Wobenzym
Wobenzym - Bei Entzündungen und mehr...
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Wobenzym ist ein apothekenpflichtiges Medikament, welches Enzyme enthält. Noch zuletzt hat eine groß angelegte Studie die Wirksamkeit von Wobenzym
hinsichtlich der Behandlung von Entzündungen verschiedener Arten bestätigt.
Durch die Enzymtherapie ist bei der Behandlung
von beispielsweise rheumatischen Erkrankungen bei einer Vielzahl von Patienten ein Erfolg erzielt worden, und die
Beschwerden haben sich auf längere Sicht zum Teil deutlich verbessert.
Wobenzym N besteht aus einer Kombination aus dem pflanzlichen Wirkstoff Rutosid und verschiedenen Enzymen.
Arzneilich wirksame Bestandteile sind Chymotrypsin, Papain, Rutosid-3-Wasser, Brromelain, Trypsin und
Pankreas-Pulver. Weitere Bestandteile sind unter anderem Calciumcarbonat, Talkum, Saccharose, Povidon und
Maisstärke.
Leider ist das Wobenzym N in Deutschland nicht mehr erhältlich. Es kann aber über jede Apotheke aus dem Ausland
besorgt werden. In Deutschland erhältlich ist "nur noch" das Wobenzym P. Wobenzym P enthält leider nicht mehr alle
Inhaltsstoffe wie das Wobenzym N.
Anwendungsgebiete
Die Anwendungsgebiete von Wobenzym sind sehr vielschichtig.
Es wird bei verschiedenen Entzündungsarten angewendet, zum Beispiel der Harnentzündung und bei Entzündungen der
Geschlechtsorgane, bei rheumatischen Erkrankungen, der Venen, Arterien und Lymphgefäße sowie Entzündungen der Nasennebenhöhlen.
Das Medikament Wobenzym ist als Dragee erhältlich.
Die Packungsgrößen liegen bei 100, 200 und 800 Dragees.
Die Dosierung ist sehr abhängig von der Art der entzündlichen Krankheit.
Grundsätzlich gilt eine Einnahmeempfehlung von 3 mal 2 Dragees am Tag, es kann allerdings auch eine
Tageshöchstdosis von insgesamt bis zu 30 Dragees erfolgen, so zum Beispiel bei schweren rheumatischen Schüben. Die
Einnahme sollte mit reichlich Flüssigkeit und zwischen den Mahlzeiten erfolgen.
Wobenzym gilt als sehr gut verträglich, in Studien wurden auch bei lang andauernden Behandlungen bisher keine
gravierenden Nebenwirkungen beobachtet.
Selten beobachtete Nebenwirkungen sind eine Verfärbung des Stuhls, leichte allergische Hautreaktionen und leichte Magenbeschwerden.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Wobenzym und Antibiotika
wird deren Konzentration erhöht.
Bei schweren Gerinnungsstörungen oder bei bevorstehenden Operationen sollte die Einnahme von Wobenzym auf jeden
Fall vorher mit dem Arzt besprochen werden.
Gleiches gilt im Übrigen auch für die Einnahme von Wobenzym während der Schwangerschaft und der Stillzeit.
Dieser Beitrag wurde letzmalig am 28.08.2011 aktualisiert.

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