Heißhunger
Hilfe gegen Heißhunger
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Das
Gefühl des Hungers dient dem menschlichen Organismus als Signal zur Nahrungsaufnahme. Auslöser sind vor allem der
Zuckergehalt (physiologisch: Werte zwischen 70 und 100 mg / 100 ml) und der Insulinspiegel (zuckerregulierendes
Hormon der Bauchspeicheldrüse) des Blutes.
Daneben
begünstigen weitere Faktoren die Hungerempfindung. Magenknurren entsteht durch Kontraktionen der leeren Magenwände
und auch psychische Faktoren spielen eine Rolle.
Wichtig
sind die im Körper gespeicherte Fettreserven der Fettzellen (Adipozyten), die das Hormon Leptin ins Blut abgeben. Auch das Adinopektin spielt eine Rolle.
Bei
normalgewichtigen Menschen ist Leptin mitverantwortlich für das Hungergefühl, es unterstützt den Fettstoffwechsel -
je weniger Leptin im Blut desto mehr Hunger bzw. auch Heißhunger kommt auf.
Dies
macht sich besonders bei Diäten bemerkbar, wo es durch sehr niedrige Spiegel zu Heißhungerattacken kommen kann. Bei
adipösen Menschen (fettleibig) befindet sich stets eine große Menge Leptin im Körper ohne Einfluss auf das
Hungergefühl (Leptinresistenz).
Auch das
Hormon Grehlin (GHRI)regelt die Nahrungsaufnahme mit. Sein Spiegel steigt zwischen den Phasen der Nahrungsaufnahme
um während des Essens wieder abzusinken.
Wann ist Heißhunger krankhaft?
Das
Gefühl des Heißhungers kann unterschiedliche physische und psychische Ursachen haben. Bei den körperlichen Faktoren
spielt der Zuckerwert eine wichtige Rolle.
Blutzuckerwerte unter 50 mg /100 ml gelten als pathologisch (Hypoglykämie / Unterzuckerung) und
wirken negativ auf den Organismus (siehe auch: Insulin-Blutwerte)
Es zeigen
sich Symptome wie akuter Heißhunger, Schwindel, Schweißausbrüche, Übelkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, beeinträchtigte Seh- und Sprachfähigkeit, Konzentrationsstörungen mit
Verwirrtheitszuständen bis hin zum Bewusstseinsverlust.
Der
Glucosegehalt (Zucker) des Blutes lässt sich durch viele Faktoren beeinflussen.
So können
ein Hormonmangel, angeborene Enzymdefekte, Leberprobleme und Nierenprobleme, Insulinproduzierende
Tumoren (Insulinom), Dumping-Syndrom und Unterernährung einen Abfall des Zuckerwertes unter die physiologische
Grenze begünstigen.
Daneben
erhöhen z.B. Alkohol und verschiedene Medikamente (auch eine Überdosierung mit Insulin / Tabletten zur
Diabetes-Regulation) die Insulinausschüttung und senken so den Zuckerwert.
Zur
primären Diagnose einer Fehlfunktion dienen der 72stündige Fastentest mit kontinuierlicher
Blutuntersuchung sowie der Glucosetoleranztest, bei dem über einen bestimmten Zeitraum Glucose in
flüssiger und fester Form eingenommen wird, um im Anschluss den Zuckerwert engmaschig zu
kontrollieren.
Neben der
durch körperliche Einflüsse verursachten Hypoglykämie spielen auch zivilisationsbedingte Faktoren
eine Rolle für plötzlich ausgelösten Heißhunger.
Die
geänderte Lebensweise beeinflusst den gesamten Organismus. Motorisierte Bewegung steht heute im Vordergrund, wobei
eine ausreichende Bewegung den Kreislauf beeinflussen kann.
Ähnlich
verhält es sich mit der Nahrungsaufnahme. Fett- und zuckerreiche Kost werden heute vermehrt
konsumiert.
Volkskrankheiten wie z.B. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) sind
zunehmend. Industriell produzierte Kost und Fast food beinhalten häufig wenig verwertbare Nährstoffe und machen
durch ihre Inhaltstoffe eher Appetit auf mehr.
Der
Gebrauch heute üblicher Zuckerersatzstoffe (z.B. Süßstoff) fördert vermehrt den Wunsch nach Süßem. Auch Werbung in
Bild und Ton kann eine Heißhungerattacke auslösen.
Wichtige
Themen zum weiterlesen: Darmflora -Darmpilze - Darmsanierung - Übersäuerung
Was kann Heißhunger noch bedeuten?
APS (adrenerges postprandiales Syndrom)
kann eine ähnliche Symptomatik aufweisen wie eine Unterzuckerung.
Das Dumping-Syndrom entsteht nach operativen Eingriffen im Magenbereich, bei dem es durch zu viel
und zu schnell aufgenommene Nahrung neben Blähgefühl, Krämpfen und Geräuschen im Darm ebenfalls zu den typischen
Symptomen einer Unterzuckerung kommen kann.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Schnupfen in Frage kommen.
Organbedingte Heißhungerattacken sollten immer abgeklärt werden.
Steht keine körperliche Grunderkrankung im Vordergrund, lässt sich mit einigen Tipps und Tricks das Gefühl des
Heißhungers umgehen.
1. Durch Täuschung der Geschmacksknospen im Mund kann der Hunger nach Süßem oder Fettigem gestillt werden. Hier
helfen Mundspülungen oder auch eine frische Zahnpasta.
2. Kaugummis können dem Körper durch Kaubewegungen eine Nahrungsaufnahme vortäuschen.
3. Regelmäßige, langsam zu sich genommene Mahlzeiten verringern das Gefühl des Hungers, wobei gerade ein
ausgewogenes Frühstück wichtig ist.
4. Die Aufnahme von viel ungesüßter Flüssigkeit (ca. 3 Liter / Tag) füllt den Magen. Ein Glas warmes Wasser vor
einer Mahlzeit führt schneller zu einer Sättigung.
5. Süßigkeiten, die im Eis- oder Kühlschrank gelagert werden, schmecken weniger intensiv und lösen so keinen
Heißhunger aus.
6. Die Akupressur bedient sich bestimmter Druckpunkte, die das Esszentrum entweder stimulieren oder auch
blockieren können. Bei fachgerechter Anwendung lässt sich so das Heißhungergefühl ausschalten.
7. Auch Ablenkung kann Heißhunger ausschalten.
| Bachblüten |
Sehr oft liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde. Lassen Sie
sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.
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| Orthomolekular-Medizin |
Chrom- und Vanadium-Spiegel im Blut kontrollieren lassen. Ein
Mangel verursacht den Heißhunger auf Schokolade.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten
und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 14.07.2011 aktualisiert.

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