Schüssler-Salze

bei Verstopfung mit hartem Stuhl kommen in Frage: Natrium sulfuricum oder Natrium chloratum

Allgemein

Grundsätzlich empfehle ich bei jeglicher Art von Verstopfung mehr Bewegung und verordne wenigstens einen täglichen Spaziergang. Zur Stimulierung der Verdauung ist nämlich die Bewegung der Eingeweide wichtig und dazu trägt die Erschütterung des Gehens und Laufens bei, Schwimmen weniger.

Der Effekt lässt sich mit einem sog. Rebound (Minitrampolin) vervielfachen. Eine Minute leichtes Schwingen oder Hüpfen entspricht fünf Minuten gehen. Hüpfen oder schwingen Sie täglich zweimal drei bis fünf Minuten.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 12.8.2013 aktualisiert.

Der kostenlose Gesundheits-Newsletter von Heilpraktiker René Gräber