Darmsanierung: Darmflora gut - Gesundheit gut
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Ein gesunder Darm ist das A und O des gesamten Immunsystems. Die Darmflora spielt dabei eine
besondere Rolle. Mittlerweile haben Forscher auch unterschiedliche "Darmtypen" beim Menschen identifiziert.
Für den Erhalt einer funktionsfähigen Darmflora ist unsere tägliche Ernährung
bedeutend.
Über gesunde Ernährung wird viel geredet aber viel zu wenig getan.
Der "moderne Mensch" isst zuviel und das Falsche, was dauerhaft das gesamte körperliche System belastet. Hinzu
kommt ein Essverhalten, welches mangelnde Zeit zum Kauen lässt, zu wenig Ruhezeit zum Verdauen und nicht
ausreichende Sorgfalt in der Zusammenstellung unserer Mahlzeiten.
Durch solche Ernährungsfallen werden Unmengen an Zucker zugeführt, die die Darmflora gänzlich und dauerhaft
durcheinander bringen. Pilze und Bakterienstämme lieben Zucker. So führen wir ihnen das Futter zu, welches sie
benötigen, um sich auszubreiten. Ständiger Heißhunger ist ein Symptom, welches
in diese Richtung deutet.
Pilze und Bakterien vermehren sich aber nicht nur, sondern scheiden ihrerseits auch wieder ihre
eigenen Stoffwechselendprodukte aus, die unser Körpersystem weiterhin belasten. Solche "Schlacke" sind der beste
Nährboden für Pilze, Keime, Würmer und andere Parasiten, die das Blut- und Lymphsystem belasten. Beinahe unmerklich
unterwandern wir selbst auf diese Art dauerhaft die eigene Gesundheit und Vitalität.
Ein teuflischer Kreislauf, der immer mehr Kraft für sich selbst verbraucht, anstatt die Kraft unserem Körper zur
Verfügung zu stellen, die er zum gesunden Funktionieren benötigt. Insgesamt wird durch eine entsprechende
Dauerbelastung der Darm immer weniger seine lebenswichtigen Funktionen ausüben können.
Mögliche Ursachen
1. Störende Einflüsse dieses natürlichen Gleichgewichts sind neben der genannten Ernährungsfehler
auch Abführmittel. Sie verdrängen die Bifidusbakterien und Lactobazillen, wenn sie über längere Zeit verwendet
werden. Beide Bakterienstämme sind für die Darmbewegung zuständig und ihre Verdrängung führt zu weiterer Zufuhr von
mehr Abführmitteln.
2. Antibiotika, vor allem oral verabreichte.
3. andere Erkrankungen und Belastungen: Pankreasinsuffizienz,
Magenresektion, Darmentzündungen, Röntgen- sowie Strahlenbelastung, Leberschwäche und Gallenblasenprobleme
Das Problem ist die mangelnde Wahrnehmung früher Symptome, die anfängliche Störungen im so notwendigen
Gleichgewicht der Darmflora zeigen.
Mögliche Folgen
Am Ende einer Überlastung stehen die verschiendensten Krankheiten. Oft genug
werden diese jedoch nicht als Wirkung eines überlasteten Darms betrachtet und anderweitig behandelt. Dann kommen im
schlechtesten Falle noch Medikamente dazu, wie zum Beispiel Antibiotika, die die
Darmflora zusätzlich belasten und das Immunsystem weiterhin schwächen.
Hämoriden, Verstopfung, Blähungen, Darmträgheit, Reizdarmsyndrom und gar Darmkrebs sind die Ergebnisse langjähriger Belastung dieses so
lebenswichtigen Organs Darm. In der für die Gesundheit wichtigen Darmflora sind normalerweise Bifidus- und
Bakteroidesgruppen zuhause und Keimgruppen wie Lactobazillen, und vieler anderer.

Im folgenden finden Sie Therapieverfahren, die zur Damsanierung
in Frage kommen.
| Colon-Hydro-Therapie |
Grundsätzlich im Rahmen einer Darmsanierung immer zu
empfehlen.
|
| Ernährung |
Kein Weißmehl, kein Zucker. Früchte in Maßen, kein Fruchtsaft.
Stattdessen langsam mit milchsaurer Kost beginnen (Sauerkraut, Kefir,
Buttermilch (löffelweise und kauen!). Sie können sich im allgemeinen an diese einfache
Ernährungsregel halten: Richtige Ernährung
|
| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten
und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
|
| Sonstiges |
An das Störfeld Nasennebenhöhlen denken.
Eine Therapie zur Darmsanierung sollte wenigstens vier Wochen
betragen.
Zur "Auforstung" bieten sich folgende Probiotika an:
Evtl. auch Kijimea, wenn Studienergebnisse vorliegen.
|
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 12.07.2011 aktualisiert.

|