Darmträgheit

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Darmträgheit und Verstopfung ist ein weit verbreitetes Problem, wobei vor allem ältere Menschen (über 60 Jahre) betroffen sind. Gekennzeichnet ist die Verstopfung (Obstipation) durch Pressen zur Stuhlentleerung, hartem Stuhlgang, dem Gefühl der unvollständigen Entleerung und der Blockierung, der Notwendigkeit zur manuellen Unterstützung zur Stuhlentleerung und weniger als drei mal Stuhlgang pro Woche.

Die Beschwerden können durchaus so stark sein, dass die Patienten starke Bauchschmerzen bekommen können.

Die "chronische habituelle Obstipation", die häufigste Form, wird verursacht durch eine faserarme Kost mit mangelnder Flüssigkeitszufuhr, mangelnde Bewegung und eine Unterdrückung des Defäkationsreizes (z.B. in Stresssituationen).

Beim Reizdarmsyndrom, bei dem keine organischen Ursachen für die Beschwerden gefunden werden können, kommt die Obstipation häufig neben anderen Beschwerden vor.

Verstopfung kann auch ein Symptom bei Elektrolytstörungen (z.B. Kaliummangel durch Missbrauch von Abführmittel), organischen Darmerkrankungen (z.B. Adenom, Divertikulitis, Analfissuren), nervlichen Störungen (z.B. Multiple Sklerose) und hormonellen Ursachen (z.B. Schwangerschaft) sein.

Auf Reisen leiden viele Menschen unter einer "passageren Obstipation", diese situative Form kann auch bei Schichtarbeit oder Fieber auftreten.

Auch Medikamente (z.B. Antidepressiva) können eine Verstopfung hervorrufen.

Ausführlich zur klinischen Diagnose, Ursachen gem. der Schulmedizin beschreibe ich im Beitrag: www.yamedo.de/symptome/verstopfung.html

weitere Verwandte Themen: After-Juckreiz - Darmspiegelung - Koloskopie

Mögliche Folgen

Lange andauernde Verstopfung und Darmträgheit bringt ein erhöhtes Risiko für Darmdivertikel, Chronische Verstopfung und Hämorrhoiden mit sich. Der Zusammenhang mit Darmkrebs wird noch diskutiert.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie doch einfach meinen kostenlosen Praxis-Newsletter an:

Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Darmträgheit in Frage kommen können.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt. Mit dieser Methode kann sehr wohl dem trägen Darm wieder Energie zugeführt werden.
Ernährung

Die Ernährung spielt eine große Rolle bei der Darmträgheit und auch bei der Verstopfung. Zunächst einmal sollten Sie Ihre Trinkmenge prüfen. Essen Sie mehr Gemüse und Obst, sowie mehr Ballastoffe. Wenn Sie Gemüse und Obst nicht gewöhnt sind, fangen Sie mit kleinen Portionen an. Essen Sie morgens zum Beispiel als erstes zum Frühstück einen Apfel. Hilfreich sind zudem Sauerkrautsaft und Pflaumensaft. Meiden Sie Weismehlprodukte und essen Sie weniger Fleisch und Wurst. Kauen Sie jeden Bissen 33mal. Heilfasten kann insgesamt sehr gut umstimmend wirken.

Homöopathie

Folgende Mittel können in Frage kommen:

  • nach einer Operation: Opium, Staphisagria
  • nach Missbrauch von Abführmitteln: Nux vomica
  • "verkampfte" Verstopfung: Nux vomica, Magnesium carbonicum, Lycopodium, Cuprum metallicum
  • "trockene" Verstopfung: Alumina, Arsenicum Album, Silcea, Plumbum, Bryonia, Natrium muriaticum.
Heilpflanzen Flohsamen, Flohsamenschalen, Weizenkleie, Leinsamen. Alexandriner-Sennesfrüchte, Boldoblätter, Cascararinde, Curacao-Aloe, Faulbaumrinde, Kap-Aloe, Kreuzdornbeeren, Manna, Rhabarberwurzel, Sennesblätter.
Schüssler-Salze Ferrum phosphoricum Nr. 3, Kalium chloratum Nr. 4, Magnesium phosphoricum Nr. 7, Natrium chloratum Nr. 8, Natrium sulfuricum Nr. 10
Nr. 8 Natrium chloratum im Wechsel mit dem Mittel Nr. 3 Ferrum phosphoricum je 3 × täglich 1 Tablette
Sonstiges

Bewegung ist neben der Ernährung entscheidend. Gehen Sie täglich mindestens zwei mal zehn Minuten spazieren. Noch besser: besorgen Sie sich ein Mini-Trampolin und "schwingen" oder hüpfen Sie darauf zwei bis drei Minuten.

Gegen eine Darmträgheit kann die Colon-Hydro-Therapie helfen. Auch ein Glas abgekochtes, warmes Wasser tut dem geplagten Darm gut.

Ausgleichend und insgesamt sehr entspannend und dennoch anregend für die Darmtätigkeit wirkt eine Fußrefelexzonenmassage.

Und zum Schluß vielleicht noch etwas, von dem Sie wahrscheinlich noch nie gehört haben und das auch etwas "kurios" anmutet: Das Ano-Darmpessar. Richtig und regelmäßig angewendet, kann dieses Röhrchen dazu beitragen Darmprobleme dauerhaft zu reduzieren.

Der kostenlose Gesundheits-Newsletter von Heilpraktiker René Gräber

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 22.5.2016 aktualisiert.