Ein Gerstenkorn (Hordeolum) ist eine akute Entzündung der Lidranddrüsen und zählt zu den Augenerkrankungen. Diese wird meist durch Staphylokokken hervorgerufen und kann die Meibom-Drüsen (Hordeolum internum an der Lidinnenseite) oder seltener die Zeis- oder Moll-Drüsen (Hordeolum externum an den Talg- bzw. Schweißdrüsen) betreffen.

Beim Hordeolum internum tritt anfangs eine schmerzhafte Schwellung und Rötung des gesamten Lides (geschwollene Augenlider) auf, woraufhin sich eine lokalisierte und stark schmerzende Schwellung an der Lidinnenkante bildet, aus der in einigen Fällen eitriges Sekret austreten kann. Es entsteht durch eine Verlegung des Drüsenausführungsganges einer Meibom-Drüse mit begleitender bakterieller Infektion.

Das Hordeolum externum beginnt ähnlich mit einer diffusen und schmerzhaften Schwellung und Rötung des Lides, die in eine lokalisierte schmerzhafte Schwellung übergeht. Oft kommt es zum Austritt von eitrigem Sekret im Bereich der Wimpern. In einigen Fällen kommt es zur Bildung eines Abszesses mit Untergang von Hautgewebe oder zu einer generalisierten Lidrandentzündung (Blepharitis).

In Verbindung mit dem Auftreten des Gerstenkorns kann es zu einem allgemeinen Krankheitsgefühl und einer Lymphknotenschwellung kommen.

Ein vermehrtes Auftreten von Gerstenkörnern (Hordeolosis) beobachtet man bei bestimmten Hauterkrankungen (z.B. Akne), Immunsystem schwächenden Erkrankungen (z.B. Zuckerkrankheit) oder vorbestehenden Hautinfektionen (siehe auch Hautprobleme).

Eine infektiöse Schwellung am Lidrand kann auch durch Viren (z.B. Molluscum contagiosum, Herpes simplex), Pilze (z.B. Blastomykose) oder Parasiten (z.B. Phthiriasis pubis palperarum) verursacht sein. Außerdem sollte immer eine bösartige Neubildung (z.B. Basaliom, Talgdrüsenkarzinom) ausgeschlossen werden.

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Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei einem Gerstenkorn in Frage kommen:

Auflagen mit Fencheltee
Staphysagria D30 ist das Hauptmittel.

als weitere Mittel kommen in Frage: Calcium Fluoratum D6, Pulsatilla D12, Apis mellifica D6, Hepar sulfuris D6;
Ferrum Phosphoricum D6 (auch als Kompresse), Silcea D12, Calcium Fluoratum D6
Sonstiges
im Anfangsstadium haben sich Rotlichbestrahlungen gut bewährt. Diese müssen aber mind. 3 mal täglich durchgeführt werden.

Beitragsbild: 123rf.com – Nito500

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