Der Sauerklee (Oxalis) eignet sich mit seiner entkrampfenden und beruhigenden Wirkung sehr gut für die naturheilkundliche Behandlung mit Wickeln.

Selbst bei kolikartigen Schmerzen kann ein Oxalis Wickel Erleichterung bringen. Empfehlenswert sind die Oxalis Wickel vor allem bei krampfartigen unspezifischen Bauchschmerzen. Die Oxalis Wickel wirken belebend und helfen, Erschöpfungszustände zu überwinden.

Wie werden Oxalis Wickel angewendet?

Für das Anlegen eines Oxalis Wickels werden eine 20-prozentige Tinktur von Oxalis Folium zum äußerlichen Gebrauch, ein Wickeltuch für innen, ein Frotteetuch zum Abdecken und eine Wärmflasche benötigt.

Die Wickel-Tücher sollten aus natürlichen Fasern wie Leinen oder Baumwolle bestehen. Um die Wirkung zu erhöhen und den Wickel für den Patienten angenehmer zu machen, sollten das Innen- und das Abdecktuch leicht vorgewärmt werden.

Währenddessen wird ein Esslöffel der 20-prozentigen Oxalistinktur in einen Viertelliter heißes Wasser gegeben. Das angewärmte Innentuch wird gleichmäßig mit der Flüssigkeit durchtränkt und anschließend ausgewrungen.

Der Patient befindet sich in Rückenlage auf dem ausgebreiteten Frotteetuch. Das mit der lindernden Lösung benetzte Innentuch wird auf den gesamten Bauchbereich gelegt.

Darüber werden die Enden des Frotteetuches zusammengenommen und bei Bedarf mit Sicherheitsnadeln festgesteckt, sodass der Bauch in einen kompletten Wickel eingepackt ist.

Eventuell kann noch eine Wärmflasche auf den Oxalis Wickel aufgelegt werden. Wärme unterstützt die entkrampfende Wirkung.

Es sollte jedoch immer auf das Temperaturempfinden des Patienten geachtet werden. Der Patient muss sich während des Wickels wohlfühlen.

Der Oxalis Wickel sollte etwa 30 Minuten einwirken können. Danach werden die Tücher abgenommen. Wichtig ist, auch während der 20 Minuten dauernden Nachtruhe auf ausreichende Wärmezufuhr zu achten.


Beitragsbild: 123rf.com – kerdkanno

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 10.4.2014 aktualisiert.

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