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Krankheiten/Beschwerden

Der Säure-Basen-Haushalt: Grundlage der Gesundheit

Aus der Naturheilpraxis von René Gräber / Kategorie: Krankheiten/Beschwerden

Inhaltsverzeichnis Einblenden
Der pH-Wert – klein, unscheinbar, biologisch mächtig
Übersäuerung – was damit wirklich gemeint ist
Ernährung verschiebt das Milieu – nicht das Blut
Kann man das messen? Ja – aber richtig
Was sinnvoll ist – und was nicht
Zum Thema Natron
Fazit: Übersäuerung ist kein Mythos – aber auch kein Allheil-Erklärmodell
Zum Weiterlesen
Rene Gräber:

Der menschliche Körper stirbt nicht an Krebs, Diabetes oder Arthrose. Er stirbt daran, dass seine Regulationssysteme versagen. Und eines der empfindlichsten dieser Systeme ist unscheinbar klein: der pH-Wert.

Seit Ende der 1990er-Jahre begegnet mir in der Praxis immer wieder dasselbe Muster. Menschen mit Schmerzen, Erschöpfung, schlechter Regeneration, diffusen Beschwerden – schulmedizinisch „unauffällig“. Laborwerte meist okay, der Blut-pH stabil. Und doch stimmt etwas nicht. Das Problem liegt fast nie im Blut. Es liegt im Milieu.

Übersäuerung ist deshalb kein Schlagwort und kein Wellnesskonzept. Sie beschreibt einen Zustand, in dem der Körper zwar nach außen stabil wirkt, intern aber permanent kompensiert. Über Puffersysteme, Mineralstoffreserven, Gewebe und Ausscheidungsorgane. Das funktioniert – eine Zeit lang. Dann häufen sich die Symptome.

In diesem Beitrag geht es nicht um Mythen, Basenwunder oder pauschale Verbote – es geht um Physiologie. Es geht um den pH-Wert, um Ernährung, um Messmethoden, um sinnvolle Korrekturen – und auch um Grenzen. Natron, Basensalze, Ernährungsumstellung.

Wer verstehen will, warum der Körper leicht basisch sein muss, warum schon kleine pH-Verschiebungen große Folgen haben – und weshalb Übersäuerung real ist, ohne das Blut jemals „sauer“ zu machen – der sollte weiterlesen. Denn hier entscheidet sich oft nicht Krankheit oder Gesundheit.

Beginnen wir mit dem ph Wert…

Der pH-Wert – klein, unscheinbar, biologisch mächtig

Der pH-Wert beschreibt die Konzentration freier Wasserstoffionen. Wichtig ist dabei:
Er wird logarithmisch gemessen.

Das bedeutet:

  • pH 6 ist nicht „ein bisschen saurer“ als pH 7
  • sondern zehnmal saurer
  • pH 5 bereits hundertmal saurer

Unser Blut liegt unter gesunden Bedingungen sehr stabil bei etwa 7,35–7,45. Schon geringe Abweichungen sind messbar – größere wären nicht überlebensfähig. Das ist keine Meinung, sondern Physiologie.

Interessant am Rande: Auch Meerwasser liegt bei etwa pH 7,4. Zufall? Vielleicht. Aber biologisch bemerkenswert.

Übersäuerung – was damit wirklich gemeint ist

Wenn in der Naturheilkunde von „Übersäuerung“ gesprochen wird, ist nicht das Blut gemeint. Das wäre lebensgefährlich.

Gemeint sind vielmehr:

  • das Gewebe
  • der Interzellularraum
  • die Puffer- und Ausscheidungssysteme

Kurz gesagt:
Der Körper hält den Blut-pH stabil – um den Preis, dass Säuren zwischengelagert, gebunden oder verschoben werden. Und genau hier beginnt das Problem.

Typische Folgen:

  • Muskel- und Gelenkbeschwerden
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • erhöhte Reizbarkeit
  • schlechtere Regeneration

Keine Krankheit im klassischen Sinn – aber ein Milieu, in dem Beschwerden gedeihen.

Ernährung verschiebt das Milieu – nicht das Blut

Der Organismus arbeitet mit Puffersystemen. Diese Puffersysteme brauchen Mineralien: Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium.

Eine Ernährung, die dauerhaft

  • stark verarbeitet
  • eiweißlastig
  • mineralarm
  • stressbegleitet

ist, fordert diese Systeme permanent heraus. Irgendwann wird nicht das Blut sauer – sondern die Regenerationsfähigkeit schlechter.

Kann man das messen? Ja – aber richtig

Der Urin-pH ist kein Blut-pH. Er zeigt, wie gut der Körper Säuren ausscheidet.

Praktisch:

  • pH-Teststreifen aus Apotheke oder Drogerie
  • Messung im Morgenurin (nicht der erste, sondern der Mittelstrahl)

Was sagen die Werte?

  • unter 6,5: hohe Säurelast
  • 6,8–7,2: physiologisch
  • dauerhaft über 7,5: Hinweis auf Blockaden oder Überkompensation

Ein einzelner Wert sagt wenig. Verläufe sind entscheidend.

Was sinnvoll ist – und was nicht

Eine Ernährungsumstellung ist der zentrale Hebel. Keine Diät, kein Dogma, sondern:

  • mehr Gemüse
  • mineralstoffreiche Kost
  • weniger industrielle Produkte

Basenpräparate können unterstützen, ersetzen aber keine Ernährung.

Zum Thema Natron

Natriumbicarbonat ist kein Lifestyle-Supplement, sondern ein medizinisch wirksamer Stoff. Kurzzeitig kann es Puffersysteme entlasten. Dauerhaft und unkritisch eingesetzt gehört es nicht in jede Küche.

Wer damit experimentiert, sollte wissen:

  • Natron ersetzt keine Basensalze
  • es ist keine Dauerlösung
  • es gehört nicht unreflektiert eingenommen

Naturheilkunde heißt nicht: viel hilft viel. Sondern: richtig, gezielt, begrenzt.

Fazit: Übersäuerung ist kein Mythos – aber auch kein Allheil-Erklärmodell

Der Körper ist ein Meister der Regulation. Doch er ist kein Wunderautomat.

Wer ihm dauerhaft:

  • Mineralien entzieht
  • Stress auflädt
  • Regeneration verwehrt

muss sich nicht wundern, wenn Beschwerden entstehen, die schulmedizinisch „nichts haben“ – sich aber sehr real anfühlen.

Genau hier setzt eine kluge, nüchterne Naturheilkunde an.

Zum Weiterlesen

Eine kurze Sequenz aus meiner Online-Sprechstunde zum Thema “Die biologische Entgiftungstherapie” in der ich über das Thema “Übersäuerung & Entsäuerung” spreche:

Mehr zum Thema auf dieser Webseite auch unter: Übersäuerung

Relevante Artikel zu diesem Thema im Naturheilkunde-Blog: Übersäuerung: Natriumbikarbonat bei Niereninnsuffizienz?

Ausführlich zum diesem Thema lesen Sie auch auf meiner Webseite: www.gesund-heilfasten.de in der Artikelserie zum Thema: Übersäuerung

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an:

 

Rene Gräber:

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Wer schreibt hier?

Mein Name ist René Gräber. Seit 1998 führe ich eine Naturheilpraxis und arbeite mit Patienten, die nach echten Alternativen suchen. Sie finden hier bewährte Naturheilverfahren, aber auch Methoden, die nicht zum schulmedizinischen Standard gehören. Einordnung und Quellen, wo verfügbar; manches bleibt natürlich „kontrovers“. Beachten Sie daher auch bitte den Disclaimer.

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