Frigidität

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Der Begriff "Frigidität" ist eine veraltete, jedoch im alltäglichen Sprachgebrauch noch häufig verwendete Bezeichnung für mangelndes sexuelles Verlangen bei Frauen. Dennoch möchte ich kurz auf mögliche Ursachen, Symptome und auf Therapien aus dem Bereich der Naturheilkunde eingehen.

Diese Störung, bei der sexuelle Phantasien und das Verlangen nach sexueller Aktivität ständig oder immer wiederkehrend vermindert sind oder fehlen lösen bei den Betroffenen meist Leid und zwischenmenschliche Schwierigkeiten aus. Mangelndes sexuelles Verlangen kann lebenslang bestehen oder erworben sein, grundsätzlich oder bezogen auf einen bestimmten Partner auftreten. Es kommt bei 20 Prozent aller Frauen und 10 Prozent aller Männer vor.

Ursachen

Das sexuelles Verlangen ein komplexer, psychosomatischer Prozess ist, kann jede einzelne Störung dieses Systems schon zur Abnahme des sexuellen Verlangens führen. Die erworbene Frigidität hingegen wird meist durch Langeweile oder "Unglücklich sein" in einer bestehenden Beziehung, durch Depressionen, Alkohol- und Drogenanhängigkeit, als Nebenwirkung verordneter Medikamente oder hormonelle Mangelerscheinungen ausgelöst. Auf weitere Zusammenhänge gehe ich übrigens im Beitrag Potenzstörungen ein.

Symptome

Die Betroffenen klagen über fehlendes Interesse an sexueller Aktivität, auch in normalen, erotischen Situationen. Die Störungen sind meist assoziiert mit unregelmäßiger sexueller Aktivität, die oft zu ernsten partnerschaftlichen Schwierigkeiten führt. Manche Betroffene führen den sexuellen Kontakt jedoch, um die Partnerschaft nicht zu gefährden.

Obwohl die Ausübung für sie dabei unter Umständen problemlos ist, zeigen sie jedoch sexuelle Apathie. Ist Langeweile die Ursache, dann nimmt die Frequenz der sexuellen Begegnungen mit dem gewohnten Partner ab, wobei das sexuelle Verlangen bei anderen normal oder sogar intensiv sein kann (die sog. situative Form).

Diagnostik und Therapie

Zunächst muss eine gründliche Anamnese (Krankengeschichte) erhoben werden, da das Problem sekundär auf partnerschaftliche Schwierigkeiten und einer sexuellen Befriedigungen außerhalb der partnerschaftlichen Beziehung beruhen könnte.

Die Störung wird nicht diagnostiziert, wenn die Symptome auf andere psychiatrische (zum Beispiel auf eine Depression) oder auf körperliche Störungen zurückgeführt werden kann. Wenn der Betroffene gleichzeitig über sexuelle Funktionsstörungen klagt, muss der Arzt oder Heilpraktiker feststellen, welche Störung zuerst vorlag, weil eine sexuelle Funktionsstörung zu einem Verlust des sexuellen Verlangens führen kann und umgekehrt.

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Die Behandlung zielt auf eine Behebung oder Linderung der zugrundeliegenden Ursache ab, also zum Beispiel einem Partnerschaftskonflikt, einer Depression, anderen sexuellen Funktionsstörungen, hier insbesondere Erregungs- oder Orgasmusstörungen.

In manchen Fällen ist eine Änderung der Medikamente und im Falle eines Androgenmangels die Zufuhr von Testosteron erforderlich.

Im Beitrag "Libido steigern" gehe ich auf einige Naturheilmittel (inkl. Ernährung, Heilpflanzen, Aminosäuren) ein, die helfen können, die Libido zu steigern

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 5.5.2014 aktualisiert.