Eiter (Pus) ist eine Flüssigkeit, die im Körpergewebe durch bakteriellen Befall entsteht. Das Immunsystem entsendet weiße Blutkörperchen in die Region, um die Erreger zu bekämpfen.

Die entzündlichen Prozesse führen zur Zerstörung der Bakterien, aber auch der Gewebs- und Immunzellen. Daher besteht Eiter aus einem wässrigen Gemisch aus überwiegend toten Zellen (Detritus) und Proteinen.

Der Ausfluss von Eiter wird Suppuration genannt. Die Farbe variiert von gelblich bis grünlich oder bei Blutbeimengungen von rosa bis braun. Eiter kann übel riechen, entweder süßlich oder faulig.

Die eitrigen Prozesse sind die Folge von Infektionen mit Staphylokokken, Streptokokken,  Escherichia coli, Pneumokokken, Gonokokken, Meningokokken, Chlamydien und diversen gramnegativen Bakterien sowie Pilzen. Die Erreger sorgen in unterschiedlichen Anteilen für eine Mischinfektion.

Die Entzündungen sind mit ihren typischen Symptomen verbunden: Schwellung, Rötung, Wärme, Schmerz und gegebenfalls eingeschränkte Organ-Funktion. Fieber und Schüttelfrost sind die ersten Zeichen, dass die Vereiterung in eine Blutvergiftung (Sepsis) übergeht.

Selten entsteht Eiter auch ohne Infektion, wie bei der Psoriasis pustulosa, einer Form der Schuppenflechte. Je nach der Verortung unterscheiden Mediziner drei verschiedene Erscheinungs-Formen der Vereiterung:

Abszesse

Abszesse sind Vereiterungen in einem Hohlraum, der durch den Gewebsuntergang (Nekrose) entstanden ist. Um diese krankhafte Körperhöhle herum bildet sich ein Abschlussgewebe, um die Entzündung abzukapseln. Abszesse entstehen meist in der Haut und Schleimhaut (z.B. Schweißdrüsenabszess, Analabszess, Zungenabszess), können aber auch im Körper (z.B. Lunge, Gehirn, Leber, Milz) vorkommen.

Kleine und mittelgroße Abszesse können mit Zugsalben behandelt werden, sodass sie sich öffnen und den Eiter freigeben. Größere müssen vom Arzt mit dem Skalpell gespalten werden. Danach spült der Mediziner Eiterreste aus der Abszesshöhle mit antiseptischen Lösungen aus.

Empyeme

Ein Empyem ist eine Vereiterung in einer biologischen, “normalen” Körperhöhle. Häufig hier ist die Eiteransammlung im Appendix (Blinddarm) bei der Appendizitis, in der Galle, den Gelenken, im Lungenraum, im Rippenfell oder der Kieferhöhle. Empyeme können sich auch in den Nasennebenhöhlen (Sinusitis) oder im Mittelohr (Otitis media) bilden.

Phlegmone

Eine Phlegmone ist eine diffuse Vereiterung des Zwischenzellraumes (Interstitium). Meistens ist das Bindegewebe betroffen, daneben auch die Haut, das Muskelgewebe, das Knochenmark, die Darmwand oder der Bereich hinter dem Bauchfell.

Schulmedizinische Behandlung

Eiter muss aus dem Körper entfernt werden, um eine Blutvergiftung zu verhindern. Der Chirurg entfernt den Eiterherd entweder mit dem Skalpell oder mit einer Drainage. Um die Keime gezielt abzutöten, werden die Erreger im Labor bestimmt, damit spezifische Antibiotika gegeben werden können.

siehe auch: Abszess – Furunkel – Entzündungen

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Eiterungen in Frage kommen.

Bei akuten Entzündungen kann die Enzymtherapie sehr gut unterstützen. Ich rate meist zu einer Hochdosistherapie, die über die Angaben der Packungsbeilagen weit hinaus geht. Über einzelne Enzympräparate habe ich schon mehrfach berichtet, wie u.a.: Wobenzym NKarazymAstrozym.

Grundsätzlich sollte man bei jeglicher Art von Entzündung seine Ernährung auf GESUND umstellen. Dazu gehört: keine Süßigkeiten, kein Weißmehl und keine Weißmehlprodukte, kein Zucker und kein Schweinefleisch. Verzichten Sie ebenfalls auf Eier und Milch.

Bambou tabashir, Propolis, Echinacea, Schwarzkümmelöl.
Äußerlich: Teebaumöl.

Bambou tabashir, Propolis, Echinacea, Schwarzkümmelöl.
Äußerlich:  Äusserlich: Teebaumöl.

Bei Kieferhöhlenvereiterung: Ätherische Öle aus Fichte, Kiefer, Salbei, Thymian, Eukalyptus und Kamille.

Bei Mittelohrentzündung: Lavendel, Schafgarbe, Hauswurz, Anis, Holunder, Veilchen, Ysop, Plantago, Huflattich und Knoblauch.

Aus dem Bereich der Homöopathie kommen einige Mittel in Betracht. Ein häufigeres Mittel ist u.a. das Hepar sulfuris. Die Potenz richtet sich nach dem Schweregrad: Zum Beispiel D200 3 mal hintereinander alle 3 Std. oder Hepar sulfuris D6 3mal täglich sein.  

Daneben sind Ledum, Mercurius und Silicea empfehlenswert.

Das Leitmittel für bakterielle Entzündungen ist ganz klar das Notakehl. Auch hier sollte mit der Dosis nicht gespart werden.

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen. Im akuten Stadium rate ich zu einer raschen Entsäuerung mittels eines Basenpulvers.


Beitragsbild: 123rf.com – ralwel

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 8.12.2020 aktualisiert.

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