Akupunktur
Was ist Akupunktur?
Die Akupunktur ist, je nach Quelle, etwa 4000 Jahre alt und
wird auch heute noch als eine wichtige Komponente der
chinesischen Medizin betrachtet. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) wurde in
erster Linie zur Gesunderhaltung entwickelt und nicht zur
Beseitigung von Krankheiten.
Der ursprüngliche chinesische Arzt wurde ja auch nicht von
Kranken bezahlt, sondern von den Gesunden, deren Gesundheit er
erhalten sollte. Wurde doch jemand krank oder gar starb, wurde
er erstens nicht bezahlt, im schlimmsten Fall sogar dafür
bestraft.
Aus diesem Grunde wurden die Ärzte ausgezeichnete
Beobachter, denen kleinste Veränderungen im Äußeren, am Puls
oder auch auf der Zunge nicht entgingen.
Sie stellten auch fest, dass man Krankheiten durch
Einwirkungen auf der Haut oder in der Tiefe des Körpers
beeinflussen kann. Die gefundenen Stellen wurde damals mit
Fingerdruck, mit einem Stein oder einem Hölzchen bearbeitet.
Der Einsatz von Nadeln erfolgte erst viel später. Die
Beobachtung der verschiedenen Gefühlsempfindungen an den
entsprechenden Punkten führte im Laufe von Jahrhunderten zum
heutigen Meridian-System mit den dazu gehörenden
Akupunktur-Punkten.
Heute kennt man zwölf Meridiane, die paarweise auf den
beiden Körperhälften angeordnet sind. Zwei Hauptmeridiane
laufen genau über die Körpermitte, dazu kommen noch acht
Nebenmeridiane. Insgesamt kennt man an die 900
Akupunktur-Punkte, kommen die Punkteraster noch dazu, sind es
einige Tausend. Regelmäßig werden allerdings nur etwa 100 bis
200 gebraucht. Wir im Westen haben die Punkte, etwas
phantasielos, einfach nummeriert (z.B. „B 60“: der Punkt 60 auf
dem Blasenmeridian), die Chinesen allerdings haben für jeden
Punkt einen beschreibenden Namen.
Neben der klassischen Körperakupunktur entwickelte sich im
Laufe der Zeit parallel die Ohr-Akupunktur nach Nogier (übrigens
nicht chinesischen, sondern französischen Ursprungs), dazu die
Kopfhaut-, Nasen- und Handakupunktur.

Wie funktioniert Akupunktur?
Es gibt unzählige Forschungen und natürlich auch
Resultate.
„Durch das Einführen von Nadeln werden gewisse mechanische
und elektrische Rezeptoren im Körper gereizt, denn ein sich
bewegender Metallteil erzeugt immer ein kleines Strompotential“
erklärt Dr. René Thurneysen, Arzt in Bern.
Dies stimmt nach Auffassung des Verfassers nur zum Teil:
Akupressur (großflächige Reizung) und vor allem die Akupunkt-Massage, bei der die Punkte
ohne Nadelung gereizt werden, haben die gleiche Wirkung.
Was, wenn die Akupunktur nicht auf der Basis von
Elektrizität oder chemischen Reaktionen, sondern ganz schlicht
auf der Basis von Lebensenergie basiert?
Solange wir nicht in der Lage sind, für diese Art Energie
Messinstrumente zu bauen, solange werden wir auch nicht in der
Lage sein, die Funktionsweise der Akupunktur genau zu
ergründen.
Die Existenz der Meridiane wurde in Frankreich zum ersten
Mal wissenschaftlich nachgewiesen. Im Pariser
Necker-Krankenhaus wiesen de Vernejoul,
Albarède und Darras mit Radiotracern
Verbindungen zwischen Akupunkturpunkten und Meridianen nach. In
bestimmte Akupunkturpunkte wurde das Radionuklid Technetium 99
als Tracersubstanz injiziert und seine Ausbreitung mit einer
Szintillationskamera verfolgt. Die Tracersubstanz folgte den
bekannten Meridianverläufen!
Natürlich gehen auch hier, wie in der westlichen Medizin,
die Lehrmeinungen auseinander. Die einen schwören auf Nadeln
aus Stahl, andere auf solche aus Gold oder Platin.
Am Schluss kommt es auf die innere Einstellung und die
mentale Konzentration an. Genau dies ist der Punkt, weshalb
oftmals in unseren Breitengraden die Resultate der Akupunktur
zu wünschen übrig lassen.
Weil mit dem westlichen, mechanistischen Denken die
Akupunktur nur unvollkommen funktioniert. Dann ist es natürlich
am einfachsten, das System anstatt den Ausführenden in Frage zu
stellen.
zum weiterlesen: Indikationsliste der
Akupunktur, aufgestellt von der WHO (Weltgesundheits
Organisation der UNO)
Wer keine Klassische Akupunktur möchte, sollte eine
Low-Level-Lasertherapie
in Betracht ziehen.
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