Fragwürdige Verflechtungen bei der Ständigen Impfkommission (STIKO)

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die STIKO-Empfehlung und Impfkalender

In den letzten Jahren ist die Ständige Impfkommission (STIKO)des Robert Koch-Instituts immer wieder in die Schlagzeilen geraten – und das nicht nur bei den hartnäckigen Impfkritikern. Jedes Jahr überprüft und erneuert die STIKO ihre Impfempfehlungen, die sie danach offiziell bekannt gibt.

Diese Empfehlungen bezüglich "Impfen" werden in der sogenannten Impftabelle festgehalten. Lange Zeit über waren die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission auch tatsächlich nur Empfehlungen.

Seit April 2007 sind jedoch die Krankenkassen verpflichtet, die im Impfkalender aufgeführten Leistungen zu zahlen. Der Gemeinsame Bundesausschuss, der die Leistungen der Krankenkassen kontrolliert, kann zwar gegen die Impfempfehlung entscheiden, dies muss jedoch begründet werden, was ein nicht unerheblicher Aufwand bedeutet.

Medizinische und wirtschaftliche Brisanz

Die Kritiker kommen aus zwei Lagern. Zum einen wird die medizinische Bedeutung einiger in den letzten Jahren empfohlenen Impfungen wie zum Beispiel die Windpockenimpfung und die Papillomaviren-Impfung angezweifelt, zum anderen geht es um die wirtschaftlichen Auswirkungen auf unser Gesundheitssystem.

Gerade bei der letztgenannten Gebärmutterhalskrebs-Impfung für 12-17 jährige Mädchen gegen HPV (Human Papilloma Virus), gab es viele Bedenken und noch mehr Widersprüchlichkeiten. Außerdem wurden die Unsicherheiten in der Auswertung der Daten von Wissenschaftler/innen thematisiert.

Diese fordern, dass die Behauptungen, die Impfung reduziere Gebärmutterhalskrebs um 70% oder gar 98%, unterbleiben müssen. Außerdem wird von Impfgegnern bemängelt, dass der Nutzen des Impfstoffs, der nur gegen zwei Typen der HPV wirkt, in keinem Verhältnis zu den Kosten steht.

Eine gesundheitsökonomische Begutachtung der HPV-Impfung ist nicht hinreichend erbracht worden, bemängeln kritische Stimmen. Außerdem sollte eine begleitende Forschung zu möglichen Nebenwirkungen der Impfung intensiviert werden.

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Verflechtungen mit der Industrie

Kritiker erheben nun den Vorwurf, die STIKO habe eine zu große Nähe zur Industrie. Dabei sind die Verflechtungen vielfältig. Unter anderem wird kritisiert, dass die Pharmaindustrie Studien der STIKO finanziert.

Umgekehrt haben Mitglieder der Impfkommission immer wieder Forschung für die Industrie oder auch für das Paul-Ehrlich-Institut, das für die Zulassung von Impfstoffen zuständig ist, betrieben. Auch das „Forum Impfen“ wird von Impfstoffherstellern finanziert. In vielen von der Pharmaindustrie unterstützen Arbeitsgemeinschaften sind Mitglieder der STIKO vertreten.

Von Seiten der Impfkommission wird betont, dass jedes Mitglied, dass neu in die Kommission berufen wird, seine Verbindungen zu den Pharmaherstellern offen legen muss. Es ist jedoch auch hinreichend bekannt, dass die Pharmaindustrie ihrerseits auf vielen Wegen Lobbyarbeit betreibt.

Das ganze ist aber nicht nur ein Problem in Deutschland: Zum Beispiel kam es auch zu fragwürdigen Verflechtungen bei der Impfung zur Schweinegrippe. Auch im Grippe-Report schreibe ich mehr zu Verflechtungen in die der ehemalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld verwickelt war.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 09.08.2012 aktualisiert