Geschwollene Füße. Ein Problem von Millionen Menschen, die meistens schon etwas älter sind. In diesem Beitrag möchte ich auf mögliche Ursachen eingehen, aber vor allem auch auf einfache Tipps aus dem Bereich der Hausmittel, Naturheilkunde, Schüssler Salze, Heilpflanzen und mehr. Denn: manchmal kann es ganz einfach sein. Lesen Sie weiter!
Die Ursachen sind vielfältig
Wenn die Füße anschwellen, können schwere Erkrankungen dahinter stecken. Diese Ödeme können zeitweise auftreten oder in ein chronisches Stadium übergehen. Oft sind beide Füße betroffen, manchmal aber auch nur einer. Die Schwellungen können Schmerzen an Sohlen und Fersen verursachen. Nicht selten kommt es vor, dass auch die Waden anschwellen.
Aus den Blutgefäßen, besonders aus den Kapillaren, diffundiert ständig Flüssigkeit in umliegendes Gewebe aus, fließt jedoch im Sinne eines Gleichgewichtes auch wieder in den Blutkreislauf zurück. Dieser Rück-Transport kann gehemmt sein, sodass sich Gewebsflüssigkeit im Bindegewebe ansammelt. Auch kann eine Überlastung der Lymphgefäße vorliegen, die Gewebswasser in das Kreislaufsystem zurückführen.In diesem Fall schauen Sie sich mal bitte meinen Grundsatzbeitrag mit Tipps bei Lymphstau / Lymphödem an.
Die Flüssigkeitsansammlungen im peripheren Gewebe sind verbunden mit einer Volumen-Abnahme des Blutplasmas. Die Nieren registrieren den Verlust und drosseln die Wasserabgabe, wodurch die Ödeme zusätzlich verschlimmert werden.
Ödeme entstehen bei Erkrankungen des Kreislaufs, wobei das Herz oder die peripheren Gefäße betroffen sein können. Die Ursache ist oft eine Herzschwäche durch Herzinsuffizienz oder Koronar-Verengungen (Angina pectoris) oder eine generalisierte Arteriosklerose. Diese Gefäßveränderungen basieren auf Veranlagung, Lebensstil oder Diabetes.
Diabetes ist auch eine mögliche Ursache von Nierenproblemen. In deren Folge kann nicht mehr ausreichend Wasser ausgeschieden werden und verbleibt letztlich im Bindegewebe. Die Schwerkraft tut ihr übriges und verhindert den Abtransport des Wassers vor allem in den am tiefsten gelegenen Körperstellen.
Auch Krampfadern können die Stauungen auslösen. Desgleichen kann eine schwer geschädigte Leber das einströmende Blutvolumen nicht mehr bewältigen. In der Folge sammelt sich das Blut an anderen Stellen an, wobei wiederum die Füße besonders gefährdet sind.
Weitere Ursachen für Ödem in den Füßen sind entzündlich-allergische Reaktionen, die besonders nach Insektenstichen sehr schnell auftreten können. Infrage kommen auch Hormonstörungen wie die Schilddrüsen-Unterfunktion und Alkoholabusus, der zu Gefäßerweiterungen führt, wodurch Flüssigkeit verstärkt ins Gewebe abgegeben wird.
Auch Nebenwirkungen von Medikamenten spielen eine Rolle. Dazu zählen Hormonpräparate, Cortison und Pharmaka, die in den Mineral-Haushalt eingreifen (beispielsweise Calcium-Antagonisten). Wenn Sie mal in meinen Grundsatzbeitrag zu Medikamenten-Nebenwirkungen schauen, werden Sie in Zukunft vielleicht einige Dinge überdenken wollen…
Ödeme treten auch bei vielen Verletzungen der Füße auf. Dann sind Frakturen, Bänder-, Kapsel und Sehnenrisse oder deren Überdehnungen sowie Muskelzerrungen die Auslöser.
Die Diagnose bei geschwollenen Füßen
Meistens beschreiben Patienten die „dicken Füße“ als Nebensymptome. Die Patienten kommen also meist nicht wegen geschwollener Füße in die Praxis, sondern leider erst, wenn weitere Symptome auftreten, wie Luftnot oder gar Herzschmerzen. Dann machen natürlich klassische Untersuchungen Sinn: Zunächst wird dann mit einem EKG die Herz-Funktion überprüft. Ergänzend wird die Sonographie, Magnetresonanztomographie (MRT) und die Computertomographie (CT) eingesetzt, um auch Gefäßveränderungen, Lebererkrankungen oder Tumore zu erkennen.
Blutuntersuchungen geben Hinweise auf Diabetes, Störungen des Mineral-Haushaltes (siehe auch Mineralstoffmangel) und Störungen in der Funktion der Nieren. Auch Leberschäden können so ausgeschlossen werden.
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Die Behandlung durch den Schulmediziner
Den Wasserrückfluss fördern eine Hochlagerung der Füße, kalte Wickel sowie Bewegung wie beispielsweise das Strecken über den Vorfuß im Stehen. Sport dient der Stärkung von Herz und Gefäßen, sodass Ödeme zumindest gelindert werden können.
Oft wird der Arzt auch Diuretika („Wassertabletten“) verschreiben, um den Abtransport der Flüssigkeit zu aktivieren. Dringend zu empfehlen ist auch salzarme, speziell natriumarme Kost, weil diese Minerale Wasser binden. Die Lymphdrainage ist eine Methode, um den Rück-Transport der Gewebsflüssigkeit in den Blutkreislauf mechanisch zu bewerkstelligen. Dies kann auch durch das Tragen von Kompressions-Strümpfen erzielt werden.
Schwere Grunderkrankungen müssen behandelt werden. Diabetes bedarf der Einstellung durch diätetische Maßnahmen oder einer Insulin-Therapie. Bei Herzschwäche sind herzstärkende Pharmaka angezeigt, während eine Angina pectoris oft operativ angegangen werden muss.
Liegen Verletzungen vor, sind die bekannten Gegenmaßnahmen zu treffen wie die Fixierung der Sprunggelenke mit Schienen oder chirurgischen Eingriffen.
Naturheilkunde, Alternativmedizin & Hausmittel
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Entgiftung
Zahnstörfelder wie abgestorbene Zähne sind Entzündungsherde und Amalgam-Füllungen sorgen für eine ständige, unterschwellige Vergiftung. Eine Gebisssanierung mit anschließender Schwermetallentgiftung ist daher sinnvoll.
Ist eine geschädigte Leber an der Ödem-Entstehung beteiligt, so ist eine spezielle Leberentgiftung erforderlich.
Zur lokalen Entgiftung können Blutegel eingesetzt werden.
Die Erährung sollte zunächst den Kreislauf unterstützen und daher tendenziell vegetarisch ausgerichtet sein. Kochsalz wird am besten ganz weggelassen und stattdessen Kaliumsalze verwendet werden, dies allerdings auch nur sparsam. Viele Gemüsesorten, Obst und Kräuter haben wassertreibende Eigenschaften. Dazu gehören: Knoblauch, Artischocke, Fenchel, Sellerie, Trauben, Ingwer, Aubergine, Petersilie, Gurke und Wassermelone.
Rotes Fleisch fördert Entzündungs-Reaktionen und sollte gemieden werden. Dasselbe gilt für Alkohol und Nikotin.
Heilpflanzen
Neben den diuretisch wirkenden Lebensmitteln gibt es eine Reihe von wassertreibenden Heilpflanzen, die als Tee aus den getrockneten Rohdrogen angewendet werden können: Mäusedorn, Hauhechel, Brennnessel, Mädesüß, Borretsch, Kornblumen, Liebstöckel, Birke, Goldrute, Holunder und Rosskastanie.
Bei geschwollenen Füßen helfen homöopathische Präparate in diversen Potenzierungen von Zaubernuss (Hamamelis virginica), Weißdorn (Crataegus) und Maiglöckchen (Convallaria).
Hydrotherapie
Durchblutungsfördernde Kneippsche Güsse sind empfehlenswert. Man beginne am Fuß mit einem Strahl warmen Wassers (38°C) aufwärts und arbeite anschließend beinabwärts. Danach wird der Vorgang mit kaltem Wasser (18°C) wiederholt.
Eine andere Möglichkeit ist das Wechselbad. Dabei werden die Füße für 3 Minuten in warmes und anschließend in kaltes Wasser gestellt. Mehrere Wiederholungen sind erforderlich.
Hilfreich sind auch Fußbäder mit Zusätzen wie Bittersalz oder Apfelessig.
Empfohlen werden auch die Methoden der Chiropraktik und der Osteopathie. Ebenso ist das Rolfing empfehlenswert. Diese Massagetechnik dient der Stimulation der muskulären Faszien. Dadurch werden die Muskeln gestärkt, die ja den Blutrückfluss in den Venen unterstätzen.
Aus dem gleichen Grund ist eine spezielle Krankengymnastik ratsam.
Sport nach persönlichen Möglichkeiten und Grenzen ist sehr sinnvoll.
Beitragsbild: 123rf.com – kerdkanno
Dieser Beitrag wurde am 17.07.2021 erstellt.
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